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Tanzende Muslime erreichen Millionenpublikum

Innerhalb einer Woche hat dieses Video ein Millionenpublikum erreicht. Darin tanzen und singen Muslime auf offener Straße fröhlich zur Musik „Happy“ vom US-Sänger Pharrell Williams. Schauen Sie selbst:

Von Dienstag, 22.04.2014, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 23.04.2014, 23:29 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Studien zeigen, dass fast 60 Prozent der Deutschen am liebsten den Muslimen die grundgesetzlich verankerte Religionsfreiheit beschränken wollen. Hinzu kommt, dass viele Parteien anti-islamische Propaganda betreiben und somit Vorurteile weiter gegen Muslime anheizen.

In Großbritannien sind Muslime in der Öffentlichkeit zwar präsenter, doch auch hier gibt es Vorbehalte. Ein Video geht dagegen unterschwellig vor: Zur Musik „Happy“ vom US-Sänger Pharrell Williams tanzen Muslime in Großbritannien und zeigen, wie fröhlich sie sind.

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Sie tanzen und singen auf offener Straße, an der Bahnhaltestelle oder im Wohnzimmer – Junge wie Alte, Frauen mit und ohne Kopftuch, Männer mit und ohne Vollbart, Schwarze wie Weiße, alleine oder in Gruppen. Schauen Sie selbst:

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MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. muslim sagt:

    @mickis39
    Danke für die ausführliche Antwort. Ich hoffe, meine Frage hat dich nicht frappiert oder verletzt. Aber ich habe leider zu oft die Erfahrung gemacht, dass praktizierende Muslime nicht so schnell ins Herz geschlossen werden. Und irgendwann mal kann man es auch einfach nicht mehr hören, wenn es immer heißt, „X ist ein toller, liberaler, akezptierter, integrierter Moslem – weil er Bier trinkt und gerne durch die Straßen zieht“. Und „Y ist radikal – er betet nämlich 5x am Tag“. Auch wenn Y besser Deutsch spricht als X, wohlgemerkt. Das ist einfach herabsetzend. Aber das wirst du wahrscheinlich auch schon kennen.
    Menschen wie dich braucht dieses Land. Es ist schön zu wissen, dass es auch noch Menschen mit einem positiven Weltbild gibt. Danke dafür.

  2. maja sagt:

    Man stelle sich vor: „Tanzende Katholiken“ … „tanzende Briefmarkensammler“ … „tanzende Kommunisten“ … „tanzende Obstverkäufer“ … Kann mir einer erklären, was das Gruppenetikett „Muslim“ mit der Tätigkeit „tanzen“ zu tun hat? Tanzen ist für alle da – sollte man meinen.

  3. mickis39 sagt:

    @muslim
    Nein, deine Frage hat mich nicht verletzt. Wenn meine Antwort dann nicht zu ausführlich war, ist alles in Ordnung.

    Warum sollte Jemand der 5x täglich betet radikal sein? Und nein, ich habe noch keine herabsetzenden Erfahrungen gemacht. Zum einen liegt es evtl. daran, dass man mir „nichts ansieht“ — trage kein Kopftuch (wie übrigens viele Musliminnen in meiner Nachbarschaft) und meine Kleidung war nie eng (weil ich Anstarren einfach nicht ab kann). Auch schmeckt mir aus irgendeinem Grund Alkohol nicht (ich war immer die, die gefahren ist aber so ist es auch nichts Neues, dass ich keinen Alkohol trinke). Ich bete auch nur 3x täglich (lt. dem Koran). Und, meines Wissens nach, funktioniert „Multikulti“ in meiner Stadt. Wenn ich daran denke, dass sich eine Frau aus einer Nachbarstadt als Herr Gauck dort zu Besuch war, sich im Radio bei ihren arabischen und türkischen Nachbarn für die gute Nachbarschaft bedankt hat, scheint es dort wohl auch ganz in Ordnung zu sein. In einer anderen Nachbarstadt hatten sie Probleme mit Romas, so dass Neonazis dachten, dass sie deshalb leichtes Spiel hätten. Dem war aber nicht so, denn die Einwohner haben trotz der Probleme zu den Romas gestanden und sie vor den Neonazis, sogar mit Nachtwachen, beschützt. Als vor ein paar Jahren gegen eine Moschee in meiner Stadt protestiert wurde, wurde ein Straßenfest mit Muslimen und Nicht-Muslimen vor der Moschee gefeiert und der Protest ist im Sande verlaufen.

    Wahrscheinlich sind zwischenmenschliche Beziehungen und ein Miteinander nie ganz frei von evtl. Spannungen od. auch Mißverständnissen. Aber es gibt Menschen wie mich.

    Und, ganz ehrlich, wenn ich an manche Kommentare von Muslimen zu Videos von z.B. Stürzenberger und/oder Sarrazin denke … Beleidigungen und Drohungen. Das ist das falsche Verhalten, denn damit werden die Positionen von Stürzenberger / Sarrazin nur gestärkt. Es hilft auch nicht einfach zu sagen „das ist unislamisch“ – da sollte man dann schon mal mit den Muslimen, die solche Kommentare schreiben „sprechen“ bzw. ihnen „widersprechen“. Aber wahrscheinlich weißt du das ja selber.

    Ich hoffe, du hast (od. hattest) ein schönes Wochenende.

  4. muslim sagt:

    @mickis39
    Freut mich, dass das in deiner Gemeinde so gut funktioniert.
    Ich bin mir ja auch sicher, dass die Integration im Großen und ganzen kein Problem ist und das verschiedene Religionen und Nationalitäten in DE größtenteils super miteinander leben. Auch ich schätze deswegen meine Heimat sehr. Nur, passt dieses Bild leider nicht in die mediale Berichterstattung, die – wie nun ja auch mehrere Untersuchungen bestätigt haben – überwiegend negativ über bestimmte Themen berichtet, Problemfälle aufbauscht und gezielt Stereotypen bedient (insbesondere durch irreführende Fotos und Überschriften zu bestimmten Themen).
    Dass die Schwarzmalerei nicht der Realität entspricht, merkt man spätestens dann, wenn einem Menschen im Alltag sagen, dass Muslime ja doch nicht „so“ sind. Aber das sind Einzelfälle. Die Missverständnisse über den Islam werden schlicht konstruiert. Jede Statistik bestätigt, dass Muslime loyale und friedliebende Staatsbürger sind.

  5. aloo masala sagt:

    In dem Video ist doch Kübra Gümüşay zu sehen, die auch für Migazin schreibt? Oder täusche ich mich da?

  6. muslim sagt:

    Ja, das ist Kübra mit ihrem Mann Ali.

  7. Saadiya sagt:

    @Lynx : Schauen Sie einfach nicht hin, wenn es ihnen peinlich/sündhaft ist. Ich finde das Video gut. Gott soll selber entscheiden, was er davon hält! Es ist nicht Ihre Aufgabe, den Moralmuslim zu mimen. Kein Mensch ist ohne Fehler! Und wer zwischen Gott/Allah und den Menschen einen Instanz stellen will, dessen Wissen um den Islam und seine Vielfalt ist begrenzt! Es gibt keinen Zwang im Glauben.

  8. Saadiya sagt:

    @ maja: „Man stelle sich vor: “Tanzende Katholiken” … “tanzende Briefmarkensammler” … “tanzende Kommunisten” … “tanzende Obstverkäufer” … Kann mir einer erklären, was das Gruppenetikett “Muslim” mit der Tätigkeit “tanzen” zu tun hat? Tanzen ist für alle da – sollte man meinen.“
    __________________________________________________________
    EBEN!!! Islam ist keine Krankheit sondern eine Lebensform/Lebensinhalt/Lebensaufgabe – wie eben Katholik, Briefmarkensammler, Obstverkäufer, Kommunist…..Ein normaler Mensch eben (mit all der Vielfalt und seinen Widersprüchen)! Das zeigt dieses Video!

  9. aloo masala sagt:

    @muslim: Danke
    ——————————-
    Was in der Diskussion deutlich wird. Muslime können machen was sie wollen. Wenn sich ein Negativbild in den Köpfen festgesetzt hat, dann werden Aktionen, die darauf abzielen diesem Negativbild entgegenwirken zu wollen, in der Regel nur von denen wohlwollend aufgenommen, die ohnehin keine Vorbehalte gegenüber Muslimen besitzen. Die übrigen wissen schon, wie sie derartige Aktionen in das Negative umkehren und in ihr Weltbild einfügen.