Ein gelöschtes Polizeischreiben im österreichischen Burgenland sorgt für massive Kritik. Die Polizei warnte vor dem „fahrenden Volk“, die Menschen sollten ihre Türen verschließen. Verbände sprechen von Antiziganismus. Das Innenministerium kündigt Sensibilisierung an. Der Zentralrat der Sinti und Roma fordert Konsequenzen.
In Teheran fehlen Medikamente, Behandlungen werden unbezahlbar. Der Krieg trifft Irans Wirtschaft dort, wo Menschen am verletzlichsten sind: in Krankenhäusern und Haushalten, deren Geld für Gesundheit nicht mehr reicht. Apotheker Siamak ist wütend und sucht nach einem Ausweg. Von Arne Bänsch und Mathis Richtmann
Die britische Regierung möchte die unerwünschten Überfahrten am Ärmelkanal stoppen – mit bewaffneten Polizisten an den Küsten. Dafür nimmt London nun zusätzliche Millionen in die Hand. Dabei machen die kleinen Boote nur einen Teil des Migrationsgeschehens aus.
Mehr als 1.100 afghanische Ortskräfte der US-Armee sitzen in Katar fest, darunter viele Kinder. Nun sollen sie zwischen der Rückkehr in die Taliban-Herrschaft und der Umsiedlung in die kriegsgebeutelte DRKongo wählen.
Während viele europäische Regierungen Migration vor allem als Bedrohung inszenieren, geht Spanien einen anderen Weg: Hunderttausende Menschen ohne Papiere sollen legal arbeiten und leben können. Das ist nicht nur Ökonomie – es ist ein politisches Gegenmodell.
Der Sudan erlebt die größte Vertreibungskrise der Welt, doch internationale Hilfe bleibt lückenhaft. Während Millionen in der Region festsitzen, wird der Krieg für immer mehr Menschen auch zur lebensgefährlichen Route Richtung Europa. Rund 14.000 sind nach UN-Angaben bereits über das Mittelmeer geflohen.
Viktor Orbán war für Europas Rechte mehr als ein Verbündeter: Er war Vorbild und Bauplan dafür, wie sich Demokratie von innen aushöhlen lässt. Seine Abwahl trifft AfD, FPÖ, PiS und Le Pen politisch weit härter als nur symbolisch.
Indien prüft Schlangen und Krokodile als Grenzschutz zu Bangladesch. Der Vorstoß wirkt grotesk, folgt aber einer Politik, die Migration seit Jahren als Sicherheitsproblem behandelt. Menschenrechtler kritisieren.
Während die Welt auf andere Kriege blickt, versinken Familien aus West-Darfur im Lager Aboutengé in Stillstand. Der Sudan-Krieg hat sie vertrieben, die Hilfskürzungen nehmen ihnen nun auch noch die letzten Zukunftschancen. Von Eva Krafczyk
Nach Dürre und Vertreibung eröffnet Fadumo in Garowe ein kleines Restaurant. Während internationale Hilfe schrumpft, zeigt ihr Alltag, wie entscheidend Einkommen, Bildung und Starthilfen für Frauen in Somalia sind. Von Bettina Rühl