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Baden-Württemberg

Fast jeder fünfte Schüler hat einen Migrationshintergrund

Erstmals wurde an Baden-Württembergs Schulen der Migrationshintergrund der Schüler erhoben. Danach beträgt der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund 18,7 Prozent. Die meisten von ihnen besuchen eine Hauptschule, die wenigsten ein Gymnasium.

Montag, 15.07.2013, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 17.07.2013, 4:08 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Unter den rund 1,1 Millionen Schülern an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen des Landes Baden-Württemberg im Schuljahr 2012/13 sind gut 197.400 mit Migrationshintergrund. Dies entspricht fast einem Fünftel (18,7 Prozent) der Schülerschaft. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde der Migrationshintergrund im Rahmen der Amtlichen Schulstatistik im Schuljahr 2012/13 erstmals an den öffentlichen Schulen erhoben.

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In den einzelnen Schularten sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sehr unterschiedlich vertreten. Mit 35,1 Prozent weisen die öffentlichen Werkreal-/Hauptschulen den höchsten Wert auf, gefolgt von den öffentlichen Sonderschulen mit 30,2 Prozent. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an den Realschulen liegt bei 14,7 Prozent. Vergleichsweise gering ist der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an den Gymnasien mit 10,0 Prozent. An den öffentlichen Grundschulen hat gut jedes fünfte Kind (20,6 Prozent) einen Migrationshintergrund.

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Info: Einen Migrationshintergrund hat, wer mindestens eines der folgenden Merkmale erfüllt: Keine deutsche Staatsangehörigkeit, Nichtdeutsches Geburtsland, Nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie bzw. im häuslichen Umfeld.

Fast jeder 10. ohne deutschen Pass
Die Schüler mit Migrationshintergrund an den allgemeinbildenden Schulen setzen sich zusammen aus rund 104.700 Ausländern und gut 92.700 Deutschen mit Migrationshintergrund. Damit liegt der Anteil der Ausländer an den Schülern der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen bei 9,9 Prozent.

Erwartungsgemäß streuen die Anteile der Schüler mit Migrationshintergrund zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen sehr stark. Spitzenreiter ist der Stadtkreis Stuttgart mit 39,0 Prozent, gefolgt von den Stadtkreisen Heilbronn und Mannheim mit 35,6 bzw. 35,0 Prozent. Schlusslicht ist der Landkreis Biberach mit 9,1 Prozent. (sb)

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