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Deutsche Presse

28.08.2012 – Islam, Friedrich, Muslime, NSU, Türkei, Plakat, Armenien

Türkische Gemeinde kritisiert Friedrich; Auf Berlins Friedhof für Muslime geht der Platz aus; Plakativ gegen Islamismus; Friedrich will Verfassungsschutz mehr Macht geben; NRW-Schulministerin Löhrmann: Interesse an Islamunterricht groß; Migrant durch Straßen geschleift; Türkei sieht durch Beschneidungsdebatte Religionsfreiheit in Gefahr

Von Dienstag, 28.08.2012, 8:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 27.08.2012, 22:25 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Die Themen des Tages sind:

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hat die Plakataktion kritisiert, mit der das Bundesinnenministerium jetzt einer Radikalisierung von islamistischen Jugendlichen entgegenwirken will.

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Mit einer Plakataktion wirbt das Innenministerium für eine Beratungsstelle. Sie soll Muslime in Deutschland davor bewahren, in extremistische Strukturen abzurutschen. Die Botschaft: Jeder Moslem kann ein Terrorist sein – selbst wenn er nett lächelt.

Seit zwei Jahren setzt sich das Bundesbildungsministerium dafür ein, dass an hiesigen Universitäten Imame und islamische Religionslehrer ausgebildet werden. Die Absolventen der Studiengänge sollen die aus der Türkei geholten Imame ersetzen und den Islam weiter in die deutsche Gesellschaft integrieren.

Berliner Muslime müssen für Friedhofsbesuche womöglich bald viel Zeit und weite Wege einplanen: Am zentral gelegenen Columbiadamm gibt es bald keine freien Gräber mehr. Der Senat prüft Alternativen.

Ursprünglich wollte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Vorschläge einer Bund-Länder-Kommission zum Umbau der Sicherheitsbehörden nach dem NSU-Debakel abwarten.

Der in Nordrhein-Westfalen neu eingeführte Islamische Religionsunterricht verzeichnet einen breiten Zulauf muslimischer Kinder. «Das Interesse an dem neuen Schulfach ist erfreulich groß», sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann.

Wird Polen Einwanderungsland? Seit dem 15. August stehen die Chancen dafür nicht schlecht. Seit diesem Datum erkennt Warschau doppelte Staatsbürgerschaften an und hat zugleich die Einbürgerung erleichtert.

Der Verfassungsschutz soll sich nach dem Willen von Innenminister Friedrich künftig auf die Abwehr von Gewalttaten konzentrieren und dazu mehr Kompetenzen gegenüber den Ländern erhalten.

Ein Mann wurde zu Tode geprügelt, Unterkünfte von Migranten in Brand gesteckt. Immer wieder kommt es in Griechenland zu rassistischen Gewalttaten. Jetzt wurde in einer Kleinstadt auf der Peloponnes ein Ägypter in einem Autofenster festgeklemmt und durch die Straßen geschleift.

Der türkische Europaminister Egemen Bagis sieht durch die Beschneidungsdebatte die Religionsfreiheit in Deutschland in Gefahr. Die Türkei beobachte mit Verwunderung, dass die ungestörte Religionsausübung in Deutschland nicht mehr gewährleistet sei, schreibt der Politiker für die «Süddeutsche Zeitung».

In Syrien werden derzeit drei ausländische Journalisten vermisst. Zwei von ihnen waren mit der japanischen Fernsehreporterin Mika Yamamoto unterwegs, als diese am 20. August in Aleppo erschossen wurde.

In den französisch-türkischen Beziehungen kommt es zu erneuten Spannungen. Grund ist ein ein altbekanntes Streitthema: Der Völkermord an den Armeniern. In französischen Schulbüchern wird darüber nun in einem eigenen Kapitel berichtet.

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