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Es wird selbstverständlich sein, dass jemand Mehmet heißt und nicht Hans – wir halten das aus.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

Neuerscheinung

Islamfeindlichkeit – Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen

„Islamkritik“ ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Doch dahinter verstecken sich oftmals nur pure Ressentiments. Zugleich lässt sich unter Muslimen eine dogmatische Verteidigungshaltung beobachten, bei der bisweilen jede Kritik von vornherein in den Wind geschlagen wird. Beide Extreme dominieren zu häufig die öffentlichen Diskussionen.

Der vorliegende Band „Islamfeindlichkeit“ einerseits spürt jene geistigen Strömungen auf, die antiislamische Einstellungen in Deutschland fördern. Sie dokumentiert Erscheinungungsformen der Islamfeindlichkeit/Islamophobie und setzt sich kritisch mit ihnen auseinander. Dabei hilft sie, die öffentlichen Diskussionen um Islamkritik zu verstehen und einzuordnen. Das Werk ist somit ein Appell an die Vernunft, hat aber auch dokumentarischen Charakter.

In diesem Buch nun beleuchten renommierte Autoren verschiedene Aspekte vom europäischen Islamhass vergangener Jahrhunderte bis zur heutigen Hetze im Cyberspace. Ferner geht es um die Auseinandersetzung mit prominenten Protagonisten der „Islamkritik“ wie Henryk M. Broder, Ralph Giordano, Necla Kelek, Hans-Peter Raddatz und anderen.

Islamfeindlichkeit – Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen jetzt bei Amazon bestellen (Broschiert: 483 Seiten, Verlag: Vs Verlag; Auflage: 1 (15. September 2009), ISBN-13: 978-3531162577).

Herausgeber ist Thorsten Gerald Schneiders. Er ist Islam- und Politikwissenschaftler und lehrte zuletzt am Centrum für Religiöse Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Zielgruppe der Werke sind in erster Linie Theologen, Islamwissenschaftler, Soziologen, Politik- und Kulturwissenschaftler und auch alle anderen Interessierten, die bereit sind, über den sonst klischeebehafteten Telerrand hinaus zu schauen. In verständlichen Worten haben sich Autoren wie Prof. Heiner Bielfeldt, Prof. Micha Brumlik, Prof. Kai Hafez, PD Dr. Jochen Hippler, Prof. Siegfried Jäger, Prof. Yasemin Karakasoglu, Dr. habil. Navid Kermani oder Prof. Dieter Oberndörfer der unterschiedlichen Themen angenommen.

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17 Kommentare
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  1. Boli sagt:

    Ich glaube niemand streitet ab, das es Islamfeindlichkeit gibt. Aber wisst Ihr. Fälle wie diese machen die Situation nicht besser oder?

    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Bochum-Jugendliche-vertreiben-Priester-aus-der-Stadt;art932,706522

    Und nu?

  2. BiKer sagt:

    in der regel begnüge ich mich damit, kommentare anderer zu lesen. häufig stößt man auf interessante diskussionen oder hofft zumindest darauf, wenn ein artikel viele kommentare aufweist. lese ich aber unter den namen boli, habe ich überhaupt kein interesse, erst anzufangen zu lesen. ich weiß schon, was am ende bei herauskommt. das hier ist das beste beispiel. vorgestellt wird ein äußerst sachliches buch! was macht boli? postet ein link über xy aus yzxyxzyxzyyxz. plump und einfach nur billig. setzt sich kein bisschen mit dem buch auseinander. wird es höchstwahrscheinlich niemals lesen. aber würgt vorsorglich mal eine möglicherweise entstehende diskussion ab, wohl aus angst, die könnte differenziert erfolgen.

    boli, sei mir nicht böse. ich kenne dich nicht und möchte das auch nicht. deine kommentare empfinde ich jedenfalls nie als lesenswert. meine sind es auch nicht. ich weiß. deshalb lese ich ja auch in der regel. hier wurden ja mal stimmen laut, die solche kommentare gerne nicht freischalten lassen wollten. ich bin auch ein großer verfechter der meinungsfreiheit und gegen zensur. das was aber boli du oder deinesgleichen hier von euch geben ist einfach nur billiger propaganda gegen den islam. kein thema ist dir zu schade, als dass es am ende gegen den islam oder die türkei gehen könnte. hör bitte auf!

  3. Johanna sagt:

    Kein Wunder ist es, dass Islamfeindlichkeit auftaucht, wenn Muslime ständig die Grenzen weiterer Forderungen ausloten. Dabei wird keine Rücksicht genommen auf die Gefühle der Einheimischen.

    Da diese Rücksichtlslogkeit im Umgang mit den Alteingesessenen nicht nur in Deutschland, sondern in Europa/der Welt zu sehen ist, ist eine Abneigung gegen beständige Forderungen (ansonsten Beleidigtsein) nicht verwunderlich.

    Das Schärfste ist die Forderung der OIC, den Islam von Kritik auszunehmen – und somit die Meinungsfreiheit einzuschränken.

  4. BiKer sagt:

    aaaaah, die nächste meiner lieblingskommentatoren – direkt neben boli. 🙂

    da die verantwortlichen des migazin offensichtlich nichts gegen solche inhaltsleere phrasen tun oder unternehmen wollen, werde ich mich mal um die johanna kümmern. nur um die endlose leere zu verdeutlichen. fangen wir mal damit an, etwas inhalt zu entlocken:

    1. johanna, mit welchen forderungen loten muslime aus? (bitte erst einmal nur eine nennen, damit wir hier vorankommen und uns nicht verlieren. erst im anschluss schauen wir uns an, welche grenzen und gefühle sie meinen. immer der reihe nach! zur abwechslung setzen wir uns mal inhaltlich auseinander. betrifft zwar nicht das eigentliche thema hier – das buch – aber dennoch ein riesenschritt – immerhin mal inhaltliche auseinandersetzung.) ich bin mal gespannt.

  5. NDM sagt:

    Zu diesem Buch wird es im Januar auch eine zweite Ausgabe geben, welche die genaue Gegenseite, die mit „Zugleich lässt sich unter Muslimen eine dogmatische Verteidigungshaltung beobachten“ beschrieben wird, beleuchtet. Nur zusammen sind die vollständig. Da aber Islamfeindlichkeit das drängendere Problem unserer Zeit ist, wurde diese Seite zuerst beleuchtet.

  6. Hugenotte sagt:

    Ich kenne das Buch bereits. Vor allem die Analysen zu Giordano (Brumlik: „Wie Ralph Giordano zum Ausländerfeind wurde“) oder auch zu Hans-Peter Raddatz oder Henryk M. Broder, Alice Schwarzer, Leon de Winter etc. finde ich sehr gelungen. Es ist einfach unbegreiflich, wieso solche Leute immer so viel Aufmerksamkeit für das Thema Integration/Islam in der Öffentlichkeit bekommen. Nicht wegen ihrer Meinung, sondern wegen der einfältigen, eigentlich so leicht durchschaubaren Art ihrer Argumentation. Das Buch bringt das alles sehr gut auf den Punkt. Aber auch die historischen Beiträge sind echt lesesnwert. Höchst spannend auch eine Auseinandersetzung mit der Haltung der CDU zu Islam und Muslimen. Das Werk kommt wirklich zur richtigen Zeit. Ich sag nur Sarrazin oder der Mordfall in Dresden….

  7. Boli sagt:

    @Biker

    Die Antwort ist so einfach das Du eigentlich selbst drauf kommen müsstest. Es ist die „Dogmatische Verteidigungshaltung“ die schon die größtes Forderung, nämlich ja nichts am Islam in Frage stellen zu dürfen enthält da man sonst beleidigt oder gar agressiv würde.
    Es sind die vielen Gerichtsverfahren mit denen diverse Forderungen europaweit durchgesetzt werden sollen. Es ist der Anspruch überall Großmoscheen in die Landschaft pflanzen zu wollen ohne dabei zu beachten das die Lage bezüglich Religionsfreiheit in den Herkunftsländern der Muslime wohlweislich mitentscheidend für die Toleranz in Europa ist.
    Es ist die Forderung von Muslimen (nicht allen), das sich während der Fastenzeiten „die Anderen“ gefälligst mit dem Essen und Trinken zurückhalten sollen, damit man nicht versucht wird. Wobei ich sagen muss, wer das nicht durchhält sollte sich eh fragen ob er wirklich stark im Glauben ist.
    Im Übrigen wird es jetzt eh bald viel mehr Kämpfe innerhalb der muslimischen Community geben als nach Aussen da vor kurzem die Burka ausdrücklich als unislamisch erklärt wurde. Das ist Euer Problem und Ihr müsst es lösen. Ihr werdet nicht länger in der Lage sein Euer Feindbild nach Aussen tragen zu können.
    Es wird die Zeit der Aufklärung schon sehr bald im Islam auftauchen und dies ist auch gut so. Nur so kann dieser entdogmatisiert werden und keine Fläche mehr für Anfeindungen mehr abgeben. Passiert dies nicht wird sich die Lage immer mehr verschlimmern.
    Im Übrigen wischt Du mir schon etwas leicht den Vorfall in Bochum beiseite, denn Du solltest Dir darüber im Klaren sein das dies den ersten Vorfall von religöser Vertreibung und Intoleranz gegen Christen auf deutschem Boden seit langem darstellt.

  8. BiKer sagt:

    1. boli, sie übernehmen? na gut. ich dachte mir schon immer, dass die johanna eh keine lust auf eine diskussion hat sondern migazin nur ab und an mal dazu benutzt, sich zu „entfalten“.

    2. ich hatte darum gebeten, nur ein punkt anzusprechen – vorerst – damit wir nicht durcheinanderkommen. also. wählen sie ein punkt aus, wo sie meinen muslime würden ausloten. anschließend schauen wir uns die grenzen und gefühle an. nur so funktioniert – sofern sie mumm haben – eine diskussion. schritt für schritt konkretisieren und ausdiskutieren.

    3. vorab: auf ein kauderwelch a la „hier und da und sowieso und außerdem“ lasse ich mich nicht ein. wenn sie von den bösen muslimen derart überzeugt sind, halten sie sich an die regeln einer konstruktiven (iSv Ergebnis offen) Diskussion.

  9. Florian sagt:

    Ich hatte den Link schon an anderer Stelle geposted, ist aber schon eine Weile her und passt hier nochmal sehr gut zum Thema. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat vor einige Zeit ein Essay herrausgegeben.
    „Der Essay geht den Ursachen für das Unbehagen gegenüber dem Islam nach und benennt Kriterien für einen angemessenen Umgang mit bestehenden Ängsten. Dabei werden Motive, die hinter der skeptischen Einstellung gegenüber dem Islam stehen, identifiziert, Kriterien für eine öffentliche Debattenkultur ausgearbeitet und der derzeit kontrovers diskutierte Begriff Islamophobie analysiert. “
    Runterladen (pdf) kann man „Essay No. 7: Das Islambild in Deutschland. Zum öffentlichen Umgang mit der Angst vor dem Islam“ hier: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads/tx_commerce/essay_no_7_das_islambild_in_deutschland.pdf

    Der Essay ist sehr differenziert geschrieben und wirklich sehr gelungen. Zudem ist er kostenlos, was ja auch ein Argument sein kann 😉 Damit möchte ich ausdrücklich nicht davon abraten, das hier beworbene Buch zu kaufen, nur habe ich es bislang nicht gelesen und kann mir dazu noch kein Urteil erlauben.

  10. Johanna sagt:

    Wenn Sie Ihre Oberlehrer-Art ablegen, könnte ich mir unter Umständen vorstellen, auf Ihre Posts einzugehen.


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