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Ausstellung

Museum Ludwig zeigt Mahnmal für Kölner NSU-Opfer

Vor fünf Jahren hatte der Rat der Stadt Köln beschlossen, für die Opfer der NSU-Anschläge ein Mahnmal zu errichten. Darauf warten die Betroffenen bis heute. Jetzt zeigt das Museum Ludwig das Kunstwerk in einem Maßstab von 1:10.

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Museum (Archivfoto) © MiGAZIN

Das Museum Ludwig in Köln präsentiert ab 28. Juni den Entwurf zum geplanten Mahnmal für die Opfer der Anschläge der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Der Berliner Künstler Ulf Aminde hatte das Modell des Mahnmals bereits am 9. Juni zum 15. Jahrestag des NSU-Anschlags in der Kölner Keupstraße vorgestellt, wie das Museum mitteilte. In der Ausstellung bis zum 28. Juli werde das Mahnmal in einem Maßstab von 1:10 gezeigt.

Der Entwurf von Aminde sehe eine Kombination mit digitaler Technik vor, hieß es. Dadurch entsteht den Angaben zufolge ein Erinnerungsort, der durch Videos, Fotos und Texte stetig wachsen kann. Um die Aufstellung des Mahnmals am Tatort gibt es derzeit eine Diskussion. Der Eigentümer des privaten Grundstücks an der Keupstraße lehnt die Pläne ab. Eine Initiative, die sich für die Aufstellung des Mahnmals einsetzt, hält an dem Standort fest.

Der Rat der Stadt Köln hatte bereits 2014 beschlossen, ein Denkmal zu errichten, das an die Anschläge des NSU erinnern soll. Bei den zwei vom NSU verübten Anschlägen in Köln im Jahr 2001 in der Probsteigasse und im Jahr 2004 in der Keupstraße wurden rund 20 Menschen teilweise schwer verletzt. (epd/mig)

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