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Migration und Integration in Deutschland

Viele wollen sich aber nicht entscheiden. Da schlagen zwei Seelen in ihrer Brust. Lassen wir doch beide Herzen schlagen! Wir brauchen die jungen Leute.

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) über die doppelte Staatsbürgerschaft, Neujahrsempfang am 17. Januar 2010

Türkische Presse Europa

21.01.2010 – Doppelte Staatsbürgerschaft, Visumspflicht, Zivildienst, Burka

Bunt gemischt sind die Themen der Europaausgaben türkischer Tageszeitungen. Ole von Beusts Fürsprache für die doppelte Staatsbürgerschaft, die Visumspflicht für türkische Staatsbürger oder Forderungen türkischer Verbandsvertreter nach Zivildienstmöglichkeiten anstelle des Militärdienstes in der Türkei, sind nur einige der Themen.

Ole von Beust für die doppelte Staatsbürgerschaft
Die Fürsprache des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust für die doppelte Staatsbürgerschaft findet großen Raum in den Europaausgaben türkischer Tageszeitungen (wir berichteten). Die SABAH zitiert von Beust in der Schlagzeile mit „Wir sollten Jugendliche nicht zwingen“; die ZAMAN: „Lasst die Herzen der Jugendlichen für zwei Länder schlagen“. Auch die TÜRKIYE berichtet über die Worte von Beusts lobend hervor.

Zivildienst für türkische Staatsbürger
Die Zaman räumt einer Forderung türkischer Verbandsvertreter großen Raum ein. Sie verlangen vom türkischen Staat, dass sie türkischen Staatsbürgern die Möglichkeit eröffnet, nach dem deutschen Vorbild, Zivildienst abzuleisten anstelle des Militärdienstes. Auch fordern sie die Abschaffung der Gebühr, mit der sich der Militärdienst erheblich verkürzen lässt.

Integrationsrat in Bayern konstituiert
Die ZAMAN berichtet ausführlich über die Konstituierung des Integrationsrates in Bayern (wir berichteten) und kommentiert, dass Bayern eingesehen hat, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Außerdem habe Bayern erkannt, dass man in Integrationsfragen noch viel zu tun habe.

Erneut Visum-Problem
Nahezu ganzseitig räumt die HÜRRIYET der Visa-Problematik Raum ein. Berichtet wird über Schwierigkeiten türkischer Geschäftsmänner, die Probleme bei der Einreise haben. Insbesondere die Textilmesse in Niedersachsen habe die Unmöglichkeit der Visa-Problematik zutage gebracht. Ein türkischer Ingenieur sei beispielsweise am Flughafen zwei Tage festgehalten worden, ehe er wieder in die Türkei zurückreisen durfte. Dies obwohl er 50.000 Euro an Sicherheiten vorgelegt habe. Unterdessen habe Filiz Polat, Grünen-Politikerin im Niedersächsischen Landtag, eine Kleine Anfrage an die Landesregierung eingereicht. Die SABAH weist indessen darauf hin, dass die Visumspflicht der Wirtschaft schade (wir berichteten) und beruft sich ebenfalls auf Filiz Polat.

Mit Punkten keine Einbürgerung
Über einen ungewöhnlichen Einbürgerungsfall macht sich die MILLIYET lustig. Einem türkischstämmigen und gebürtigen Duisburger sei wegen zwei Punkten in seinen Passunterlagen die Einbürgerung versagt worden. Der Betroffene heiße „Mümin“. In seiner Geburtsurkunde stehe aber „Mumin“.

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Ein Kommentar
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  1. Boli sagt:

    Zivildienst für türkische Staatsbürger
    Die Zaman räumt einer Forderung türkischer Verbandsvertreter großen Raum ein. Sie verlangen vom türkischen Staat, dass sie türkischen Staatsbürgern die Möglichkeit eröffnet, nach dem deutschen Vorbild, Zivildienst abzuleisten anstelle des Militärdienstes. Auch fordern sie die Abschaffung der Gebühr, mit der sich der Militärdienst erheblich verkürzen lässt.

    Na wenn das mal nicht etwas sinnvolles ist!!



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