Ist der Angriff auf Iran positiv oder negativ? Die 34-jährige Nava Zarabian spricht in Wiesbaden über ihre Zerrissenheit bezüglich des Krieges in ihrer Heimat. Und über die Angst um ihre dortigen Verwandten.
Der Angriffskrieg der USA und Israel gegen Iran könnte weitere Menschen in der Region zur Flucht zwingen. Aus Sicht der EU-Kommission sind große Fluchtbewegungen bislang jedoch ausgeblieben. Sollte sich das ändern, sieht sich Brüssel vorbereitet.
Der Krieg im Iran trifft auch viele Menschen in Deutschland ins Mark: Zwischen Hoffnung auf einen politischen Wandel, Angst um Angehörige und Sorge vor Repression wächst der Druck auf eine Diaspora, die seit Jahren zwischen zwei Welten lebt. Von Anne-Béatrice Clasmann
Wieder fallen Bomben „in der Region“ – und im Netz. Aus Regierungen werden „die Juden“ oder „die Muslime“. Ein Appell für weniger Pauschalurteile, mehr Verantwortung im Ton. Von Anissa Kirch
Die Berlinale gerät zwischen Kulturpolitik, Gaza-Debatte und Machtfragen unter Druck – und der Eindruck wächst, dass hier weniger um Kunstfreiheit als um politische Kontrolle gerungen wird. Die Solidaritätsbekundungen für Intendantin Tricia Tuttle reißen nicht ab. Von Markus Geiler
„Weit weg“ gilt nicht für alle: Für Millionen Menschen in Deutschland sind Gaza, Iran oder Sudan keine Schlagzeilen, sondern Familie, Angst und endlose Ungewissheit. Von Nasim Ebert-Nabavi
Zwei Moscheen in Hannover wurden mit politisch aufgeladenen Parolen beschmiert: „Israel“ und „IDF“. Die betroffenen Gemeinden fordern mehr Schutz. Der Staatsschutz ermittelt, die Polizei informiert - auf Anfrage.
Die Bundesregierung setzt nach dreimonatigem Teilembargo die Waffenlieferungen an Israel wieder fort – trotz einer breiten und wachsenden Opposition in der Bevölkerung. Von Joel Schülin
Linker Antisemitismus tarnt sich nicht mit Parolen, sondern mit Moral. Er erscheint als Kritik – und wiederholt alte Muster, wie aktuelle Vorfälle zeigen. Aber fangen wir doch mit Adorno an. Von Lia Petridou
An Baden-Württembergs Schulen häufen sich Hitlergrüße, Hakenkreuze und antisemitische Beschimpfungen. Während rechtsextreme Hintergründe klar umrissen sind, gibt es bei Antisemitismus unterschiedliche Blickwinkel.