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Wenn wir Millionen von Menschen die doppelte Staatsbürgerschaft geben, die sie weitervererben, werden wir eine dauerhafte türkische Minderheit in Deutschland haben. Das bedeutet eine langfristige Veränderung der Identität der deutschen Gesellschaft. Ich bin dagegen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

Türkische Presse Europa

25.02.2010 – Optionsregelung, Medien, Freitagspredigt, Kopftuch

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen räumen der Debatte über die Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht in der Hamburger Bürgerschaft breiten Raum ein. Außerdem wird die voreilige Berichterstattung deutscher Medien in Bezug auf Türken und Araber kritisiert. Weitere Themen sind: Freitagspredigt in deutscher Sprache, Hauptschulen und Kopftuch.

DATUM26. Februar 2010

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RESSORTTürkische Presse Europa

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Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht
ZAMAN, SABAH, HÜRRIYET und TÜRKIYE räumen der Debatte in der Hamburgischen Bürgerschaft über die Optionsregelung im Staatsangehörigkeitsrecht breiten Raum ein und geben die Worte der SPD-Abgeordneten Aydan Özoguz wieder. Sie habe an die Worte des CDU Politikers Ole von Beust erinnert, der sich ebenfalls für die Abschaffung stark gemacht hatte. Özoguz habe die CDU aufgefordert, sich Beust’s Worte zu halten, schreibt die ZAMAN. Die Optionsregelung füge der Gesellschaft Schaden zu, titelt die HÜRRIYET. Die SPD Fraktion in Hamburg hatte zuvor einen Antrag zur Abschaffung der Optionsregelung eingereicht.

„Das ist das Problem“
lautet die Schlagzeile in der SABAH. Die Zeitung berichtet über die vermeintliche Vergewaltigung einer 15jährigenvon fünf Jugendlichen. Die Zeitungen – unter anderem die Bild und Berliner Morgenpost – hätten, so die SABAH, als mögliche Täter Türken und Araber ausgemacht. Die Bild-Zeitung habe sogar einen Polizisten zitiert, der von Spermaspuren sprach. So, als ob die Tat bereits nachkonstruiert worden sei. Nun habe sich aber herausgestellt, dass die Aussagen des vermeintlichen Opfer nicht der Wahrheit entsprechen. Dies habe die Polizei mitgeteilt. SABAH hebt in der Berichterstattung hervor, dass die Medien sich zu schnell Türken und Araber gestürzt hätten.

Freitagspredigt in deutscher Sprache
Die Ära für Freitagspredigten in deutscher Sprache habe in DITIB-Moscheen begonnen. Nach wie vor halte der Imam die Reden in türkischer Sprache. Doch würde die Übersetzung mittels eines Projektors auf eine Landwand projiziert, schreibt die HÜRRIYET. So hätten auch Muslime, die nicht türkisch sprechen die Möglichkeit, den Inhalt der Predigt mitzubekommen.

Hauptschulen sterben aus
Die ZAMAN thematisiert die Hauptschulen und schreibt, dass in vielen Bundesländern die Politik an dieser Schulform zwar festhalte, aber diese Schulen dennoch aussterben. Als Grund führt die Zeitung die Haltung der Schüler und Eltern auf, die erkannt hätten, dass Hauptschulen keine Zukunft für die Kinder bieten. In Bochum, Duisburg, Gelsenkirchen, Herne und Bergkamen seien die Anmeldungen drastisch zurückgegangen.

„Für die USA ist Kopftuch ein Menschenrecht“
titelt die TÜRKIYE und beruft sich auf den Frankfurter US-Generalkonsul Edward M. Alford, der in Mannheim die „Yavuz Sultan Selim Moschee“ besucht habe. Für die USA gehöre das Tragen des Kopftuchs zu den elementaren Menschenrechten.

Das Zusammenleben wurde erschwert
titelt die TÜRKIYE und zitiert Bekir Alboga (DITIB). Er habe auf einer DITIB-Konferenz zum Thema „Zusammenleben“ gesagt, dass Vorurteile die Hauptursache für die heutigen Probleme seien.

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