TV-Tipps des Tages

28.01.2015 – Terror, Neonazi, Asyl, Hitler, Juden, Ausländer, Rassismus

TV-Tipps des Tages sind: Goldschmidts Kinder: Überleben in Hitlers Schatten. Berlin 1935. Unter großen persönlichen Risiken gelingt es der Lehrerin Leonore Goldschmidt, mitten in Nazi-Deutschland eine jüdische Schule zu gründen; Wie viele Ausländer verträgt Deutschland? Der Streit um Zuwanderung und Asyl.

Von Mittwoch, 28.01.2015, 8:09 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 25.01.2015, 11:40 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Goldschmidts Kinder
Überleben in Hitlers Schatten. Berlin 1935. Unter großen persönlichen Risiken gelingt es der Lehrerin Leonore Goldschmidt, mitten in Nazi-Deutschland eine jüdische Schule zu gründen. Sie findet ein Schlupfloch in den nationalsozialistischen Schulgesetzen und widersteht allen Repressalien durch die SA. Für viele jüdische Kinder Berlins wird die Goldschmidt-Schule zum letzten Zufluchtsort vor dem wachsenden Rassismus. Auf dem Lehrplan steht vor allem Englisch – als Voraussetzung für ein Leben im Exil. Nach der Pogromnacht 1938 eskaliert die Lage der Juden in Deutschland: Viele Goldschmidt-Schüler fliehen mit ihren Familien.

Im September 1939 muss Leonore Goldschmidt die Schule schließen. Sie geht ins Exil nach England.

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„Goldschmidts Kinder – Überleben in Hitlers Schatten“ erzählt die bislang weitgehend unbekannte Geschichte einer mutigen und listigen Frau, die für viele jüdische Kinder Berlins zum Schutzengel wurde. Vor allem aber lässt die Dokumentation nacherleben, wie Rassismus und Antisemitismus in die Gesellschaft einsickerten und die Seelen der jüdischen Kinder peinigten: Überlebende Schüler, heute alle weit über 80 Jahre alt, berichten in berührenden Statements, wie sehr sie unter Ausgrenzung und Drangsalierungen litten. Aus allen aber spricht tiefe Dankbarkeit für eine Frau, die eine „Oase inmitten der Hölle“ schuf und „ihre“ Kinder vorbereitete auf ein neues Leben im Exil. Für die Dokumentation „Goldschmidts Kinder – Überleben in Hitlers Schatten“ hat die Familie Goldschmidt ihr Archiv mit zahlreichen Fotos, Briefen, Tagebüchern und anderen Dokumenten geöffnet. Leonore Goldschmidts Enkel David erzählt von seiner Großmutter, die 1983 verstorben ist. Außerdem können die Autoren auf einen Dokumentarfilm zurückgreifen, den der amerikanische Journalist Julian Bryan 1937 in der Goldschmidt-Schule gedreht und aus Deutschland herausgeschmuggelt hat. Er zeigt u. a. die Zeitzeugen, die in der Dokumentation zu Wort kommen. So entsteht ein dichtes und emotionales Bild vom Leben in der Goldschmidt-Schule – einer einzigartigen Institution im Schatten des Nazi-Terrors. Mi, 28. Jan • 19:15-20:00 • PHOENIX

Wie viele Ausländer verträgt Deutschland?
Der Streit um Zuwanderung und Asyl. Hunderttausende Flüchtlinge aus dem Nahen Osten stehen an Europas Türschwelle. Die Deutschen spenden so viel wie seit Jahren nicht – doch wenn ein Aufnahmeheim in der Nachbarschaft eröffnet wird, gehen Anwohner erbittert dagegen vor – mit Plakaten und Eilanträgen vor Gericht. Eine große Mehrheit begrüßt laut Umfragen die Freizügigkeit der EU – aber sobald dem deutschen Sozialsystem Belastungen drohen, endet die liberale Haltung. „Wer betrügt, fliegt“, rief die CSU pünktlich zur Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Rumänen und Bulgaren Migranten aus Südost-Europa zu. Mi, 28. Jan • 21:00-21:45 • PHOENIX

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