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Statistik

Knapp die Hälfte aller Großstadtkinder mit Migrationserfahrung

In Großstädten leben mehr als 46 Prozent der Kinder in Familien mit Migrationshintergrund, in Gemeindem mit weniger als 5 000 Einwohnern knapp 13 Prozent. Böhmer fordert stärkere Förderung.

Montag, 26.09.2011, 8:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 30.09.2011, 3:58 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Im Jahr 2010 lebten rund 31 Prozent der minderjährigen, ledigen Kinder in Deutschland in einer Familie mit Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, stammte in Großstädten mit mehr als 500 000 Einwohnern sogar fast jedes zweite minderjährige Kind (46 Prozent) aus einer Familie mit Migrationshintergrund. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus.

In Gemeinden mit weniger als 5 000 Einwohnern kamen 2010 dagegen nur knapp 13 Prozent der minderjährigen Kinder aus einer Migrationsfamilie.

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Rückgang in absoluten Zahlen
Seit 2005 ist die absolute Zahl der Kinder in Migrationsfamilien jedoch leicht zurückgegangen. 2005 stammten von den insgesamt 14,4 Millionen minderjährigen Kindern in Deutschland rund 4,1 Millionen minderjährige Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Demgegenüber lebten im Jahr 2010 von allen 13,1 Millionen minderjährigen Kindern in Deutschland gut 4,0 Millionen Kinder in Migrationsfamilien.

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Für die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), ist Integration deshalb die „zentrale Zukunftsaufgabe“. Junge Migranten müssten noch stärker gefördert werden, sagte Böhmer und ergänzte: „Wegen der wachsenden Vielfalt brauchen wir mehr Erzieherinnen und Lehrkräfte mit Migrationshintergrund“. Zudem forderte Böhmer die Länder auf, die Lehrkräfte in der Aus- und Fortbildung intensiver auf den steigenden Anteil der Migrantenkinder in den Klassen vorzubereiten.

Zu den Familien mit Migrationshintergrund zählen alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein Elternteil eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung oder – wie im Fall der Spätaussiedler – durch einbürgerungsgleiche Maßnahmen erhalten hat. (sb)

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