Schalke Hymne

Der Prophet hätte gelächelt

Der Gelsenkirchener Traditionsklub Schalke 04 gerät wegen seines Vereinsliedes „Blau und Weiß wie lieb ich dich“ in die Kritik. In den letzten Tagen habe der Fußball-Bundesligist hunderte Protestbriefe und E-Mails erhalten, nachdem die türkischen Medien über das 1924 entstandene Lied nüchtern berichteten. Das Vereinslied enthalte in seiner ersten Fassung aus dem Jahr 1924 noch nicht die beanstandete Passage. Erst 1959 habe der Musiker Hans J. König eine neue Version gedichtet.

Von Bekir Altas Mittwoch, 05.08.2009, 9:33 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05.09.2010, 22:50 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

In der dritten Strophe der Hymne, die auch heute vor jedem Heimspiel von den Fans begeistert gesungen wird, heißt es: „Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht.“

Nachdem das Thema im Internet in diversen Foren hochgekocht wurde, seien bei der Geschäftsstelle in Gelsenkirchen nun wüste Beschimpfungen eingegangen, berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Vereinsfunktionäre. In hunderten Mails werde die Streichung der angeblich islamfeindlichen Passagen aus dem Vereinslied gefordert. „Ihr verdammten Hurensöhne werdet euer beschissenes Lied sofort ändern! Was hat unser Prophet mit eurem ungläubigen Lied zu tun? Löscht diesen Teil oder ihr müsst die Konsequenzen tragen.“ So in etwa klingen die massiven Drohungen einer angeblich aufgebrachten Internet-Community. Fromme Menschen bringen ihren Unmut freilich anders zur Sprache!

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Ja, es mag vielleicht sein, dass der eine oder andere diesen Vers geschmacklos findet. Und tatsächlich bleibt der Zusammenhang zwischen dem Propheten Mohammed und einem Fußballverein verschlossen. Auch weiß man nicht, wieso der Prophet die Farben Weiß und Blau ausgewählt haben soll. Doch die Reaktion um eine Zeile, die durchaus auch als Lobrede für den Propheten verstanden werden kann, macht sprachlos. Die in Brandbriefen gipfelnden Proteste überbieten sich in Taktlosigkeit und stellen die Muslime generell ins falsche Licht. Was machen wir falsch, dass unsere Jugend derartig ausschweift?

Die Frage stelle ich mir aber auch, wenn ich etwa die Stellungnahme von Aiman Mazyek, dem Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, lese. Er habe Verständnis für die Sorgen der muslimischen Community, „gerade nach dem schrecklichen Mordfall von Dresden“, habe er vorgebracht. „Eine dickere Kanone gegen Schalker Singvögel ist kaum vorstellbar“, kommentiert Tobias Kaufmann zutreffend. Der islamfeindliche Mord an eine muslimische Frau hat nun wirklich nichts mit dem Vereinslied des Reviervereins zu tun. Dadurch relativiert Mazyek nicht zuletzt den Mord in Dresden und zieht die ganzen Bemühungen um die Bewusstseinsbildung für die Islamophobie ins lächerliche.

Ich habe einen Imam bei der nächsten Moscheegemeinde nach seiner Meinung gefragt, der bis dato nichts von der weltlichen Diskussion mitbekommen hatte. Als ich ihm die Thematik auftrug, lachte er, schaute mich an und sagte, es sei ja gut, dass ein Stadion voll Menschen aus einem Munde ‚Mohammed war ein Prophet‘ singen; und dass er keine Ahnung von Fußball hatte, stimme schließlich auch: „Er war ja kein Fußballer“. Der Prophet hätte gelächelt, ist er sich sicher. Nur bei der Farbenauswahl schaut er nachdenklich und meint, dass der Prophet sich für die Farben von Werder Bremen entschieden hat – grün und weiß.

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  1. Markus Hill sagt:

    Leider wird Ihr Beitrag nicht in der BILD berücksichtigt. Mir wurden schon Mails mit einem Link zu Schalke zugesendet. Bei einem stand schon oben der Vermerk „..noch mehr Wasser auf die Mühlen…“ (gegen Islam etc.). Die Stimmung ist gereizt. Diese Form von Gelassenheit und Versöhnlichkeit bei solchen Themen vermisst man häufig der Pressedebatte. Keine Katastophe, manchmal aber „unschön“. Zum Glück: Meinungsstreit ist ja nicht gleichzusetzen mit „Meinungskrieg“.:-)

  2. Teleprompter sagt:

    „Die in Brandbriefen gipfelnden Proteste überbieten sich in Taktlosigkeit und stellen die Muslime generell ins falsche Licht.“

    Ist es denn ein falsches Licht? Immerhin entspricht es GENAU der Art und Weise, wie der Islam WELTWEIT mit Kritik und abweichenden Meinungen umgeht.

    • BiKer sagt:

      unglaublich! unglaublich dreist wie sie hier gegen muslime weltweit poltern wegen hunderten von protestbriefen in deutschland. ich bringen ihnen mal das vorurteil-1×1 bei.

      man nehme die zahl derer, die sich daneben benommen haben. in diesem fall hunderte. nehmen wir das max von 999 briefen. sonst wären es ja tausende ;)

      nun nehme man die zahl der in dem land lebenden menschen, die mit den tätern kategorisiert werden kann. da es sich in diesem fall um muslime geht, nehmen wir die zahl von vier millionen.

      anschließend teilen wir die zahl der täter (999) durch die zahl aller in der kategorie (4 000 000) und multipliziert es mit 100. in unserem fall haben max 0,02 prozent aller muslime in deutschland deneben benommen. tolle grundlage um auf die muslime weltweit zu schließen und diese zu verunglimpfen. sind sie üblicherweise pi leser?

      • Teleprompter sagt:

        „tolle grundlage um auf die muslime weltweit zu schließen und diese zu verunglimpfen. sind sie üblicherweise pi leser?“

        Irrtum, ich habe nicht von der Schalke-Geschichte auf die Muslime weltweit geschlossen, sondern ich habe die Schalke-Geschichte vor den Hintergrund der islamischen Normen gestellt, wie sie sich weltweit, das heißt natürlich vor allem in Ländern mit islamischer Mehrheit, zeigen. Und da passt die Geschichte nun mal voll ins Bild. Woraus sich die logische Frage ergibt, was in Deutschland los sein wird, wenn aus den 4 Mio eines Tages mal 8 oder 16 Mio geworden sein werden. Voraussichtlich wird man sich von islamischer Seite dann nicht mehr mit irgendwelchem Schalke-Schnickschnack aufhalten. Dann gehts ans Eingemachte.

        PI? Brauch ich nicht […].

        • BiKer sagt:

          irrtum. wenn aus den vier millionen muslimen 8 oder 16 werden greift auch dann das vorurteil-1×1. und selbst wenn wir irgendwann 32 millionen muslime in deutschland haben wird der prozentuale anteil derer, die sich daneben benehmen, nicht verändern. es bleibt bei 0,02 prozent. ihre logik dient nur dazu stimmung gegen muslime zu erzeugen und angst zu verbreiten, die vollkommen unbegründet ist. und bevor sie sich über die muslimische welt auslassen, sollte sie mal in erfahrung bringen, wie viele muslime weltweit leben und das vorurteil-1×1 auch auf die übertragen. sie werden feststellen, dass nach dem null ein komma folgt und dann wieder eine null. sorry, dass ich sie als pi-leser einschätze aber das was sie machen, machen die dort täglich. einzelfälle auf alle übertragen.

          • Bei 32 Millionen und 999 Briefen wurde sich die Zahl derer, „die sich daneben benehmen“ sogar reduzieren. Nämlich auf 0.003.
            Aber selbst wenn die Zahl sich auf 0,3 erhöhen würde, solange es Menschen wie Sie gibt, mache ich mir da keine Sorgen ;-)

    • Daniel S. Lee sagt:

      Ich kenne ja den religiösen Hintergrund von Herrn Altas (dem Autor dieses tollen Kommentars) nicht, aber warum fällt es so schwer anzunehmen, dass sein Kommentar der Meinung der Mehrheit der Muslime entspricht, während, wie BiKer so schön ausgeführt hat, das Gezetere eher von einer Minderheit stammt, die von den Medien in den Vordergrund gerückt wird?

      • Teleprompter sagt:

        „Ich kenne ja den religiösen Hintergrund von Herrn Altas (dem Autor dieses tollen Kommentars) nicht, aber warum fällt es so schwer anzunehmen, dass sein Kommentar der Meinung der Mehrheit der Muslime entspricht, während, wie BiKer so schön ausgeführt hat, das Gezetere eher von einer Minderheit stammt, die von den Medien in den Vordergrund gerückt wird?“

        Es fällt schwer (mir jedenfalls), weil der Islam sich dort, wo er die Macht hat, nicht so präsentiert.

        Fakt ist, dass nach islamischen Quellen (!!!) Mohammed persönlich in mehreren Fällen Personen hat umbringen lassen, die Spottgedichte auf ihn verfasst haben. Vor diesem Hintergrund muss man die Geschichte sehen. Alles andere ist nach meiner Auffassung Selbstbetrug.

        • BiKer sagt:

          erneut die typische pi-logik. mohammed hat dies und jenes gemacht und weil muslime seine lebensweise nachahmen, sind sie genauso. keine geschichtlichen hintergründe, keine näheren umstände, kein hinweis, dass kriegszeit war, die aber auf unser zeitalter überhaupt nicht passen und deshalb muslime sehr wohl zu unterscheiden wissen, dass man die islamischen grundsätze im lichte der zeit auslegen muss und den historischen kontext nicht außen vor lassen darf und daher ganz sicher nichts übertragen werden, die nicht übertragbar sind. sie haben schlicht falsche vorstellungen und verbreiten halbwissen ohne mit der wimper zu zucken. sie verunglimpfen muslime pauschal und auf eine unglaubliche art und weise. ihr verweis auf muslimische länder, die sich wie auch immer präsentieren ist hohn und zeigt nur ihr halbwissen. http://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_der_Islamischen_Konferenz schauen sie sich zahl der islamischen länder mal an! ihrer pi-horrorgeschichte konzentrieren sich doch auf einzelne länder und dort auch wieder auf einzelne.

          ich empfehle ihnen – sofern sie überhaupt interesse haben – mal zu recherchieren, wie viele muslimische länder ein nichtmuslimisches land angegriffen haben und umgekehrt.

          • Teleprompter sagt:

            „wie viele muslimische länder ein nichtmuslimisches land angegriffen haben“

            Also Nummer eins war der Angriff des islamischen Medinas auf das nichtislamische Mekka. Trotz Friedensvertrag.

            • BiKer sagt:

              :) eine typisch ausweichende antwort auf meine frage. ich fragte wie viele es sind und nicht, welches vermeintlich das erste war :) es ist schon erstaunlich, wie sie sich versuchen rauszuquengeln. anders ist ihre antwort nicht zu beschreiben.

              • Teleprompter sagt:

                Die Moslems haben so lange nichtislamische Länder angegriffen, bis sie eins auf die Mütze bekommen haben. Reicht Ihnen das? Das Nachzählen überlasse ich Ihnen.

                • BiKer sagt:

                  :) gehen sie lieber wieder zu pi. dort finden sie abnehmer für ihre sprüche. ihre aussage inpliziert, dass islamische länder sich nicht trauen und sich nur deshalb zurückhalten weil sie schwächer sind. macht das aber die kriege nichtmuslimischer staaten gegen islamische besser. der stärkere greift die schwächeren an? unglaublich banal :)

                  • Teleprompter sagt:

                    Wollen Sie mir weismachen, die islamischen Länder würden sich bei umgekehrtem Kräfteverhältnis in frommer Zurückhaltung üben? Das glauben Sie doch selber nicht. Man sieht es übrigens in den afrikanischen Ländern, die an islamischen Machtbereich angrenzen. Dort wird der Islam mit den den brutalsten Mitteln verbreitet. Warum? Weil dort die Moslems die Stärkeren sind.

                  • Johanna sagt:

                    >gehen sie lieber wieder zu pi.<

                    Meinen Sie, Jeder müsste sich erst bei PI informieren?

                    Weit gefehlt!

                    • Markus Hill sagt:

                      Natürlich müssen Sie nicht. Es verbietet Ihnen niemand. Genauso wie Spiegel, Focus, Stern, FAZ, DIE WELT, TAZ, Konkret, Rote Fahne, Jungle World und Junge Freiheit gelesen werden können. Wenn Sie sich viele Quellen heraussuchen, bekommen Sie da nach und nach eine interessante Landkarte über ein Wissensgebiet.:-) (Verhilft auch manchmal dazu, dass man die verschiedenen Facetten und Interessen von Gruppen sieht. Das ist ebenso informativ, wie etwas zu lesen über die Betrachtung von geschichtlichen Vorgängen durch einen türkischen „Nationalisten“. Jeder hat halt seine eigenen Brille. Menschlich.:-)

      • Markus Hill sagt:

        Das sehe ich genauso. BIKER hat bestimmt recht damit, auf die %-Anzahl sachlich hinzuweisen. Ob er und Herr Altas da stellvertretend sind, ähnlich meinen türkischen Freunden und Bekannten – ich bin da unschlüssig. Ich höre es oft, höre es aber auch wieder von Leuten, die ich eher als „differenzierend“ oder „aufgeklärt“ wahrnehme. Nur – ist das noch der eigentliche Islam oder eine neue Ausprägung von Islam? Ein türkischer Freund sagte mir einmal, dass sogar bestimmte Leute in Saudi-Arabien die Türken eher als „Heiden“ betrachten, da diese den Islam anders leben als im „strengeren“ Saudi-Arabien“. Es wäre schön, wenn es diese Form von Islam geben würde (eine bekannte bosnische Muslima habe ich auch so wahrgenommen). Mein Verdacht ist aber, dass es noch einen grossen Anteil gibt, die anderer Auffassung bei der Auslegung des Islam sind. Die wird man vielleicht weniger in solchen Foren wie hier treffen.

  3. Pingback: Deutsche Presse vom 05.08.2009 – Schalke, Alkohol, SPD, Türkei, Schreiber, Kurden | MiGAZIN

  4. emire sagt:

    Allein der Überfall der Deutschen Wehrmacht in Rußland hat mehr tote gekostet als jegliche Muselmanen Krieg je Fabriziert hätte.
    Es wäre ab und zu besser in den Spiegel zuschauen bzw,in die Geschichtsbücher bevor sie PI gejammer und gezeter von Stapel lassen.

    • Johanna sagt:

      Hier wird ja relativiert, was das Zeug hält!

      Nur ja keine Fehler eingestehen.

      • Gecko sagt:

        Das ist die typische Masche der Islam- bzw. Muslimkritiker, obwohl die Grenzen der Kritik auch mal gerne überschritten werden. Sie denken stets, dass sie das Kritikmonopol hätten. Sie dürfen die Muslime und deren Religion stets kritisieren und dürfen selber aber nicht kritisiert werden und falls das doch der Fall sein sollte, dann werfen sie einfach den Muslimen vor, nicht kritikfähig zu sein. Dabei sind sie diejenigen, die keine Kritik einstecken können.

  5. GuntherG sagt:

    @emire,@biker,

    soso,
    sie beide haben also den alleinigen Wahrheitsanspruch und jeder der anderer Meinung ist, ist also ein PI-Leser(?was ist das) oder wahrscheinlicher natürlich ein Nazi.
    Etwas mehr gelassenheit ohne gleich jemanden in eine Ecke zu drängen, wäre übrigens in jeder diskussion wünschenswert.
    Und übrigens bin ich weder PI-Leser, Nazi oder ähnliches.

  6. Kosmopolit sagt:

    Es ist nur schade, dass diejenigen mit türkisch/islamischen Hintergrund doch glatt vergessen haben, mit welchen Mittel der Islam von 750- 1500 n.Chr. durch die Landen gefegt ist ( Mittelmeerraum, Kleinasien usw. ). Aber war ja doch in Ordnung, weil es im Auftrag des Religionsgründer geschah.
    Über diesen Zeitraum kommen doch auch viele Opfer zusammen, nicht wahr @emire,@biker,
    Es gibt Länder, wo die Geschichtsschreibung getürkt ist.

    • BiKer sagt:

      was getürkt bedeutet, lieber kosmopolit, können sie hier http://www.jurblog.de/2006/04/30/getuerkt/ nachlesen.

      und was in den von ihnen bezeichneten zeitraum war, beschreibt roger crowley – kein muslimischer oder türkischer hostoriker – in seinem buch „konstantinopel 1453 die letzte schlacht“ folgendermaßen, nachdem fatih sultan mehmet istanbul erobert hat. zunächst beschreibt der autor das gemetzel in allen seinen formen um anschließend folgendes auszuführen – ich mache mir die mühe und schreibe es kurz ab:

      „dass es an diesem tag [eroberung] zu schauerlichen szenen und einem grauenhaften gemetzel gekommen war, hatte nichts mit dem islam im besonderen zu tun. es war die zu erwartende reaktion einer mittelalterlichen armee, die eine stadt durch einen sturmangriff erobert hatte. in der geschichte von byzanz lassen sich viele ähnliche ereignisse finden, die nur zufällig einen religiösen hintergrund hatten. das gemetzel war nicht schlimmer als die plünderung der sarazenen-stadt candia auf kreta 961 durch die byzantiner, als nicephorus phocas … die kontrolle über sein heer verlor, das drei tage lang erbarmungslos wütete; es war auch nicht schlimmer als die plünderung konstantinopels durch die kreuzritter 1204 und verlief disziplinierter als jener ausbruch von fremdenhass, der 1183 erfolgt war, als die byzantiner fast alle lateiner in der stadt niedermachten: „frauen und kinder, alte und gebrechliche, selbst die kranken“.“ (s. 235)

      tun sie sich selber einen gefallen und kaufen sie das buch http://www.amazon.de/Konstantinopel-1453-Die-letzte-Schlacht/dp/380622191X bevor sie solchen unsinn voller halbwahrheiten verbreiten. es ist spannend, lehrreich und hilft, falschwissen abzubauen. schrecklich ihre art.

      • GuntherG sagt:

        @biker

        Ich finde Ihre Art leider auch schrecklich, da sie die kommentatoren hier persönlich angehen.
        Sachlichkeit ist hier von Vorteil.
        Es bringt auch überhaupt nichts in der Geschichte zu kramen, denn dort lässt sich für jede Seite eine Rechtfertigung finden.
        Auch der immer wieder vorgebrachte Punkt der Kreuzzüge ist vollkommen ausgetreten.
        Es geht um die Gegenwart. Und nur da liegen die Probleme.

    • Ich muss darum bitten, wieder zurück zum Thema zu kommen. Geschichtliche Überlieferungen und Darstellungen haben wohl kaum etwas mit der Schalke-Hymne zu tun. Diskussionen, die dermaßen von der Thematik ausschweifen, führen allenfalls in eine Sackgasse. Ich bitte um Verständnis.

      • Markus Hill sagt:

        Danke. Ich finde es nicht schlimm, wenn da auch einmal „abschweifende“ Gedanken stehen. Zumindest versteht man auch die Gedankenwelt des Gegenübers. Was ich nicht verstehe ist die ständige persönliche Beschimpfung von Teilnehmern hier in den Diskussionen. Es gleicht eher einer intellektuellen Kapitulalitionserklärung (wenn die Argumente nicht mehr reichen, wird man persönlich), wenn Leute zum Beispiel in irgendeine politische Ecke gedrängt werden. Das auf alles Seiten bezogen. Wenn mir jemand von einer türkischen Partei oder Richtung, die mir nicht passt, etwas schreibt, was Hand und Fuss hat (subjektiv gesehen), kann ich das akzeptieren. Ich kann dann immer noch meine Meinung begründen (als Meinung erkennbar) oder eine Seite schreiben, warum ich die Partei etc. nicht mag. Man kann durchaus auch Pauschalisierungen machen (vereinfacht), wenn sie zumindest als Pauschalisierung erkenntlich sind. Kritik an Deutschen oder deutschen Sichtweisen – auch Unsachliche – kann man hinnehmen ohne direkt von irgendwelchen „antigermanischen“ Kräften oder Verschwörungen zu reden. Diese Form von Gelassenheit von der anderen Seite wäre nett.
        KURZUM: Gut – in der Sache hart, aber im Ton verbindlich (Diskussionskultur). Wäre schön. Das schliesst ja auch nicht an und ab ein paar Spitzen aus.:-)

  7. Pingback: Die Schalke-Hymne – Der Prophet hätte gelächelt « Politically Correct

  8. Tobias sagt:

    Ich verstehe die ganz Aufregung gar nicht. In der Schalke-Hymne wird in keiner Weise etwas negatives über den Propheten gesagt. Also was soll der Terz?

    Und ich muss mich auch sehr über die ganze Diskussion hier wundern. Man kann natürlich immer gerne die Augen vor offensichtlichen Wahrheiten schließen. Aber hier eine Prozentrechnung zu erstellen, um zu beweisen, dass die Mehrheit der Muslime ganz vernünftig ist, ist ja wohl genauso absurd wie alle Muslime der Welt unter einen islamistischen Generalverdacht zu stellen.

    Religionen haben alle (und da nimmt sich der Islam nicht aus) einen Anspruch auf Unfehlbarkeit entwickelt. Selbstverständlich sind religiöse Menschen daher immer schnell beleidigt, wenn um Ihre eigene Religion geht. Und wie in allen Religionen reagieren auch im Islam etliche Gläubige vollkommen über, sobald jemand etwas „negatives“ (wenn auch nur scheinbar) über die eigene Religion sagt.
    Das der Islam momentan weltweit verstärkt mit einem Zuwachs an konservativen und gar islamistischen Strömungen zu kämpfen muss thematisiert werden und sollte nicht immer gleich als islamfeindlich abgetan werden. Und genau aus diesen Kreisen kommt ja auch die völlig überzogenen Aufregung über die Schalke-Hymne.

    Und hier mit Argumenten wie der Wehrmacht aufzuwarten, disqualifiziert für jede weitere Diskussion.

  9. Boli sagt:

    Richtig!
    Wenden wir uns den wichtigen Dingen im Leben zu.

  10. municipal sagt:

    Ausgerechnet !
    Ausgerechnet Aiman Mazyek, seines Zeichens Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, der auf seiner Internet-Seite Islam.de zuletzt den Mordanschlag an der Muslimin in Dresden auf unsägliche Weise medial hochgepuscht hat, behauptet jetzt,

    Zitat
    hinter den Protesten gegen eine angeblich islamfeindliche Passage im Schalker Vereinslied zum Teil auch rechtsextreme Urheber. Scharfmacher aus der rechten Ecke würden jede Gelegenheit nutzen, um ihre Ressentiments gegen Muslime zu schüren, sagte Mazyek im ZDF. Er nannte es klug, dass Schalke die Textpassagen („Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht“) nicht entfernt habe. Für die Protestschreiben, die tatsächlich von Muslimen stammen, bat Mazyek um Verständnis. Nach dem Mord an einer Ägypterin in Dresden lägen bei vielen Muslimen in Deutschland die Nerven blank.
    Zitat Ende
    http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Muslime-vermuten-Rechtsextreme-hinter-Schalke-Lied-Kampagne/48725

    Er „vermutet“. Ich vermute auch, das die Erde eine Scheibe ist.

    Dieser Mann schreckt wirklich vor NICHTS zurück, um seine fragwürdigen Ziele zu verfolgen.

    • Johanna sagt:

      „Dieser Mann schreckt wirklich vor NICHTS zurück, um seine fragwürdigen Ziele zu verfolgen.“

      Damit haben Sie völlig Recht.

      Nicht nur Mayzek, sondern zu viele Funktionäre dieser Organisationen vermitteln ein äußerst schlechtes Bild. Wenn sie dann noch in ihrer Heimat anders reden als in Deutschland, dann weiss man noch besser, um was für Personen es sich handelt.

      • Gecko sagt:

        Und wenn ich solche Kommentare lese, dann kann ich mir auch ungefähr vorstellen, wie solche Leute an ihren Stammtischen reden. Dass man es auch immer fertig bringt und die andere Seite als Agressor darstellt.

        • municipal sagt:

          @ Geko

          Könnten Sie nicht zumindest für einen Moment mal in Erwägung ziehen, das da etwas wahres dran sein könnte ? Oder gibt das grundsätzlich nicht.

          • Gecko sagt:

            Ok, ich gebe Ihnen teilweise Recht. Herr Mazyek hat einen Fehler gemacht. Der Mord an einer Ägypterin hat nämlich überhaupt nichts mit der Schalke-Hymne zu tun. Dass man ihm deswegen jedoch vorwirft für die Erreichung seiner fragwürdigen Ziele ??? vor nichts zurückzuschrecken, ist für nicht hinnehmbar. Denn wenn man behauptet, dass jemand fragwürdige Ziele verfolge, dann unterstellt man ihm eine Verschwörung.

            • Markus Hill sagt:

              Aus den Äusserungen von MUNIPICAL lese ich heraus, dass er die Ziele des Zentralrats der Muslime nicht als die seinigen betrachtet. Da haben ein Zentralrat und ein Schreiber in einem Blog halt unterschiedliche Zielvorstellungen. Kann man als Gegensatz doch so stehen lassen, sieht nicht nach Verschörung aus.