Nach westlichen Kürzungen fehlt vielen afrikanischen Gesundheitssystemen Geld. Die Trump-Regierung bietet nun Hilfen an, verlangt dafür aber Gesundheitsdaten, Einfluss auf Prioritäten und teils Zugeständnisse bei Rohstoffen. Von Helena Kreiensiek
Die Schweiz hat die 10-Millionen-Initiative der rechtskonservativen SVP mit rund 55 Prozent abgelehnt. Der Vorstoß hätte Zuwanderung, Asyl, Familiennachzug und letztlich auch die EU-Freizügigkeit begrenzen können.
In Rom haben Tausende Rechte und Rechtsextreme unter dem Motto „Remigration und Rückeroberung“ demonstriert. Zugleich gründete Roberto Vannacci seine Partei Futuro Nazionale – rechts von Meloni, mit harter Migrationspolitik und nationalistischer Parole.
Belgien prüft, verurteilte Menschen ohne Aufenthaltsrecht in ausländischen Gefängnissen unterzubringen. Die Regierung sucht Entlastung für einen überfüllten Strafvollzug, in dem Häftlinge teils auf Matratzen am Boden schlafen. Von David Hammersen
Randalierer setzten in Belfast Autos und Häuser in Brand und skandierten islamfeindliche Parolen. Ein Angriff, für den ein Geflüchteter aus dem Sudan angeklagt wurde, diente als Vorwand für Gewalt gegen ganze Communities. Von Patricia Bartos und Christoph Meyer
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan sollte bei der Fußball-WM pfeifen, wurde in Miami aber abgewiesen. Kritiker sehen darin ein Warnsignal: Trumps Einreiseregeln treffen vor allem Länder Afrikas und des Globalen Südens.
Ausländer sind in der Politik beliebt, weil sie oft als Erklärung für komplexe Probleme herhalten. Orbans Nachfolger Peter Magyar führt in Ungarn gerade vor, wie aus Arbeitsmarktproblemen und Lohndruck eine scheinbar einfache Migrationsfrage wird.
Eine Bodycam-Aufnahme zeigt die letzten Worte eines 18-Jährigen, dem Polizisten zunächst offenbar nicht glaubten. In Großbritannien machen Rechte daraus den Vorwurf einer Benachteiligung weißer Briten. Von Christoph Meyer und Patricia Bartos
Australiens Parteiensystem gerät unter Druck, weil One Nation mit Anti-Einwanderungs-Parolen erstmals die Umfragespitze erreicht. Pauline Hansons Partei macht Zuwanderer für Wohnraummangel, Arbeitslosigkeit und Engpässe im Gesundheitssystem verantwortlich.
Die späte Entdeckung des Ebola-Ausbruchs in Ituri ist auch Folge internationaler Versäumnisse: Für Bundibugyo fehlen Schnelltests, Impfstoffe und Medikamente. Die Menschen zahlen den Preis für eine Krankheit, an der kaum geforscht wurde. Von Judith Raupp