Friedrich Merz produziert nicht nur peinliche Momente. Seine Aussagen zu Migration, Syrien und Sicherheit verschieben Debatten, bedienen harte Deutungen und zeigen, dass politische Wirkung oft wichtiger ist als spätere Korrekturen.
Mehr als 200.000 Menschen sind vor dem Krieg Israels aus dem Libanon nach Syrien geflüchtet. Die meisten sind Syrerinnen und Syrer, die zuvor in den Libanon geflüchtet waren und jetzt in ihre Heimat zurückkommen.
Obwohl es bislang keine Hinweise auf eine größere Fluchtbewegung aus dem Iran gibt, wächst in Deutschland bereits die Skepsis gegenüber einer möglichen Aufnahme weiterer Geflüchteter. Die Debatte wird stärker von Befürchtungen als von der tatsächlichen Lage bestimmt.
Der Iran-Krieg entlarvt die USA nicht als Weltmacht, sondern als Brandstifter im Endstadium: militärisch planlos, politisch isoliert, wirtschaftlich verwundbar. Und Europa? Von Sven Bensmann
Der Krieg im Iran könnte Krisen in anderen Weltregionen verschärfen. Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Preise nach oben – und trifft am Ende die Verwundbarsten: Krisenländer in Ostafrika, Jemen, Südasien. Hilfsorganisationen warnen. Von Moritz Elliesen
Ist der Angriff auf Iran positiv oder negativ? Die 34-jährige Nava Zarabian spricht in Wiesbaden über ihre Zerrissenheit bezüglich des Krieges in ihrer Heimat. Und über die Angst um ihre dortigen Verwandten.
Der Angriffskrieg der USA und Israel gegen Iran könnte weitere Menschen in der Region zur Flucht zwingen. Aus Sicht der EU-Kommission sind große Fluchtbewegungen bislang jedoch ausgeblieben. Sollte sich das ändern, sieht sich Brüssel vorbereitet.
Der Krieg im Iran trifft auch viele Menschen in Deutschland ins Mark: Zwischen Hoffnung auf einen politischen Wandel, Angst um Angehörige und Sorge vor Repression wächst der Druck auf eine Diaspora, die seit Jahren zwischen zwei Welten lebt. Von Anne-Béatrice Clasmann
Wieder fallen Bomben „in der Region“ – und im Netz. Aus Regierungen werden „die Juden“ oder „die Muslime“. Ein Appell für weniger Pauschalurteile, mehr Verantwortung im Ton. Von Anissa Kirch
Die Berlinale gerät zwischen Kulturpolitik, Gaza-Debatte und Machtfragen unter Druck – und der Eindruck wächst, dass hier weniger um Kunstfreiheit als um politische Kontrolle gerungen wird. Die Solidaritätsbekundungen für Intendantin Tricia Tuttle reißen nicht ab. Von Markus Geiler