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Türkische Presse Europa

31.03.2010 – Türkei, Türkische Schulen, Islamkonferenz

Die Europaausgaben türkischer Zeitungen beschäftigen sich weiterhin mit der Türkei-Reise der Bundeskanzlerin und der Debatte um türkische Gymnasien in Deutschland. Darüberhinaus kritisiert Aiman Mazyek (ZMD) einerseits die Konzeption der Islamkonferenz als solches und andererseits die "Untertanenmentalität" einiger Verbandsfunktionäre.

Donnerstag, 01.04.2010, 8:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25.08.2010, 0:18 Uhr Lesedauer: 5 Minuten  |   Drucken

Trittin: Türkei auf Augenhöhe behandeln
Der Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin habe die Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, die Türkei auf Augenhöhe zu behandeln. „Die Türkei ist auf Europa angewiesen, und wir sind als Deutsche und Europäer genauso auf die Türkei angewiesen“, habe Trittin gesagt, berichten die TÜRKIYE, SABAH und MILLIYET.

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Schröder: „Wir brauchen in unserem Land mehr deutsch-türkische Schulen“
Im Streit um türkische Gymnasien in Deutschland hat sich Altkanzler Gerhard Schröder zu Wort gemeldet. Er rügt die Position der Kanzlerin Angela Merkel, lobt dagegen ausdrücklich Premier Erdogan und spricht sich für mehr deutsch-türkische Schulen aus. Der türkische Ministerpräsident Erdogan habe einen guten Vorschlag gemacht. „Wir brauchen in unserem Land mehr deutsch-türkische Schulen, denn das hilft nicht nur bei der Integration, sondern es bringt unserem Land auch ein Stück mehr Internationalität“, zitiert ihn die HÜRRIYET. Auch mehr türkischstämmige Lehrerinnen und Lehrer sollten an deutschen Schulen beschäftigt werden. Wenn Kinder mit Migrationshintergrund nicht deutsch sprechen, müsse man fragen, ob das nicht auch an Defiziten im deutschen Schulsystem liege, meinte Schröder.

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„Deutsch-türkische Schulen können helfen, diese Defizite zu überwinden. Und wenn Kinder sowohl deutsch als auch türkisch perfekt sprechen, dann ist das gut, denn die Türkei ist für uns politisch, kulturell und wirtschaftlich ein wichtiger Partner“, führte er aus.

Deutsche Auslandsschulen
Die ZAMAN veröffentlicht in diesem Zusammenhang ein Dossier über deutsche Schulen im Ausland. Deutschland unterhalte insgesamt 413 Schulen außerhal Deutschlands, in denen ausschließlich in deutscher Sprache unterrichtet werde. In der Türkei bestünden vier solcher Schulen. Hinzu kämen 38 Schulen, die in Zusammenarbeit mit dem türkischen Bildungsministerium getragen würden. Unter den Absolventen deutscher Schulen in der Türkei befinden sich unter anderem der derzeitige Außenminister Prof. Dr. Ahmet Davutoglu, der türkische Ministerpräsident a.D. Mesut Yilmaz und der Schriftsteller Engin Noyan.

Erdogan fordert visumsfreie Einreise
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan habe eine visumsfreie Einreise für seine Bürger gefordert, berichten HÜRRIYET und MILLIYET. Unterstützung bekommt Erdogan von Bülent Arslan (CDU), dem Vorsitzender des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in NRW. Er forderte die Bundesregierung auf, die visumfreie Einreise der türkischen Staatsbürger umzusetzen. Arslan plädiert ferner für eine stärkere emotionale Anbindung der in Deutschland lebenden Türken (TÜRKIYE). Die Bundeskanzlerin habe sich allerdings für eine längerfristige Visavergabe für Unternehmer, Studenten und Künstler ausgesprochen. (ZAMAN)

Die Zeitungen berichten außerdem über die versöhnliche Geste der Bundeskanzlerin. Sie hatte bei ihrem Besuch eine kleine Taube aus Ton dabei, um sie dem türkischen Regierungschef Erdogan zu schenken.

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