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Migration und Integration in Deutschland

Durch die Möglichkeit der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in solchen [einfachen, manuellen] Positionen hat sich die Chance der deutschen Arbeiter, sich beruflich weiterzuentwickeln und in der Betriebshierarchie aufzusteigen zweifellos verbessert.

Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Chancengleichheit

Integration über Bildungsteilhabe

Seit Jahrzehnten kommen mehr Zuwanderer nach Deutschland als Babys zur Welt. Der Anteil der Migranten beträgt in Deutschland rund 20 Prozent. „Das ist aus der demografischen, aus der ökonomischen und aus der gesellschaftlichen Sicht ein sehr hohes Gewicht“, betont Ilona Riesen vom Institut der Deutschen Wirtschaft im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

DATUM7. April 2010

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RESSORTGesellschaft

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Anerkennung ausländischer Hochschulabschlüsse
Riesen fordert zudem die Lockerung Zuwanderungskriterien für Hochqualifizierten. Die Anzahl der Hochqualifizierten, die nach der neuen Gesetzgebung nach Deutschland kommen, sei derzeit kaum quantifizierbar. „Also, das ist ein so geringer Anteil, es hat einfach kein Gewicht auf dem Arbeitsmarkt.“ Außerdem stünden sie oft vor dem Problem, dass ihre Abschlüsse gar nicht oder allenfalls zum Teil anerkannt werden. Generationen von Akademikern haben diese Erfahrung schon machen müssen. Ein politischer Fehler, der dringend korrigiert werden muss, fordert Ilona Riesen.

„Mit dem Anerkennungsgesetz hoffen wir zumindest für die Neueinwanderer und für die Einwanderer, die noch nicht so lange in Deutschland sind, diese Brücke zu schlagen, dass man die mitgebrachten Qualifikationen durch Feststellung der tatsächlichen Qualifikationen hier verwerten kann und irgendwie begutachten und verschriftlichen kann, weil es für den deutschen Arbeitsmarkt eben wichtig ist. Weil viele Unternehmer achten eben darauf, dass die Qualifikation in Deutschland in irgendeiner Weise anerkannt ist.“

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2 Kommentare
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  1. Johanna sagt:

    >„Egal, welchen Bereich man sich anguckt – also, ob es Kindergarten ist, Schule oder später – sind die Betreuungsquoten oder Besuchsquoten von Kindern mit Migrationshintergrund immer niedriger als diejenigen von deutschen Kindern oder ursprünglich deutschen Kindern.<

    Auf, liebe Migranteneltern, schickt Eure Kinder in die Kindergärten, damit sie in der Schule mitkommen!

  2. Freigeist sagt:

    Johanna, das ist leider nicht so einfach.

    Wir haben versucht unsere Tochter mit zwei in einem Kindergarten unterzubringen. Sie ist sowohl geistig als auch sprachlich in der Lage gewesen diesen Schritt zu gehen; wir haben das natürlich sowohl mit unserer Kinderärztin als auch mit dem Gesundheitsamt abgesprochen. Nur haben wir über ein Jahr lang weit und breit kein Kindergartenplatz gefunden. Dabei leben wir in einer Großstadt. Wir haben uns nach zwei Monaten schließlich entschieden, sie in eine privaten Einrichtung zu schicken, wo auch die Eltern stärker einbezogen werden. All das, obwohl es uns finanziell im Grunde gar nicht möglich war.

    Warum erzähle ich das?

    Es geht mir erstens darum aufzuzeigen, dass die Politik das Netz von Betreuungseinrichtungen weiter ausbauen muss. Mir ist klar, dass die finanzielle Lage der Kommunen die Verantwortlichen dazu zwingt zu sparen. Ich hoffe allerdings, dass man nicht im Bildungssektor spart. Auch müssen private Initiativen, Elterninitiativen entstehen; der Beitrag zeigt deutlich auf, dass es sich hier um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt.

    Zweitens möchte ich mich deinem Aufruf anschließen. Eltern – und nicht nur Migranteneltern – sollten für die Zukunft ihrer Kinder investieren und bei finanziellen Schwierigkeiten möglichst ebenfalls wo anders sparen. Das funktioniert!



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