Buchtipp zum Wochenende

Deutschland ohne Ausländer – Ein Szenario

An dem Tag, an dem die Ausländer verschwinden, warnt der ADAC vor langen Staus in Richtung Süden und Osten. An den Autobahnbrücken hängen Transparente mit der Aufschrift „Danke und gute Heimreise“ in verschiedenen Sprachen – eine Aktion der Bundesregierung.

Freitag, 01.06.2012, 8:26 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 06.06.2012, 1:41 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Ein Deutschland ohne Ausländer – eine schreckliche Vorstellung oder doch der geheime Traum vieler Bundesbürger? Fast 40 Prozent aller Deutschen wünschen sich weniger Ausländer in der Bundesrepublik. Ob aus rechtsradikalen Ressentiments, aus Angst vor „Überfremdung“ oder aus Angst um einen Arbeitsplatz.

In „Deutschland ohne Ausländer – Ein Szenario“ lassen sich die Autoren Matthias Thieme und Pitt von Bebenburg gedanklich auf das Experiment Deutschland ohne Ausländer ein: Was wäre, wenn plötzlich alle Mitbürger ohne deutschen Pass verschwänden, mehr als sieben Millionen Menschen von heute auf morgen weg wären? Was wäre mit dem Gesundheitssystem, den Unternehmen, dem Einzelhandel, aber auch bei Sport und Schulen?

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Anhand statistischer Fakten beschreiben die Autoren, was unvermeidlich einträte. Es gibt berechenbare Effekte auf den Arbeitsmarkt, auf die Bevölkerungsentwicklung. Doch die Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft lassen sich nicht nur berechnen. Um sie zu ermessen, braucht es Vorstellungskraft.

Es beginnt mit einem warmen Sommertag – dem Tag, an dem die Ausländer verschwinden, weil eine Mehrheit der Deutschen wollte, dass sie das Land verlassen. Weil eine Mehrheit der Deutschen sich ökonomisch immer unsicherer fühlte. […] Nach einer Volksbefragung zum Thema: „Sollen alle Ausländer ohne deutschen Pass das Land verlassen?“, die von 52 Prozent der Deutschen mit Ja beantwortet wurde, legte die Bundesregierung einen Stichtag zur Ausreise der Ausländer fest. … (es)

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  1. Tayfun Eser sagt:

    Dann wären ja 3 Deutsche Mitarbeiter, die bei mir arbeiten, arbeitslos O.o…
    okok, ich würd ja nicht weggehen, hab inzwischen einen deutschen Pass!

  2. Pragmatikerin sagt:

    @ Redaktion

    Ihr hattet Recht, dass ihr meinen Beitrag gelöscht habt, er war rassistisch, ich gebe es zu und entschuldige mich.

    Pragmatikerin

  3. Mathis sagt:

    So, so, also etwa 40% der Bevölkerung wünschen sich weniger Ausländer im Land……….?
    Wetten, dass mindestens die Hälfte davon sich rechtzeitig als „Blinde Passagiere“ gleichfalls aus dem Staub machen würde, falls es dahin käme, an einem warmen Sommertag…..

  4. andres sagt:

    Wir erleben durchaus überall in Europa, einschließlich der Türkei eine Zunahme kutureller Einförmigkeit und Rückbesinnung auf eigene kulturelle Traditionen.
    Es geht darum sich aufgehoben zu fühlen und die Unsicherheit der multikulturellen, heimatlosen und nichtdefinierbaren Gesellschaft abzuschütteln.
    Als das sollte man das Problem auch betrachten, denn da sind sich Deutsche und Muslime in ihrer Grundhaltung nämlich durchaus ähnlich.
    Ist eben bloß die Frage was einen verbindet, denn noch suchen alle nach der geborgenen Heimat, welche kulturelle Art diese auch haben mag.

  5. Caspar sagt:

    Mich stört die Zahl 7 Millionen. Warum? Weil es den besagten 40% ziemlich egal ist ob es sich um Immigranten mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit handelt. Die Ablehnung ist also prinzipiell.

    Vielmehr sollte berücksichtigt werden, dass es in D 15 Millionen Bürger mit MIgrationshintergund gibt. So hätte auch die Rechnung des Buchs ausfallen müssen.

  6. Beobachter sagt:

    Gucken die Deutschen alle wirklich so freundlich wie auf dem Bild, wenn die Ausländer weg sind?? Ja?? Ist das so ??

  7. posteo sagt:

    Ich habe eine Rezension dieses Buchs gelesen. Was die Autoren ignorieren, ist, dass die Ausländer keine bedürfnislosen Heinzelmännchen sind, sondern selbst ja auch Konsumgüter und Dienstleistungen benötigen.
    Der volkswirtschaftliche Ertrag der Ausländer (also nur der Einwohner mit ausländischem Pass) wurde folgendermaßen beziffert: Die 9% Ausländer erwirtschaften 8% des BIP. Vorausgesetzt, die Angaben stimmen, liegt ihr Ertrag leichtgradig unter dem Bundesdurchschnitt.