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Studie

Junge Zuwanderer vermissen faire Bildungschancen in Deutschland

Die Bertelsmann Stiftung veröffentliche vergangene Woche die Auswertungen einer Allensbach Studie zu den Bildungschancen junger Zuwanderer – 45 Prozent fühlen sich benachteiligt und nennen mögliche Ursachen und Lösungsansätze.

Montag, 15.03.2010, 8:05 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 27.01.2020, 12:51 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Viele junge Menschen aus Zuwandererfamilien vermissen faire Bildungschancen an deutschen Schulen: 45 Prozent der 16- bis 24-Jährigen haben das Gefühl, dass Schüler mit Migrationshintergrund nicht die gleichen Chancen erhalten wie ihre deutschen Mitschüler.

Die Umfrage wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt und stützt sich auf 1.581 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung mit Migrationshintergrund ab 16 Jahren aus der Türkei, der ehemaligen Sowjetunion, dem ehemaligen, Polen, Italien, Spanien und Griechenland.

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Fast 39 Prozent der jungen Migranten machen schlechte Deutschkenntnisse für die fehlende Chancengleichheit von Schülern aus Zuwandererfamilien verantwortlich. 37 Prozent von ihnen glauben, dass die schlechteren Möglichkeiten ihre Ursache darin haben, dass die Eltern ihre Kinder bei den Hausaufgaben nicht richtig unterstützen können. „Deshalb müssen die Schulen künftig eine noch stärkere Rolle bei der Integration spielen und größere Verantwortung für die individuelle Förderung der Kinder aus Zuwandererfamilien übernehmen“, so Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung.

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Weitere Studien, Statistiken und Um- fragen rund um Integration und Migration von Zuwanderern und Minderheiten in Deutschland gibt es im MiGAZIN Dossier: Studien.

Einen wichtigen Grund für die Chancenungleichheit sehen die Befragten auch darin, dass sich die Eltern von Zuwandererfamilien häufig keine Nachhilfe leisten können. Ein Großteil der Befragten glaubt, dass Schüler mit Migrationshintergrund bessere Chancen hätten, wenn sie länger zusammen lernen würden: Über 58 Prozent halten es für besser, wenn zukünftig erst nach der sechsten oder neunten Klasse entschieden wird, auf welche Schule ein Schüler kommt. Nur knapp 21 Prozent sprechen sich für eine Trennung der Schüler nach der vierten Klasse aus.

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