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TV-Tipps des Tages

15.12.2011 – Rassismus, Afghanistan, Nazi, Jerusalem, Religionsunterricht

TV-Tipps des Tages sind: Ideengeschichte des Rassismus - Wissen und mehr; Lexi TV - Wissen für alle: Auslandseinsatz - Weihnachten am Hindukusch; Die jungen Löwen; Die geteilte Klasse; Jerusalem - Die heilige Stadt: Ein Beitrag zum Religions- und Ethik-Unterricht ab der 8. Jahrgangsstufe

Von Donnerstag, 15.12.2011, 8:18 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 15.12.2011, 13:54 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |   Drucken

Ideengeschichte des Rassismus – Wissen und mehr
„Lebensraum und Herrenrasse“ – die NS-Rassenlehre – Rassismus arbeitet mit reduktionistischen Welterklärungen. Komplizierte Zusammenhänge werden simplifiziert, in dualistische „Wahrheiten“ überführt.

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Diese Denk- und Handlungsmuster herauszuarbeiten ist das Ziel der vierteiligen Reihe „Ideengeschichte des Rassismus“. 10:00-10:15 • HR

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Lexi TV – Wissen für alle
Auslandseinsatz – Weihnachten am Hindukusch – Afghanistan verbindet man meist mit Krieg und einem langen Konflikt. Wie gehen die Soldaten am Hindukusch in der Weihnachtszeit mit dieser Situation um und wie arrangieren sich die Angehörigen mit der tödlichen Gefahr im Krisengebiet?

Afghanistan verbindet man meist mit Krieg und einem langen Konflikt. Taucht das Land in den Nachrichten auf, dann geht es oft um Selbstmordanschläge auf ausländische Soldaten. Auch die Bundeswehr ist mit einer großen Anzahl von Soldaten im Vielvölkerstaat am Hindukusch-Gebirge vertreten. Gerade vor dem Weihnachtsfest fällt die Trennung von Familie und Freunden besonders schwer. Wie gehen die Soldaten mit dieser Situation um und wie arrangieren sich die Angehörigen mit der tödlichen Gefahr im Krisengebiet? „LexiTV“ beleuchtet ein heftig diskutiertes Thema und zeigt die persönliche Sicht der betroffenen Familien. 14:30-15:28 • MDR Sachsen

Die jungen Löwen
Kriegsfilm – Der Film beleuchtet aus zwei grundverschiedenen Blickwinkeln das Schicksal dreier Soldaten im 2. Weltkrieg: Auf der einen Seite werden zwei junge Amerikaner, die ihren Dienst im Krieg zunächst nur widerwillig ausführen, durch die politische Lage zu Kriegssympathisanten. Auf der anderen Seite ist ein junger, zu Beginn sehr engagierter Nazi bald seines erbarmungslosen Kampfes überdrüssig. 20:15-23:35 • DAS VIERTE

Die geteilte Klasse
Dokumentation – Film von Andrzej Klamt – Die Geschichte einer Schulklasse im polnischen Bytom in Schlesien, früher Beuthen, in den siebziger Jahren: Die Hälfte der Schüler wandert nach Deutschland aus, die anderen bleiben in Polen.

Der Filmemacher Andrzej Klamt macht sich in Deutschland und in Polen auf die Suche nach seinen ehemaligen Klassenkameraden und findet sehr unterschiedliche Lebensläufe.

„Die geteilte Klasse“ behandelt ein in der deutschen wie der polnischen Öffentlichkeit bisher wenig beachtetes Thema: Die Integration der „Spätaussiedler“ (Deutschstämmige aus Polen) in der Bundesrepublik Deutschland.

Es ist die Geschichte von unzähligen Neubürgern der BRD, die nicht so berühmt wurden wie Miroslav Klose oder Lukas Podolski, obwohl sie eine ähnliche Vorgeschichte haben. Die Schüler aus der „geteilten Klasse“ stehen für die Schicksale von Hunderttausenden deutscher Herkunft aus Osteuropa, die in den 70er und 80er Jahren in die Bundesrepublik eingewandert sind. Diese bis heute weitgehend „schweigende“ Minderheit erzählt in dem sehr persönlichen Film die Geschichte ihrer Kindheit im kommunistischen Polen, ihrer Ausreise in den „goldenen Westen“ und der ersten, schweren Jahre dort. Heute sind die meisten von ihnen angekommen.

Doch wie leben diese Einwanderer – und wie hat das Leben sie geformt? Und was ist aus den in Polen Gebliebenen geworden? Sind sie neidisch auf die, die nach Deutschland gezogen sind? Der Film erzählt von der Heimat, vom Bleiben, vom Weggehen und vom Ankommen. 23:00-23:45 • RBB Berlin

Jerusalem – Die heilige Stadt
Ein Beitrag zum Religions- und Ethik-Unterricht ab der 8. Jahrgangsstufe Wohl kaum eine Stadt auf der Welt hat eine so wechselhafte und dramatische Geschichte erlebt wie Jerusalem. „Die Heilige Stadt“ ist ein Kreuzpunkt der drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam.

Filmautor Andreas Poteschil zeigt die unterschiedlichen Glaubenswelten, die in Jerusalem aufeinanderprallen.

Im Film erklärt ein junger amerikanischer Rabbi, welche Bedeutung sein Glaube für ihn hat und eine junge Muslima beschreibt ihre Hoffnungen im Alltag der Stadt.

Da das Kloster St. Anna des Ordens der „Weißen Väter“ im arabischen Teil der Stadt liegt, ist es für Pater Thomas Meyer selbstverständlich, auch arabisch sprechen zu können und seine muslimische Nachbarschaft nach Kräften zu unterstützen. Deshalb ist der engagierte Mönch im arabischen Viertel auch immer willkommen. Denn statt einem „Clash of the Cultures“, einem Kampf der Kulturen, so Pater Meyer, ist im 21. Jahrhundert Zusammenarbeit erforderlich, gerade in Jerusalem. 06:45-07:00 • BR

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MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. Sinan A. sagt:

    Zapp-Bericht über die Brandserie in Völklingen/Saarland
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/rechtsextremismus159.html

    Hintergrund mit noch mehr Fakten in der FAZ
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/brandserie-in-voelklingen-elf-sonderbare-braende-11557447.html

    Elf Brandanschläge auf Einwanderer gab es zwischen 2006 und 2011 in dem Ort. Davon 3 in einer Nacht innerhalb von Minuten. Trotzdem schloss die Staatsanwaltschaft ein fremdenfeindliches Motiv aus. Ermittelt wurde intensiv bei den Opfern. Die Polizei überprüfte Konten und hörte Telefone ab, ohne Ergebnis. Die Täter sind bis heute nicht gefasst. Im November 2011 lag dann eine der Pink-Panther-DVDs bei der Moscheegemeinde im Briefkasten. Inzwischen gilt ein rechtsextremer Hintergrund als wahrscheinlich. Ohne die Recherche eines Lokalreporters hätten wir nie davon erfahren.

  2. H.Germann sagt:

    @Sinan A.

    FAKTEN habe eine spez. Eigenschaft, sie fußen
    auf BEWEISEN. Ansonsten bleibt es beim Verdacht,
    Vermutung, die durch Ermittlungen geklärt werden.

    So funktioniert das in einem Rechtsstaat.

    Wenn sich der Verdacht,die Vermutugen als bewiesene FAKTEN
    erweisen, reden wir weiter.

    Vorher nicht, denn das wäre Propaganda.

  3. Optimist sagt:

    @ H.Germann

    Was ist hier nicht fakt?
    „Elf Brandanschläge auf Einwanderer gab es zwischen 2006 und 2011 in dem Ort. Davon 3 in einer Nacht innerhalb von Minuten. „… ist das nicht Fakt?

    Die Tatsache, daß es ausschließlich Ausländer betraf und das zugestellte berühmte PP-Bekennervideo lässen also keine Rückschlüsse auf den Tathintergrund zu? Daß es ausschließlich Ausländer betraf, lässt NICHT auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund schließen? Wenn das die Annahme ist, ist es Propaganda?

    Kann ich aus Ihrer „Verstreuungstaktik“ entnehmen, daß es eher die „dauerschuldigen“ Ausländer selber gewesen sein könnten, die gegenseitig ihre Bekannten und Nachbarn in Brand setzten, weil Ausländer ja „generell krimineller“ als Deutsche sind, oder wie jetzt? Wahrscheinlich haben die Opfer (=Täter) sich dann mit der NSU zusammen gesetzt und ihnen geraten, das Video gezielt an sie und weitere Organisationen zu versenden, damit die Polizei auf eine falsche Fährte gelockt wird und die NSU sich damit rühmen kann. Klingt aus Ihrer Sicht wahrscheinlich logischer, nicht wahr? Oder waren es letzlich sogar ein paar linksextreme Punks, alles ist möglich, oder?

  4. Sinan A. sagt:

    Propaganda, Fakten, Beweise.

    Das sind in der Tat die Stichwörter. Was Kriminalbeamte der Öffentlichkeit servieren, grenzt an Propaganda. Regelmäßig wird das Motiv Fremdenfeindlichkeit schnell ausgeschlossen, obwohl keine anderen Fakten vorliegen. Die Beamten agieren wie PR-Vertreter des Staates. Sie stellen die Aussagen der Opfer – in ihren Augen Fremde – in Frage und sammeln belastendes Material. Nach rechts wird abgewiegelt. Keine Anhaltspunkte. Wie auch, wenn man nicht danach sucht. So ist es kein Wunder, dass viele Anschläge, bei denen ein fremdenfeindliches Motiv denkbar wäre, am Ende unaufgeklärt bleiben. Wie 2008 in Ludwigshafen, als neun türkischstämmige Bewohner nach einem Brand zu Tode kamen.

    Die Beamten agieren im wahrsten Sinne des Wortes als Bundesanwälte. Sie verteidigen das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland. Das ist ihr Antrieb. Diese Leute sind weder objektiv noch glaubwürdig.

  5. Optimist sagt:

    Ja 2008, kann ich mich noch an die Nachrichten erinnern, wurde erwähnt und im selben Atemzug hieß es, man könne einen fremdenfeindlichen Hintergrund ausschließen. Danach hörte man nix mehr davon.

    Eigentlich hatte ich nüchtern darauf reagiert, weil es nicht das 1. mal war, daß spezielle Häuser brannten, aber daß SOFORT ein rechter Hintergrund in den Medien durchweg unbegründet ausgeschlossen wurde, zeigte dann doch ne neue Qualität.

    Mich würde mal dringend interessieren, wie viele bekannte Brandanschläge es insgesamt seit der Wiedervereinigung in Deutschland gegeben hat, inklusive Asylantenheime usw, also wirklich alle. Hat da jmd was?

  6. Sinan A. sagt:

    Optimist,
    ich vermute, da gibt es keine Statistik, obwohl Brandanschläge auf Wohnhäuser meiner Meinung nach zu den gravierendsten Verbrechen überhaupt zählen. Aber oft gehen sie glimpflich aus, oder die Beamten können den Täter nicht ermitteln. Vor allem sind die Betroffenen alle völlig verschieden, nicht untereinander vernetzt, und sie verlassen sich auf die Einschätzungen der Polizei. An die Öffentlichkeit kommt so nur, was Behörden und Journalisten vermelden.