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Euro © Alf Melin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
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Arbeitsmarktforscher

Einwanderung rechnet sich

"Einwanderung ist ein Geschäft, kein Verlust", ist Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker überzeugt. Anderslautenden Berechnungen erteilt er eine Absage. Diese berücksichtigten wichtige Faktoren nicht.

Freitag, 16.01.2015, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 13.02.2015, 11:29 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker hat den wirtschaftlichen Nutzen von Zuwanderung für die deutschen Sozialkassen herausgestellt. Eine kürzlich erschienene Studie der Bertelsmann-Stiftung habe gezeigt, dass die Steuern und Abgaben der ausländischen Bevölkerung alle Leistungen des Staates und Transfers der Sozialabgaben um 3.300 Euro übersteigen, sagte der Forschungsbereichsleiter am Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der in Berlin erscheinenden tageszeitung.

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Brücker kritisierte den Chef des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Der Ökonom hatte kurz vor dem Jahreswechsel erklärt, Migranten würden den Staat 1.800 Euro im Jahr kosten. Die Rechnungen des ifo-Chefs ergäben ein verzerrtes Bild, entgegnete Brücker, der auch Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bamberg ist: „Sinn rechnet die allgemeinen Staatsausgaben für Bundeswehr, Schuldendienst, Infrastruktur einfach mit.“ Nach dieser Rechnung würde auch jeder deutsche Bürger den Staat 1.100 Euro kosten, sagte Brücker.

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Experte: Einwanderung ökonomisch betrachten
„Die neuen Einwanderer sind ein Geschäft, kein Verlust“, sagte Brückner. Neben vielen Akademikern kämen allerdings auch überdurchschnittlich viele Zuwanderer ohne abgeschlossene Berufsausbildung nach Deutschland. Mittlere Qualifikationen wie etwa Facharbeiter seien schwach vertreten.

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Brücker verteidigte den Ansatz, Einwanderung ökonomisch zu betrachten: „Wir müssen verstehen, welche Wirkungen Zuwanderung auf den Arbeitsmarkt und den Sozialstaat hat.“ Falsch wäre aber, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass bestimmte Gruppen nicht nach Deutschland kommen dürften, weil sie weniger wert seien. Mittelfristig müsse sich Deutschland „mehr und nicht weniger für Zuwanderung öffnen“. (epd/mig)

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