Deutsche Presse

13.01.2015 – Islam, Pegida, NSU, Terror, Merkel, Davutoğlu, EU Beitritt Türkei

Merkel: Der Islam gehört zu Deutschland; Bundesweite Kundgebungen Zehntausende protestieren gegen Pegida-Märsche; Islamfeindliche Demo Aufgeheizte Stimmung in Dresden; NSU Terror; Karikaturisten stellen sich gegen Pegida; Davutoğlu dringt auf EU-Beitritt der Türkei; Mahnwachen und Kundgebungen gegen den Terror

Von Dienstag, 13.01.2015, 8:10 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 12.01.2015, 23:01 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Im Münchner NSU-Prozess hat ein Kriminalbeamter die verheerende Wirkung der Nagelbombe aus der Kölner Keupstraße im Jahr 2004 geschildert. Der Sachschaden sei enorm gewesen, berichtete der Sprengstoffexperte.

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Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München wird der größte Anschlag der rechtsextremen Terrorgruppe verhandelt: Der Bombenanschlag in Köln vom 9. Juni 2004.

Die Partei „Die Rechte“ plant für Anfang März eine Kundgebung vor dem Oberlandesgericht München. Mehrfach vorbestrafter Rechtsextremer als Redner angekündigt

Mehrere CSU-Politiker wollen am Dienstag an einer Mahnwache der Muslime für Toleranz und Weltoffenheit in Berlin teilnehmen.

Imame und Wissenschaftler diskutieren nach den Pariser Anschlägen über „Extremismus als islamische und gesellschaftliche Herausforderung“. Dabei geht es auch konkret um den begriff des Islamisten.

Unter dem Eindruck der islamistischen Terroranschläge in Paris warnt die Evangelische Kirche vor einer generellen Verunglimpfung des Islams.

In Hamburg trafen sich 400 Muslime verschiedener Strömungen, um über ihren Umgang mit Extremismus zu diskutieren. Besonders umstritten war, ob Distanzierungen von Terroristen nötig sind.

In Deutschland leben 3,8 bis 4,3 Millionen Muslime. Das sind etwa fünf Prozent der Gesamtbevölkerung und ein Viertel der Menschen mit Migrationshintergrund.

Im Fall der getöteten Studentin Tugce Albayrak wird wohl bald Anklage erhoben. Für welche Straftat sich der verdächtige Achtzehnjährige verantworten muss, ist aber noch unklar.

Bundeskanzlerin Merkel wählt die Worte des früheren Bundespräsidenten Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bezeichnet den Widerstand gegen einen EU-Beitritt der Türkei als eine Ursache für Islamfeindlichkeit.

Der Widerstand gegen die islamkritischen Demonstrationen von Pegida und Co wächst. Allein in Leipzig gingen rund 30.000 Menschen gegen Legida auf die Straße. In München protestierten 20.000.

Die Stadt Leipzig hat das Karikaturen-Verbot für den islamfeindlichen Legida-Marsch aufgehoben. Davor hatte der Deutsche Journalistenverband die Stadt scharf kritisiert. Die hatte im Vorfeld das Zeigen von Mohammed-Karikaturen untersagt.

Die Pegida-Bewegung in Dresden zieht erneut eine große Menschenmenge an. Tausende Anhänger der asyl- und islamkritischen Bewegung gehen am Montagabend auf die Straße.

Die Politik schließt sich dem Aufruf des muslimischen Zentralrats für den kommenden Dienstag Mahnwache an. Neben Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel werden noch weitere Minister erwartet.

Viel Kritik am Pegida-Marsch von Seiten der Politik: Justizminister Maas (SPD) bezeichnet Pegida-Anhänger als Heuchler, CDU-Generalsekretär Tauber wirft ihnen die Instrumentalisierung der Anschläge vor.

Israelis und Palästinenser haben eine hohe Meinung von Deutschland insgesamt, zugleich beurteilen sie die Rolle der Bundesregierung im Nahostkonflikt sehr unterschiedlich.

Die Anhänger der Pegida-Bewegung wollen bei einem Trauermarsch der Opfer des „Charlie Hebdo“-Attentats gedenken. Französische Karikaturisten lehnen diese Instrumentalisierung ab und wehren sich.

Israelische Medien berichten, dass der israelische Ministerpräsident Netanjahu gegen den Willen der französischen Regierung an den Trauermärschen in Paris teilgenommen habe. Als Reaktion habe man den Angaben zufolge kurzfristig noch Palästinenserpräsident Abbas eingeladen.

Mit einem massiven Sicherheitsaufgebot will sich Frankreich vor neuen Terroranschlägen schützen. 10000 Soldaten werden an „sensiblen Orten“ wie Bahnhöfen, Flughäfen, vor großen Kaufhäusern und in den öffentlichen Verkehrsmitteln patrouillieren.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu hat Deutschland um mehr Unterstützung für einen EU-Beitritt seines Landes gebeten.

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