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Polizeiliche Kriminalstatistik 2008

Weiter rückläufige Kriminalitätsentwicklung

Die Zahl der registrierten Straftaten ist weiter rückläufig. Dies zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2008, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Berlin vorstellte.

Dienstag, 16.06.2009, 6:51 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 04.09.2010, 1:24 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Insgesamt wurden 2008 mit gut 6,1 Millionen Straftaten knapp 171.000 Straftaten weniger registriert als im Vorjahr: Im Jahr 2007 waren noch knapp 6,3 Millionen Straftaten erfasst worden. Auch die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ging im vergangenen Jahr um 3,9 Prozten zurück. Es wurden insgesamt 471.067 nichtdeutsche Tatverdächtige registriert.“Erfreulicherweise hat sich die positive Entwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik der Vorjahre auch im Berichtsjahr 2008 fortgesetzt“, sagte Schäuble.

Mehr als die Hälfte der Fälle aufgeklärt
Angesichts der erreichten Erfolge würdigte Schäuble die Arbeit der Polizei. Sie habe dazu beigetragen, dass die „Bundesrepublik Deutschland nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt ist“.

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Die Fortschritte im Kampf gegen die Kriminalität sind überzeugend: Bürgerinnen und Bürger bringen Straftaten immer häufiger zur Anzeige. Dennoch sinkt die Zahl der registrierten Fälle spürbar. Gleichzeitig lag die Aufklärungsquote 2008 mit fast 55 Prozent sehr hoch. Mehr als die Hälfte aller Straftaten wurden also aufgeklärt.

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Auch Jugendkriminalität wird geringer
Als besonders erfreulich bezeichnete der Bundesinnenminister den Rückgang der Gewalttaten, die von jungen Leuten im Alter zwischen 14 und 18 Jahren verübt wurden. Die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen sank der Statistik zufolge um 4,2 Prozent auf gut 266.000. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder ging geringfügig um 0,6 Prozent auf knapp 101.400 zurück.

„Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Anstieg im Bereich der Gewaltkriminalität Jugendlicher hat sich im Berichtsjahr nicht fortgesetzt“, so der Minister. Trotzdem mache ihm die anhaltende Gewaltbereitschaft vor allem unter Kindern und Jugendlichen große Sorge. Diese zeigt sich vor allem in den Städten mit Problemvierteln.

Bildung als Schlüssel
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Senator Ulrich Mäurer, wies darauf hin, dass es gerade im Bereich der Jugendkriminalität auf eine „zeitnahe und angemessene Strafverfolgung“ ankomme. Notwendig sei auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichte, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen.

Nach Ansicht von Mäurer gehört zur Prävention auch eine verbesserte Integration der jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Dazu gehören gute Bildung und Ausbildung, sportliche Angebote, aber auch wohnungspolitische Maßnahmen, die zum Beispiel eine Ghettobildung verhindern.

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