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Migration und Integration in Deutschland

Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling. Den kriegen wir nie wieder los

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär, PresseClub Regensburg, 15.9.2016

Studie

Viele Deutsche fremdeln mit Demokratie und Vielfalt

Knapp 39 Prozent der Deutschen sind einer Untersuchung zufolge gegen Vielfalt, in Ostdeutschland hegt sogar mehr als jeder Zweite Sympathien für antipluralistische Aussagen. Die höchsten Werte wurden in Brandenburg verzeichnet.

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Menschen © ThisParticularGreg auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

In Deutschland gibt es zwei Studien der Bertelsmann-Stiftung zufolge unter vielen Menschen ein wachsendes Unbehagen an der Moderne. Knapp 39 Prozent der Deutschen hätten eine überdurchschnittliche Sympathie für antipluralistische Aussagen, wie die „Berliner Zeitung“ berichtete. Fast jeder vierte der Demokratie-Skeptiker ordne sich als politisch rechts ein. Zudem seien antipluralistische Einstellungen in Ostdeutschland weiter verbreitet als im Westen.

Für die beiden Studien „Wie weltoffen und tolerant ist Deutschland“ und „Vom Unbehagen an der Vielfalt“ befragte das Meinungsforschungsinstitut infas im Auftrag der Stiftung vor der Bundestagswahl 5.000 Personen per Telefon. Die ostdeutschen Länder liegen dabei durchweg über, die westdeutschen unter dem Bundesdurchschnitt.

Jeder zweite Ostdeutsche gegen Vielfalt

Mit Ausnahme Berlins (39,8 Prozent) bekannte sich in Ostdeutschland mehr als jeder Zweite zu antipluralistischen Einstellungen. Die höchsten Werte erreicht dem Bericht zufolge Brandenburg (60,4 Prozent), gefolgt von Sachsen (58,6 Prozent) und Thüringen (56,8 Prozent). In den westdeutschen Ländern gibt es die meisten Vorbehalte gegenüber Vielfalt und demokratischen Orientierungen in Schleswig-Holstein (39,9 Prozent), Nordrhein-Westfalen (37,5 Prozent), Bayern (37 Prozent) und Baden-Württemberg (36,3 Prozent).

Laut den Studienautoren gibt es unter den Antipluralisten vier Teilgruppen: Die sogenannten Zweifler (elf Prozent), die Verunsicherten (16,3 Prozent), die Frustrierten (7,9 Prozent) und die Ausgegrenzten (4,2 Prozent). Letztere seien überdurchschnittlich oft im Osten vertreten. (epd/mig)

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3 Kommentare
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  1. Peter Enders sagt:

    Das ist leider eine der Mitteilungen, die den Vorwurf „Lügenpresse!“ rechtfertigen: Lügen nicht durch falsche Behauptungen, sondern durch Unterlassen von Tatsachen.
    1) Welche Fragen wurden gestellt?
    2) Was genau meinen „Moderne, „weltoffen“, „Demokratie-Skeptiker“, „Vielfalt“, „Antipruralismus“, „demokratische Orientierung“?
    3) Wurden Beispiele thematisiert, wie
    – das Mobbing der Linken-Abgeordneten durch die Bundestagsfraktionen, als sie unter Fraktionsstärke gefallen waren?
    – die Besetzung allgemeiner Gebetsräume durch Muslime an mehreren deutschen Universitäten?
    – die tatsächlichen Ausgaben für Flüchtlinge gegenüber Sozialleistungen für Deutsche, insbesondere Hartz-4-Empfänger?
    – das arbeitnehmerfeindliche Sozialprogramm der AfD?!

  2. posteo sagt:

    Vielfalt ist kein Wert an sich. Es spielt keine Rolle, wie man Vielfalt definiert, noch, wieviele Menschen in Deutschland einer wie auch immer zu verstehenden Vielfalt ablehnend gegenüber stehen, solange Artikel 2 – das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung – für alle gilt.

  3. Dieter Krogmann sagt:

    Die von Ihnen zitierte und kommentierte Umfrage im obigen Bericht geht mit den Wortspielereien völlig an der eigentlichen Thematik vorbei!

    Bei wichtigen gesellschaftlichen Umfragen mit vagen Begriffen zu arbeiten, zwingt doch geradezu den Verdacht auf, daß es nicht um das eigentliche Thema geht, sondern, daß man im Sinne einer festgelegten politischen Linie oder gar eines Auftraggebers, ein bestimmtes Ergebnis erzielen will.



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