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TV-Tipps des Tages

21.03.2012 – Troja, Türkei, Zweite Weltkrieg, Kommunismus, Saladin, Muslime

TV-Tipps des Tages sind: Troja ist überall: Hisarlik, ein Hügel im Nordwesten der Türkei, rückt am 5. August 1873 ins Zentrum der Weltöffentlichkeit; Der Siegeszug der Archäologie; Die Ehrenmedaille; Der Kreuzritter Richard Löwenherz : Der Kampf gegen Saladin; Schliemanns Erben – Flucht aus Babylon dokumentiert die spannende Fahndung nach einem historischen Kuriosum

VONÜmit Küçük

DATUM21. März 2012

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Troja ist überall – Der Siegeszug der Archäologie
Dokumentation (Kultur – Altertum) – Film von Jens Nicolai – Hisarlik, ein Hügel im Nordwesten der Türkei, rückt am 5. August 1873 ins Zentrum der Weltöffentlichkeit: Heinrich Schliemann findet dort nach jahrelanger Suche einen Goldschatz, den er König Priamos zuschreibt. Er kann die Existenz von Troja nicht beweisen, doch Einiges spricht dafür, dass Schliemann mit seinen Thesen Recht hatte. Die Dokumentation „Troja ist überall – Der Siegeszug der Archäologie“ begleitet die Arbeit von Archäologen in der Türkei. 16:15-17:00 • 3sat

Die Ehrenmedaille
Spielfilm – Das 75-jährige Ion erhält fälschlicherweise eine Ehrenmedaille für heldenhafte Taten im Zweiten Weltkrieg. Die goldene Errungenschaft verhilft dem gebrochenen Rumänen zu neuem Lebensmut und gibt ihm Kraft, seine Vergangenheit aufzuarbeiten.

Ion ist 75, und die Beziehung zu seiner 72 Jahre alten Frau Nina ist bereits lange zerstört: Sie spricht nur mit ihm, wenn er etwas erledigen soll. Auch mit seinem Sohn Cornel, 45 Jahre alt, ist er entzweit. Der lebt in Kanada und kann seinem Vater nicht verzeihen, wie dieser sich verhalten hat, als er aus dem kommunistischen Rumänien fliehen wollte.

Eines Tages erhält Ion einen Ehrenorden für seine „heldenhaften“ Taten während des Zweiten Weltkriegs – Zeiten, an die er sich kaum mehr erinnert. Er liest noch einmal seine Liebesbriefe durch, die er Nina während des Kriegs geschickt hatte und findet einen darunter, in dem er ihr erzählt, er habe ein Geschütz abgefeuert. Ion fängt an zu glauben, dass er 1944 eine wichtige Stellung der deutschen Armee getroffen hat, gegen die die Rumänen am Ende des Zweiten Weltkriegs kämpften.

Aus dem Verteidigungsministerium teilt man ihm mit: „Wir machen niemals Fehler“. Er beschließt, sein neues Image als Held sowohl dazu zu nutzen, Nina umzustimmen, wieder mit ihm zu reden, als auch dazu, auf seinen Sohn Cornel einzuwirken, ihn nicht länger als „Kommunisten“ zu betrachten. Ions Glück endet, als das Verteidigungsministerium ihm mitteilt, man habe sich mit der Verleihung des Ordens an ihn doch geirrt, und er müsse ihn zurückgeben. Verzweifelt versucht er Beweise für seine nicht existierenden Heldentaten zu finden.

Unterdessen kündigt Cornel an, dass er demnächst mit seiner Familie nach Rumänien auf Besuch kommen wird. Durch Ions Hartnäckigkeit und Sturheit in Wut geraten, nimmt der Bedienstete des Verteidigungsministeriums Ion den Orden gewaltsam wieder ab. Gekränkt und verzweifelt kauft sich Ion einen Ehrenorden in einem Laden, steckt ihn an seine Brust und geht nach Hause, um seinen Sohn und seinen Enkel wieder zu sehen.

Hintergrundinformationen:
„Die Ehrenmedaille“ thematisiert ein Familienschicksal, das viele ehemalige Bewohner des ehemaligen Ostblocks getroffen haben könnte: Der junge Sohn eines überzeugten Staatsbürgers wandert ins kapitalistische Ausland aus und wird von seinem gestrengen Vater nicht verstanden. Die kulturellen Unterschiede zwischen dem in Kanada lebenden Sohn und dem 75-jährigen Rumänen werden dabei auf humorvolle Weise geschildert, wie auch die Eheprobleme zwischen Ion und Nina oder die immer noch überzogene Bürokratie im Rumänien der Gegenwart.

Der Film wurde bei seiner Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival Thessaloniki 2009 unter anderem mit einem Hauptpreis („Silberner Alexander“) und einem Preisgeld von 25.000 Euro ausgezeichnet. Außerdem wurden Tudor Voican für das beste Drehbuch und Victor Rebengiuc als bester Schauspieler geehrt. Rebengiuc wurde ebenfalls auf dem Turin Filmfestival und dem Transsilvanischen Filmfestival in Cluj als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Von der Union der rumänischen Filmemacher erhielt „Die Ehrenmedaille“ sechs Auszeichnungen in den Kategorien „Bestes Drehbuch“, „Beste Regie“, „Bester männlicher Schauspieler“, „Bester weiblicher Schauspieler“, „Bester Schnitt“ sowie „Beste Ausstattung und Kostüme“.

Der männliche Hauptdarsteller Victor Rebengiuc blickt auf eine erfolgreiche Schauspielerkarriere zurück. Der anti-kommunistische Rumäne debütierte 1956 im Kino mit der Hauptrolle in „Mîndrie“ und ist mehrfach ausgezeichnet worden, nicht nur als Schauspieler. So beschäftigt sich Victor Rebengiuc auch mit der rumänischen Filmpolitik und ist Mitglied der “ Asociatia Revolutionarilor fara Privilegii“, der „unabhängigen Interessengemeinschaft unprivilegierter Revolutionäre“. 23:25-01:10 • arte

Der Kreuzritter Richard Löwenherz (1/2)
Der Kampf gegen Saladin – Richard Löwenherz, König von England, und Sultan Saladin, Herrscher über Ägypten und große Teile Vorderasiens, bekämpften sich Ende des 12. Jahrhunderts mit großer Härte und Verbissenheit. Noch heute belastet die damals aufgerissene Kluft zwischen Orient und Okzident, zwischen Islam und Christentum, das wechselseitige Verhältnis. Die zweiteilige Dokumentation rekonstruiert das Ringen um die Vormachtstellung im Nahen Osten. Die historischen Begebenheiten wurden an Originalschauplätzen nach inszeniert. Es ist die Zeit des Dritten Kreuzzuges. Im November 1095 hatte Papst Urban II. die christliche Ritterschaft aufgerufen, nach Jerusalem zu ziehen.

Damit setzte er eine Massenbewegung in Gang mit prägendem Einfluss auf die Geschichte Europas und des Vorderen Orients. Bis heute – denn immer noch belastet die damals aufgerissene Kluft das Verhältnis von Orient und Okzident. Die europäischen Ritter erreichten mit Richard Löwenherz das Heilige Land 1191. Der englische König übernahm die Führung der Europäer gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Moslems. 03:00-03:45 • PHOENIX

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