TV-Tipps des Tages

10.04.2014 – Sarrazin, Integration, Muslime, Juden, Rassismus, Migranten

TV-Tipps des Tages sind: Dumm geboren und nichts dazu gelernt? Intelligenzforschung zwischen Rassismus und flexiblen Erbanlagen; Schätze der Welt - Erbe der Menschheit. Die besondere kulturelle Bedeutung Jerusalems liegt in seiner Rolle als religiöses Zentrum der Christen, Juden und Muslime

Von Donnerstag, 10.04.2014, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 06.04.2014, 11:22 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Dumm geboren und nichts dazu gelernt?
Dokumentation – Intelligenzforschung zwischen Rassismus und flexiblen Erbanlagen. Film von John A. Kantara Gibt es geborene Verlierer und solche, denen alles bereits in die Wiege gelegt wurde? Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin behauptet: „Intelligenz ist erblich. Darum ist es nicht egal, wer die Kinder bekommt.“ Er glaubt, zu 80 Prozent seien die Gene verantwortlich, weshalb er Probleme bei türkischen oder allgemein muslimischen Immigranten sieht.

Diese Bevölkerungsgruppen seien einerseits unterdurchschnittlich intelligent, andererseits aber sehr gebärfreudig, dadurch nehme der Intelligenzquotient allmählich ab, behauptet Sarrazin und sieht seine Thesen in der Wissenschaft bestätigt. Renommierte Intelligenzforscher wie Elsbeth Stern von der ETH Zürich widersprechen jedoch Sarrazins Verdummungsthese. Sie sagt: „Eltern und Kinder zeigen nur eine mittelhohe Übereinstimmung im Intelligenzquotienten. Unterdurchschnittlich intelligente Eltern können überdurchschnittlich intelligente Kinder haben und umgekehrt.“ Erst wenn die sozialen Bedingungen für alle Kinder gleich gut seien, könnten die Gene ihre Macht ausspielen. Die Intelligenzforschung wurde von Beginn an dazu benutzt, Menschen unterschiedlicher Abstammung zu vergleichen und zu bewerten. Und sie wurde oft missbraucht. Laut Populationsgenetiker Diethard Tautz werden Eigenschaften grundsätzlich unabhängig voneinander vererbt. Eine Kopplung zwischen Intelligenz und Hautfarbe sei nicht nachweisbar. Intelligenz sei wandelbar und kann in hohem Maß durch Umwelteinflüsse modifiziert werden. DO, 10. Apr • 20:15-21:00 • 3sat

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Schätze der Welt – Erbe der Menschheit
Dokumentation– Die besondere kulturelle Bedeutung Jerusalems liegt in seiner Rolle als religiöses Zentrum der Christen, Juden und Muslime. Vom Anfang des 4. Jahrhunderts bis zur Eroberung durch die Araber 637 war es von Christen beherrscht. / Nach christlicher Überlieferung wurde hier Jesus Christus gekreuzigt. Noch heute gedenken Pilger auf der „Via dolorosa“ seinem Leidensweg.

Im „Coenaculum“ soll Jesus sich mit seinen Jüngern zum Abendmahl versammelt haben. Zu den weiteren Stätten des Christentums in Jerusalem zählt die Kirche zum Heiligen Grab, die von sechs verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen verwaltet wird. In ihr befinden sich das Grab von Jesus Christus und das Heiligtum von Golgatha. Auf dem Ölberg entstand eine große Zahl weiterer kleinerer Kirchen. Jerusalem gehört zum Weltkulturerbe. Do, 10. Apr • 20:45-21:00 • BR-alpha

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