Polizeiliche Kriminalstatistik 2008

Weiter rückläufige Kriminalitätsentwicklung

Die Zahl der registrierten Straftaten ist weiter rückläufig. Dies zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2008, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Berlin vorstellte.

Dienstag, 16.06.2009, 6:51 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 04.09.2010, 1:24 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Insgesamt wurden 2008 mit gut 6,1 Millionen Straftaten knapp 171.000 Straftaten weniger registriert als im Vorjahr: Im Jahr 2007 waren noch knapp 6,3 Millionen Straftaten erfasst worden. Auch die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ging im vergangenen Jahr um 3,9 Prozten zurück. Es wurden insgesamt 471.067 nichtdeutsche Tatverdächtige registriert.“Erfreulicherweise hat sich die positive Entwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik der Vorjahre auch im Berichtsjahr 2008 fortgesetzt“, sagte Schäuble.

Mehr als die Hälfte der Fälle aufgeklärt
Angesichts der erreichten Erfolge würdigte Schäuble die Arbeit der Polizei. Sie habe dazu beigetragen, dass die „Bundesrepublik Deutschland nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt ist“.

___STEADY_PAYWALL___

Die Fortschritte im Kampf gegen die Kriminalität sind überzeugend: Bürgerinnen und Bürger bringen Straftaten immer häufiger zur Anzeige. Dennoch sinkt die Zahl der registrierten Fälle spürbar. Gleichzeitig lag die Aufklärungsquote 2008 mit fast 55 Prozent sehr hoch. Mehr als die Hälfte aller Straftaten wurden also aufgeklärt.

Auch Jugendkriminalität wird geringer
Als besonders erfreulich bezeichnete der Bundesinnenminister den Rückgang der Gewalttaten, die von jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 18 Jahren verübt wurden. Die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen sank der Statistik zufolge um 4,2 Prozent auf gut 266.000. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder ging geringfügig um 0,6 Prozent auf knapp 101.400 zurück.

„Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Anstieg im Bereich der Gewaltkriminalität Jugendlicher hat sich im Berichtsjahr nicht fortgesetzt“, so der Minister. Trotzdem mache ihm die anhaltende Gewaltbereitschaft vor allem unter Kindern und Jugendlichen große Sorge. Diese zeigt sich vor allem in den Städten mit Problemvierteln.

Bildung als Schlüssel
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Senator Ulrich Mäurer, wies darauf hin, dass es gerade im Bereich der Jugendkriminalität auf eine „zeitnahe und angemessene Strafverfolgung“ ankomme. Notwendig sei auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichte, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen.

Nach Ansicht von Mäurer gehört zur Prävention auch eine verbesserte Integration der jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Dazu gehören gute Bildung und Ausbildung, sportliche Angebote, aber auch wohnungspolitische Maßnahmen, die zum Beispiel eine Ghettobildung verhindern.

Zurück zur Startseite
UNTERSTÜTZE MiGAZIN! (mehr Informationen)

Wir informieren täglich über Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Um diese Qualität beizubehalten und den steigenden Ansprüchen an die Themen gerecht zu werden bitten wir dich um Unterstützung: Werde jetzt Mitglied!

MiGGLIED WERDEN
MiGLETTER (mehr Informationen)

Bestelle jetzt den kostenlosen MiGAZIN-Newsletter:

Auch interessant
MiGDISKUTIEREN (Bitte die Netiquette beachten.)

  1. G.Keldermann sagt:

    Sehr geehrte MIGAZIN Redaktion,

    schön, das Sie sich der Kriminalstatistik 2008 widmen.
    Aber WAS wollen Sie mit IHRER Auswahl der Daten implizieren?

    Zitat

    Auch die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ging im vergangenen Jahr um 3,9 Prozten zurück. Es wurden insgesamt 471.067 nichtdeutsche Tatverdächtige registriert.
    Zitat Ende

    Da sollten Sie sich doch (da um Objektivität bemüht) die Zahlen genauer ansehen.

    Sicher, die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger ging zurück, um 3,9 %.

    Aber DAS betraf einige wenige Länder mit minimalen Verschiebungen.

    Aber NICHT die TÜRKEI :

    2007 22,0 %
    2008 22,6 % also eine Steigerung um o,6 %

    http://www.bka.de/pks/pks2008/download/pks2008_imk_kurzbericht.pdf
    ab Seite 39

    Leider gibt die Kriminalstatistik kein belastbares Zahlenmaterial im Bezug auf
    deutsche Straftäter mit Migrationshintergrund her. Leider.

    • Die MiGAZIN-Redaktion hat den selben Link zum PDS-Kurzbericht eingestellt, so dass sich der Interessierte näher informieren kann. Auf eine Aufzählung der Veränderungen innerhalb der nichtdeutschen Tatverdächtigen aus einzelnen Ländern wurde verzichtet, da diese – in der Tat minimal – kaum Ausagegehalt haben.

      Meine Meinung zur Differenzierung zwischen ausländischen und deutschen Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund ist hier zu lesen. Im Grundsatz stimme ich Ihnen zu.

  2. G.Keldermann sagt:

    @ Ekrem Senol

    In Ihrem verlinkten Beitrag schreiben Sie

    Zitat

    Die Anzeigenbereitschaft gegenüber Ausländern ist in der deutschen Gesellschaft – ebenfalls nachweislich – höher als bei Deutschen, was wiederum dazu führt, dass Ausländer häufiger als Tatverdächtige in Erscheinung treten als Deutsche. Eine Statistik darüber, wie viele ausländische und deutsche Tatverdächtige auch tatsächlich verurteilt werden, wird nicht erfasst. Dieser Umstand trägt maßgeblich mit dazu bei, dass die Statistiken zu Lasten von Ausländern und Migranten verzerrt werden.

    Zitat Ende

    Anzeigebereitschaft – wo bitte findet man den „Nachweis“ dafür ?

    Verurteilung – wie kommen Sie zur Erkenntnis/Behauptung ?

    Wenn es Zahlen darüber gäbe, wieviele deutsche und ausländische Verdächtige tatsächlich verurteilt werden,läßt sich doch daraus nicht ableiten, das „die Statistiken zu Lasten von Ausländern und Migranten verzerrt werden.“

    Das ist hanebüchenr Unsinn.

    Aber…

    Zitat aus Ihrem Artikel:

    “Die Abnahme der Ausländerkriminalität“ so Peter Ramsauer (CSU-Landesgruppenschef) in der Süddeutschen „die immer behauptet wird, ist vor allem dadurch herbeigeführt worden, dass Ausländer durch die Zuerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft formal Deutsche geworden sind. So sinkt statistisch natürlich die Ausländerkriminalität.”

    Zitat Ende

    Hier hat Herr Ramsauer (zumindest statistisch) völlig recht.

  3. bogo70 sagt:

    @G. Keldermann,
    Da es sich beim MIGAZIN um ein Migranten Magazin handelt, wie der Name so schön aussagt, stellt sich die Frage was sie mit ihrer Hervorhebung der „Türkei“ bezwecken möchten.
    Das die Kriminalität insgesamt zurück gegangen ist, ist doch eine erfreuliche Entwicklung, in Zeiten der Wirtschaftskrise haben die kleinen den Anstand noch nicht verloren. Die großen Fälle von Kriminalität fallen sowieso nicht in so eine Statistik, die werden nämlich gar nicht erst erfasst. Wäre doch mal eine Überlegung wert, eine Statistik über die kriminellen Machenschaften der Wirtschaftsbosse zu erstellen, dagegen würden die Migranten echt blass aussehen. ;-)

    • G.Keldermann sagt:

      @ bogo 70

      Nach meinem Dafürhalten beschäftigt sich MIGAZIN zu 95% mit Themen ,
      die die Türkei, das Verhältnis Türkei – Deutschland/EU, türkische Migration,
      und den Islam betreffen.

      Also sehr spezifisch.

      Was ich „mit ihrer Hervorhebung der “Türkei” klarstellen möchte, ist der
      tatsächliche Sachverhalt. Fakten.

      Wenn es der Redaktion von MIGAZIN daran gelegen ist, Dinge von Seiten der
      Migranten zu beleuchten (was nicht immer mit „Objektivität“ zu tun hat),
      so sei es erlaubt, sachlich Dinge „ins richtige Licht zu rücken“.

      Objektiv. An Fakten orientiert.

      Bei der immer noch viel zu hohen Kriminalitätsrate darauf zu schliessen,
      das „die kleinen den Anstand noch nicht verloren haben“, ist schon ein
      merkwürdiges Weltbild.

      In die Kriminalstatistik kommen ALLE Fälle, auch die von Wirtschaftskriminalität.

      Auffällig aber sind die folgenden Zahlen, die sich auf die Gesamtheit
      Nichtdeutscher bezieht:

      Zitat

      Analog zum vergangenen Berichtsjahr war im Jahr 2008 immer noch ein hoher Anteil nichtdeutscher
      Tatverdächtiger (wenn auch bei meist geringen absoluten Zahlen) bei Straftaten, die
      einen hohen Organisationsgrad erfordern, festzustellen. Hierzu zählen beispielsweise das Einschleusen
      von Ausländern (76,6 Prozent), die Fälschung von Zahlungskarten (74,6 Prozent),
      das gewerbs- und bandenmäßige Einschleusen von Ausländern (79,2 Prozent), der Taschendiebstahl
      (51,6 Prozent), die gewerbsmäßige Bandenhehlerei (53,3 Prozent), das Glücksspiel
      (52,4 Prozent), der illegale Handel mit und Schmuggel von Kokain (47,5 Prozent), die Geldund
      Wertzeichenfälschung (43,4 Prozent) sowie der Menschenhandel zum Zweck der sexuellen
      Ausbeutung gemäß § 232 StGB (50,4 Prozent), zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft
      gemäß § 233 StGB (65,9 Prozent) und die Förderung des Menschenhandels gemäß
      § 233a StGB (53,6 Prozent).

      Zitat Ende

      Quelle
      http://www.bka.de/pks/pks2008/download/pks2008_imk_kurzbericht.pdf

      • ibo sagt:

        Sie wollen Fakten, hier haben Sie Fakten.
        —> http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-43413-19.html#backToArticle=630544
        ——————————————————————————————–
        Ausländeranzahl in Deutschland:
        Türken: 1.713.551
        Italiener: 528.318
        Polen 384.808
        Griechen: 294.891
        Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Bev.C3.B6lkerung
        (aktuell sind es 3mio, aber laut Wiki halt 1,7 mio :-) )
        ——————————————————————————————–
        Ich kombiniere mal die Informationen nun vom gestrigen Bericht auf Spiegel-Online und die Bevölkerungsangaben Deutschlands auf Wikipedia. Dabei beziehe ich mich auf die 3 größten Migrantengruppen (sonst müsste ich hier ewig am Kommentar arbeiten. :-)

        ca. 1,7 Mio Türken haben 106000 Straftaten begangen, also 22,6% der Nichtdeutschen Tatverdächtigen
        ca. 528.000 Italiener haben 24.000 Straftaten begangen, also 5,1% der Nichtdeutschen Tatverdächtigen
        ca. 384.000 Polen haben 31.000 Staftaten begangen, also 6,6 % der Nichtdeutschen Tatverdächtigen

        Auf dem ersten Blick wirkt es als ob nur Türken mit Abstand die meisten kriminellen Aktivitäten in Deutschland ausüben.

        Wenn man nun annehmen würde, dass auch 1,7 Mio. Polen und Italiener in Deutschland leben, würde die Statistik so aussehen:
        –>Türken: ca. 106.000 Straftaten
        –>Polen: ca. 155.000 Straftaten
        –>Italiener: ca. 85.000 Straftaten
        (gerne lege ich auf Anfrage meine Berechnung im Detail vor)

        Also meiner Meinung nach liegt in Deutschland ein Problem mit fast allen Migrantengruppen vor, die das Ergebnis der Intoleranz, der fehlenden Akzeptanz, sowie der diskriminierenden Politik der Bundesregierung ist.

        In meinem Beispiel bin ich nur von 1,7mio Türken ausgegangen, eigentlich wie schon vorher erwähnt, beträgt die aktuelle Zahl ca. 3mio in Dt.. Dadurch würde die Statistik der Türken noch mehr sinken.

        Fazit: Glaubt bitte nicht alles, was in den meinungsgesteuerten dt. Medien vorkommt

        TAAAAAADAAAAAAAAAAAAAAA, alles Fakten Kollege.

        • G.Keldermann sagt:

          @ ibo

          Zitat

          Auf dem ersten Blick wirkt es als ob nur Türken mit Abstand die meisten kriminellen Aktivitäten in Deutschland ausüben.

          Zitat Ende

          Auf den zweiten Blick immer noch.

          Zitat

          Wenn man nun annehmen würde, dass auch 1,7 Mio. Polen und Italiener in Deutschland leben,….

          Zitat Ende

          Annehmen ??? Fakten ???

          Und natürlich sind es immer die „meinungsgesteuerten dt. Medien“ (Meinungsgesteuert? ),
          wenn die dargelegten Zahlen NICHT gefallen. Kennen wir. Zur Genüge.

          Haben Sie mal über die Berücksichtigung der deutschen Staatsbürger mit (türkischem)
          Migrationshintergrund nachgedacht? In Bezug auf die Statistik (die diese Zahlen leider
          nicht hergibt) ?

          Zitat

          Wenn man nun annehmen würde, dass auch 1,7 Mio. Polen und Italiener in Deutschland leben, würde die Statistik so aussehen:
          –>Türken: ca. 106.000 Straftaten
          –>Polen: ca. 155.000 Straftaten
          –>Italiener: ca. 85.000 Straftaten
          (gerne lege ich auf Anfrage meine Berechnung im Detail vor)

          Zitat Ende

          Sie sollten sich ein wenig mit dem Fach STATISTIK befassen.
          Ihre „Berechnung“ beruft sich auf ANNEHMEN.
          Nicht auf Fakten.

          Und natürlich liegt das NUR an der Intoleranz und Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft,
          und der Politik der Regierung.

          Wo bleibt da eine (geforderte) Selbstkritik ?

          Denn DARIN liegt das Grundübel:

          Nämlich im ständigen Negieren von Problemen, der beliebten Opferhaltung,
          es darf an der „Ehre“ nicht gekratzt werden. Und es wird hin und her „geschoben“,
          um doch noch den Sachverhalt verdrehen zukönnen.

          Und wenn nicht mehr hilft, kommt dann die „Nazikeule“.

          Nein. DAS funktioniert nicht mehr.

          Es gibt in diesem Land „Spielregeln“ genannt Gesetze (auch und gerade Schulgesetze),die für
          JEDEN hier lebenden Menschen gelten.

          Stellen Sie sich den Problemen.

          • Johanna sagt:

            Weder „Jammertürkentum“ noch die Nazikeule ziehen mehr.

            Ebenso wenig zieht der Vergleich Juden/Muslime = Gaskammern.

            Werdet bitte endlich erwachsen. Es ist an der Zeit!

          • ibo sagt:

            Wenn Sie andere Kommentare verfolgt haben, dann können Sie auch Selbstkritik finden, von mir und auch anderen türkischen Mitbürgern.

            Leider will Ihr Verstand nicht akzeptieren, dass die dt. Regierung Fehler macht, ebenso wie auch Türken Fehler machen. Aber von einer Regierung, die soviel von sich hält, darf man doch mehr erwarten.
            Da keine rationalen Argumente mehr lieferbar sind, werden halt gerne solche Statistiken veröffentlicht.

            Warum fehlt in der BKA-Tabelle sonst die Anzahl der Migranten zusätzlich zu den Straftaten?
            Erklären Sie mir das mal? Das ist absichtliche irreführung, um zu täuschen. So einfach ist das.
            Deutschland hat ein allg. Migrantenproblem.

            Ich arbeite im Bereich Marketing-Kommunikation, da hat man täglich mit Tabellen-Auswertungen zu tun.
            Ich weiß also, wovon ich rede.

            Wenn Sie keine Antworten geben können, dann muss ja die typische Abwehrreaktion „Sie holen die Nazikeule raus“ kommen. Einfach nur erbärmlich.

            • G.Keldermann sagt:

              @ ibo

              Bei den Tabellen der Kriminalstatistik ist es völlig unnötig, die Zahlen
              der Bevölkerungsgruppen aufzuführen, da eine Statistik immer auf
              dem Vergleich zur GESAMTZAHL gerechnet wird.

              100% sind Gesamtbevölkerung. Da ist NICHTS irreführend.

              Und…. „rationale Argumente “ gibt es zu hauf. Aber der Platz ,sie aufzuführen, würde hier nicht genügen.

              Wenn Sie sagen, das Deutschland allgemein eine Migrantenproblem hat, stimme ich Ihnen zu. Nur
              gibt es (mit Abstand) die größten Probleme mit Migranten aus dem islamischen Kulturkreis.
              Ob Ihnen das passt oder nicht. Fakt.

              Frage: WARUM ist das so ?

              Wenn die deutsche Regierung in Ihren Augen Fehler macht, ist dies
              Ihre subjektive Meinung. Diese Regierung wurde demokratisch gewählt.
              Sollte die Mehrheit der (wahlberechtigten) Bevölkerung mit dieser
              Regierung nicht einverstanden sein, gibt es im September Gelegenheit,
              eine andere zu wählen.

              @ bogo 70

              Zitat

              Warum ich jetzt aufhören soll, von den Türken zu reden ist mir daher nicht ganz schlüssig…

              Zitat Ende

              WO habe ich das gefordert ? Ich schrieb, man solle aufhören, von „den Muslimen “ zu sprechen, sondern
              die jeweilige Staatsbürgerschaft nehmen.

              Was den Punkt „Kriminalität“ angeht, sich spielt hier das „soziale Umfeld“ eine große Rolle.
              Aber nicht ausschliesslich. Wenn (gerade männliche) Jugendliche in einem familiären (aber auch örtlichen) Umfeld mit archaischem Familienbild aufwachsen, in dem Gewalt als Mittel anerkannt ist, und
              sie dann ihren „Herrschaftsanspruch“ auch noch durch die Religion Ideologie / Islam
              rechtfertigen können, ist die Konfrontation mit der Gesellschaft unvermeitlich.

              Soviel auch zu den von Ihnen (von Politik und Gesellschaft) „kulturellen Unterschieden“.

              Sich ist “ mit der Aufzählung von Nationalitäten, die krimineller als Andere sein sollen, das Problem nicht behoben“-. Aber darf man das Problem verschweigen ?

              Das wurde schon viel zu lange getan. Nur wenn man Probleme klar benennt, kann man sie( versuchen zu) beheben.

              Sicher, ich verstehe, das es Ihnen und anderen gut hier integrierten Bürgern hier unangenehm ist,
              immer wieder mit der Gruppe der eignen Community in einen Topf geworfen zu werden, die sie
              „in Verruf bringt“. Aber es ist nicht in Ordnung, dann einfach zu sagen, „das sind nicht wir“.

              • ibo sagt:

                wieso verstehen Sie nicht, dass die meisten Türken hier kaum oder gar nicht den Islam praktizieren?
                die Probleme haben so gut wie nichts mit dem Islam zu tun.
                Ich wiederhole mich nochmal, es liegt ein allg. Migrantenproblem vor.

                Die Polen, Griechen, Italiener und alle anderen die in der BKA-Statistik geführt werden sind keine Moslems, oder nicht? 400.000 Straften davon 300.000 von Nicht-Moslems.

                Sie verbreiten nur leere Propaganda Sprüche.
                Die jetzige, demokratisch gewählte Regierung beweist nur die Blindheit Ihrer Wähler.

                Ich würde zu gern Ihr Gesicht sehen, wenn die Türkei in die EU aufgenommen wird.
                So oder so, ob nun in 5, 10 oder 20 Jahren, es wird passieren.

  4. bogo70 sagt:

    Also ich bin nicht türkischer Herkunft und finde hier trotzdem Informationen, die für alle Migranten durchgehen.
    Das eine Volksgruppe im besonderen diskutiert wird, liegt wohl eher an den Umständen in Deutschland, wo man es sich zum Prinzip gemacht hat, grade diese Gruppe für alles verantwortlich zu machen was hier an schlechten Dingen passiert. Aus diesem Grund ist es ja erstaunlich, dass grade diese Gruppe, nämlich die Muslime sich hier und auch anderweitig engagieren, es ihnen aber nicht honoriert wird. Meine Volksgruppe, die Serben machen es sich da einfacher und ziehen lieber mit der Hetze gegen die Muslime mit. Zu ihren Zahlen bleibt nicht viel zu sagen, seit dem ich mich mit dem Thema befasse sind mir schon zig Studien unter die Nase gehalten worden und jede hatte andere Zahlen zur Verfügung und andere Argumente. Ich werde nicht mit ihnen in den Wettkampf „Wer hat die besseren Zahlen“ treten, denn mir geht es um die Ursachen und die sind nicht in diesen Zahlen zu suchen.

    • G.Keldermann sagt:

      @ bogo 70

      Man sollte zunächst einmal damit aufhören, von DEN MUSLIMEN zu sprechen.

      Es gibt keine Staatsbürgerschaft ISLAM.

      Hier leben deutsche,türkische,italienische………………………..Staatsbürger.

      Die Religion ist Privatsache, soweit sie sich an den bestehenden Gesetzen orientiert.

      Und hören Sie auf, immer von Hetze und Hass zu reden, wenn es sich um (nötige)
      sachliche Kritik und Auseinandersetzung handelt.

  5. bogo70 sagt:

    @G.Kelderman,
    Sorry, ich kann dieser Logik nicht folgen.
    Ich rede von uns als Mitbürgern, denn wer hier aufgewachsen ist braucht tatsächlich nicht als der oder die von wo auch immer bezeichnet werden. Sie greifen aber diese Studie auf um uns den Unterschied zwischen uns und einem richtigen Deutschen zu erklären und haben uns damit zu den Anderen erklärt. Warum ich jetzt aufhören soll, von den Türken zu reden ist mir daher nicht ganz schlüssig, dazu noch wenn für mich jeder Kriminelle einfach nur kriminell ist.
    Ich brauche keine Studie die mir zeigt, dass einige Menschen die auch eine andere Abstammung als die des Urdeutschen haben, krimmineller veranlagt sind als andere. Wie ich schon oben geschrieben habe, die Ursache warum Menschen kriminell werden ist für mich von Bedeutung. Völlig unbedeutend ist die Nationalität, wenn sie mit diesen Studien, die wie man sieht für sie so wichtig sind argumentieren, werden wir nicht aufhören können, von Denen zu reden, denn dann sind sie einfach die Anderen und das ist nicht meine Erfindung.
    Ich versuche nicht hier heimisch zu werden ich bin es einfach, dass ich evtl. einige kulturelle Unterschiede aufweise, heißt nicht das ich weniger Deutsch bin. Doch muss ich jeden Tag aufs neue lesen und hören, dass es da einen Unterschied gibt. Der einzige Weg mich dagegen zu wehren, ist also wenn ich ihnen ihre Fragen auf den angeblichen Unterschied irgendwie beantworte, deshalb lesen sie meine Antworten bitte gründlich und versuchen sich mal in die Lage „der Anderen“ zu versetzten, die sich gar nicht anders fühlen es aber unbedingt sein sollen, damit man ein Phänomen das der Armut und Unterschicht, wie zu wenig Förderung durch Gesellschaft und der Eltern, die logischerweise zu wenig Zeit für den Nachwuchs haben, irgendwem zuordnen kann. Deutschland hat sich zu einer Ellenbogen Gesellschaft entwickelt, die nur noch versucht den Rest des Kuchens zu behalten und deshalb legen sie so großen Wert darauf den Anderen verantwortlich zu machen. Ich weiß nicht ob es mir in die Wiege gelegt sein muss Deutsch zu sein, es ist mir eigentlich auch ziemlich egal wie ich mich bezeichne.In Zeiten wo der wirtschaftliche Fortschritt zählt und die Globalisierung nicht aufzuhalten ist, sind Nationalitäten das letzte woran ich mich aufhänge. Kein Verbrecher steht Morgens auf, sieht in den Spiegel und sagt sich, ich gehe jetzt im Namen meiner Nationalität auf Verbrechenstour. Kriminelle sind ein Produkt dieser Gesellschaft und da liegt das Problem, wir müssen die Gesellschaft so hinbiegen, dass sie jedem etwas bietet. Denn mit der Aufzählung von Nationalitäten, die krimineller als Andere sein sollen, ist das Problem nicht behoben. Es sei denn sie wollen sich des Problems ohne die Anderen annehmen, dadurch wird das Problem nur ein kleineres Problem, ist aber immer noch ein Problem und dann natürlich Euer Problem.

  6. bogo70 sagt:

    Sorry, dass gilt auch für die Religion.
    Hab die Bemerkung Religion ist keine Nationalität wohl unter Türken gespeichert, komisch.
    Die ist genauso unwichtig wie die Nationalität, für mich. ;-)

    • G.Keldermann sagt:

      @ bogo70

      Das mag z.B. für die christlichen Religionen (in Europa) gelten, die glücklicherweise durch die
      Zeit der Aufklärung soweit „domestiziert“ wurden, das sie keinen größeren Schaden mehr anrichten können.

      Der Islam ist nicht nur Religion, sondern auch Ideologie, die für den „gläubigen“ Muslim Richtwert für
      seinen ges. Leben und Alltag ist, Der Islam fördert nicht das Individuum, sondern die Gemeinschaft, die Ummah.

  7. bogo70 sagt:

    @G. Keldermann,
    Ein bisschen Pauschal ihre Ansicht, finden sie nicht?
    Nicht jeder Muslim unterliegt der Sharia und nicht jeder den man Muslim nennt, praktiziert den Islam und nicht jeder praktiziert ihn gleich. Kein Wunder, dass die Muslime aus den Erklärungsnöten nicht mehr herauskommen, wenn es solche vorgefassten Meinungen über eine Religion gibt, die im Grunde dem Christentum Bruder ist. Wenn ich so über das Christentum und Judentum urteilen würde wie sie über den Islam, dann müsste ich zu dem gleichen Schluss kommen, den ich hier aus Rücksicht auf die Gefühle der Gläubigen nicht kund tun werde. Das Grundgesetz und die Verfassung Deutschlands sind hier Gesetz nicht die Sharia, dass versteht auch ein Muslim sie brauchen ihn nur mal fragen. Wenn er aber der Meinung ist, dass dem so nicht sei, spürt er spätestens vor Gericht das dem definitiv so ist.
    Die christlichen Religionen in Europa, sind in vielen europäischen Ländern, längst nicht das was sie in Deutschland sind und wenn des Papstes Wort in Deutschland noch Gewicht hätte, sähe es in der heutigen deutschen Gesellschaft ziemlich bieder aus. Mit Blick auf Polen oder Tschechien, ist Deutschland (ausgenommen Bayern) einfach nur ein Ableger einer verrohten Konsumgesellschaft, die mit Religion nicht viel am Hut hat. Die europäischen Muslime, sind längst ein Teil dieser Gesellschaft mit all ihren Stärken und Schwächen und solche Ansichten von zurückgebliebenen in einer anderen Gesetzeswelt lebenden Muslimen, müssen sie schon ablegen. Die europäischen Muslime, wissen ganz genau, was die Freiheit in Europa für sie bedeutet, davon bin ich durch mein muslimisches Umfeld mehr als überzeugt. Die von denen sie reden sind ein verschwindend geringer Teil und damit das so bleibt, sollten auch diese Unterstellungen unterlassen werden, womit sie erst das schüren, wogegen sie eigentlich vorgehen wollen.

  8. G.Keldermann sagt:

    @bogo 70

    Ihr Rücksichtnahme auf „Gefühle der Gläubigen“ in allen Ehren, aber keine Sorge,
    wir verbrennen keine Fahnen oder stürmen Botschaften. Kritik, auch Satire von
    Religion wird von uns ertragen, weil wir die Meinungs- und Pressefreiheit hochhalten.

    Ihr Eindruch das „Deutschland (ausgenommen Bayern) einfach nur ein Ableger einer verrohten Konsumgesellschaft, die mit Religion nicht viel am Hut hat“, läßt mich über Einstellung zu
    dem Land, in dem Sie leben, nachdenken. Wollen Sie es (in die von Ihnen, also religiöse,
    Richtung ) verändern?

    Dann suchen Sie sich besser ein anderes.

    Und zum verschwindet geringen Teil……..

    … z.B. der ZDM Zentralrat der Muslime, in dem fast alle islamischen Organisationen (auch die türkische DITIB) vertreten sind.

    Die ISLAMISCHE CHARTA

    P.8 Der Islam ist weder eine weltverneinende noch eine rein diesseits-bezogene Lehre, sondern ein Mittelweg zwischen beidem. Als auf Gott ausgerichtet ist der Muslim und die Muslima zwar theozentrisch; doch gesucht wird das Beste beider Welten. Daher ist der Islam Glaube, Ethik, soziale Ordnung und Lebensweise zugleich. Wo auch immer, sind Muslime dazu aufgerufen, im täglichen Leben aktiv dem Gemeinwohl zu dienen und mit Glaubensbrüdern und –schwestern in aller Welt solidarisch zu sein.

    ————-Muslim und Muslime sind THEOZENTRISCH——————–

    P.10 Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten. In diesem Sinne gelten Visumserteilung, Aufenthaltsgenehmigung und Einbürgerung als Verträge, die von der muslimischen Minderheit einzuhalten sind.

    ————-grundsätzlichh, da folgt meist ein ABER,dies gilt also nur für wenige „grundsätzliche“ Dinge——

    P.13 !!! Zwischen den im Koran verankerten, von Gott gewährten Individualrechten und dem Kernbestand der westlichen Menschenrechtserklärung besteht kein Widerspruch. Der beabsichtigte Schutz des Individuums vor dem Missbrauch staatlicher Gewalt wird auch von uns unterstützt. Das Islamische Recht gebietet, Gleiches gleich zu behandeln, und erlaubt, Ungleiches ungleich zu behandeln. Das Gebot des islamischen Rechts, die jeweilige lokale Rechtsordnung anzuerkennen, schließt die Anerkennung des deutschen Ehe-, Erb- und Prozessrechts ein.

    ————Achtung ! Der KERNBESTAND der Menschenrechte ! Bei bedarf schicke ich Ihnen den Text
    der Menschenrechtscharta der Muslime. Was der Unterschied ist? Hauptsächlich, das alle
    Punkte des Menschrechts der Scharia untergeordnet werden.————

    ————Gleiches gleich zu behandeln, und erlaubt, Ungleiches ungleich zu behandeln….
    SO umgeht der ZMD mal eben die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
    Weil sie ja UNGLEICH sind !———————

    http://www.islam.de/3035.php

    Für weitere Fragen bin ich immer offen.

    Zitat

    Die von denen sie reden sind ein verschwindend geringer Teil und damit das so bleibt, sollten auch diese Unterstellungen unterlassen werden, womit sie erst das schüren, wogegen sie eigentlich vorgehen wollen.

    Zitat Ende

    Aha. Damit es so bleibt, und nicht mehr wird. Also keine Kritik mehr.
    Hört sich an wie eine versteckte Drohung. Sorry.

  9. bogo70 sagt:

    Sehen sie, ich schrieb lesen sie es mal aus der Sicht des Migranten, der egal was er tut Migrant bleibt.
    Aus meinem islamischen Umfeld und das ist nicht grade dürftig habe ich weder verbrannte Fahnen noch gestürmte Botschaften und auch kein Beleidigt sein registriert. Ich weis ja nicht in welchen Kreisen sie sich bewegen, wenn sie der Meinung sind das es Norm sei, dass Muslime sich so verhalten wie sie es beschreiben und ich weis auch nicht inwieweit ihnen die Bibel für den Alltag Norm ist. Ihre Erkenntnisse über Muslime scheinen mir eher aus den Medien gefiltert und heben die Schlagzeilen hervor, keine sehr wertvolle Erkenntnis, wenn sie mich fragen. Fast schon ein Wunder, dass ich in meinem Umfeld überleben konnte, Wenn es so wäre, wie sie es beschreiben, würde ich mit meiner serbischen Herkunft wohl kaum unter Muslimen überleben können. Wie sie sehen ist gegenseitige Toleranz der Schlüssel, denn nicht weniger Vorurteile grassieren unter Ex- Jugoslawen gegen Muslime.
    Warum sollte ich ihnen drohen?Es ist einfach ein psychologischer Fakt, dass sich der Mensch gegen etwas stemmt, was ihm schadet. Ihre Meinung schadet den Migranten und fördert deren Rückzug aus der Aufnahmegesellschaft, die mit aller Macht die Probleme bei den Migranten sucht. Ein wenig mehr Objektivität könnte nicht schaden, bevor sie michfür kriminell erklären.

  10. G.Keldermann sagt:

    @bogo70

    Nun mal langsam mit den jungen Pferden…..

    Bei FAHNEN/BOTSCHAFTEN hätten Sie mit Ihrem Intellekt doch die Satire/den Sarkasmus erkennen müßen.

    Davon abgesehen ist die Bibel für mich ein Buch wie jedes andere, da ich als Atheist
    ein sehr gespaltenes Verhältnis zu ALLEN Religionen habe, haben sie doch, wenn sie zu viel Macht bekommen, meist zu Mord und Totschlag geführt.

    Der Medien bediene ich mich, um ein breites Spektrum aufzufächern, meine „Eindrücke“ bez.
    der Türkei habe ich (wie bereits erwähnt) durch jährlich 3-4 Monate Aufenthalt und Gespräche dort.

    Ein „Wunder, das Sie in Ihrem Umfeld überleben konnten“? Möglich. Und ich möchte, as das
    so bleibt in Zukunft.

    Wehret den Anfängen.

    „Die Drohung“ war eine rethorische Feststellung.

    Zitat

    Es ist einfach ein psychologischer Fakt, dass sich der Mensch gegen etwas stemmt, was ihm schadet. Ihre Meinung schadet den Migranten und fördert deren Rückzug aus der Aufnahmegesellschaft, die mit aller Macht die Probleme bei den Migranten sucht.
    Zitat Ende

    Wie kommen Sie darauf, das Integration den Migranten schadet ?

    Und mit Verlaub, die Aufnahmegesellschaft SUCHT nicht die Probleme bei den Migranten,
    die Probleme springen tagtäglich ins Auge.

    SIE für kriminell zu erklären, liegt mir nun wirklich fern. LOL

    Eine Erwiderung auf meinen Beitrag von 14,33 Uhr würde mich interessieren.
    Oder ist das für Sie “vermintes Gelände”?