Beobachter warnen vor Armut, Repression und schweren Menschenrechtsverletzungen, derweil schiebt Deutschland Menschen weiter nach Afghanistan ab – inzwischen nicht mehr nur Straftäter. Afghanische Menschenrechtsorganisationen sorgen sich unterdessen über die Zunahme öffentlicher Auspeitschungen.
Großbritannien investierte rund 700 Millionen Pfund in sein gescheitertes Ruanda-Projekt, ohne einen Menschen auf Grundlage des geplanten Verfahrens abzuschieben. Nun verhandeln Deutschland und weitere EU-Staaten erneut über Zentren in dem ostafrikanischen Land.
Rom lehnt Rücküberstellungen aus Deutschland ab, solange deutsche Hilfsorganisationen Geflüchtete im Mittelmeer retten und nach Italien bringen. Berlin hält dagegen und pocht auf die vereinbarten EU-Regeln. Der rechte Vize-Regierungschef Salvini gibt den Ton vor. Von Christoph Sator
Bernd Prange sitzt für die CDU im Kreistag und ist Ortsbürgermeister. Nun hat er 10.000 Euro an die AfD gespendet und ihre Wahl empfohlen. Die SPD verlangt eine eindeutige Reaktion der Christdemokraten.
Innenminister Alexander Dobrindt will die Grenzkontrollen offenbar erneut verlängern. Als Begründung verweist er auf die Lage an den EU-Außengrenzen. Die Linke wirft ihm vor, EU-Recht und Gerichtsentscheidungen zu ignorieren.
Sachsen-Anhalt schafft in Halberstadt ein sog. Sekundärmigrationszentrum. Die Bewohner sollen zur freiwilligen Ausreise beraten oder nötigenfalls abgeschoben werden. Die Einrichtung ist umzäunt, mit Wachschutz gesichert und nachts abgeriegelt. Ein Gefängnis sei es aber nicht. Die Linke übt scharfe Kritik.
Kleine Anfragen sollen Regierungshandeln kontrollieren. Nach Analyse des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft nutzt die AfD sie jedoch häufig für einen anderen Zweck: Konfliktthemen aufgreifen, Aufmerksamkeit erzeugen und die eigene Anhängerschaft mobilisieren. Von Thomas Nawrath
Sollte die AfD nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erstmals einen Ministerpräsidenten stellen, erwartet Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte keine größeren Störmöglichkeiten. Die Verfahrensregeln der Länderkammer seien robust genug – doch die politische Tragweite ginge weit darüber hinaus. Von Ulrich Steinkohl
Die Lage in Syrien bleibt instabil, doch Deutschland prüft den Schutzstatus immer häufiger neu. Wer als arbeitsfähig und ausreichend vernetzt gilt, kann seinen Schutz verlieren – auch wenn Abschiebungen bislang kaum stattfinden. Die Linke warnt vor belastenden Verfahren. Von Anne-Béatrice Clasmann
Als letztes Bundesland führt Berlin die Bezahlkarte für neu ankommende Asylsuchende ein. Bargeldauszahlungen entfallen, Erwachsene können in den ersten sechs Monaten monatlich 50 Euro abheben. Der Flüchtlingsrat kritisiert die Regelung.