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Gesicht zeigen!

Ich bin Türke, wenn du was gegen Türken hast

„Ich bin Muslima, wenn du was gegen Muslime hast“, steht groß auf dem Foto von TV-Moderatorin Astrid Frohloff. Der Slogan soll Menschen irritieren, zum Denken anregen und als Plakat überall in Berlin zu sehen sein. Die Rede ist von einer Kampagne anlässlich des heutigen Welttags gegen Rassismus.

Donnerstag, 21.03.2013, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 24.03.2013, 21:52 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

„Ich bin Jude“, „Ich bin Schwarz“ oder „Ich bin schwul“: Mit diesen, auf den ersten Blick irritierenden Botschaften machen sich Prominente wie Nachrichtenmoderator Ulrich Wickert, Star-DJ Paul van Dyk oder MTV-Legende Markus Kavka in einer bundesweiten Kampagne für mehr Toleranz stark. Der Auftritt stammt von dem Verein „Gesicht zeigen! für ein weltoffenes Deutschland“ und startet anlässlich der internationalen Wochen gegen Rassismus.

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21. März – UN-Tag gegen Rassismus
Pünktlich zum 21. März, dem internationalen UN-Tag gegen Rassismus, startet der Verein „Gesicht zeigen!“ eine Plakatkampagne. Mit auf den ersten Blick irritierenden Botschaften machen sich Prominente wie Ulrich Wickert, Klaus Wowereit oder Astrid Frohloff für mehr Toleranz stark.

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„Das derzeitige Bild unserer Republik muss verstören: Menschen werden ermordet, beschuldigt werden die Opfer. Der Verfassungsschutz versagt, die Polizeibehörden schlampen. Die Öffentlichkeit nimmt es gelassen hin, Konsequenzen sind rar gesät. Antisemitismus und Islamophobie nehmen zu, die Auseinandersetzungen in der Gesellschaft werden immer schärfer geführt“, so die Begründung für diese Kampagne.

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Auseinandersetzung mit Rassismus
Rebecca Weis von Gesicht Zeigen!: „Die Kampagne mit ihren provozierenden Statements trägt dazu bei, das Thema rassistische Diskriminierung stärker und prominenter in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. Vor allem vor dem Hintergrund der zehn NSU-Morde und dem anstehenden Prozess gegen Beate Zschäpe möchten wir ein klares Zeichen gegen Rassismus setzen.“

Die Kampagne sei es ein großes Anliegen von „Gesicht Zeigen!“, sich an die Seite der Minderheiten zu stellen. Es könne nicht sein, dass Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Lebensweise oder ihrer Hautfarbe ausgegrenzt oder sogar bedroht und angegriffen werden. Uwe-Karsten Heye, Vorstandsvorsitzender von Gesicht Zeigen!, betont die Notwendigkeit der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung mit Rassismus: „Die antisemitischen Vorfälle im letzten Jahr und der aggressive Ton der sogenannten Beschneidungsdebatte haben deutlich gemacht, wie erschreckend schnell alte Klischees und neue Vorurteile abrufbar sind!“ (hs)

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