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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Türkische Presse Europa

17.09.2009 – Muslime, Medien, Bundestagswahl

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen berichten heute über mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl, über den Mord in der Münchener U-Bahn. Die MILLIYET weist darauf hin, dass 15 Menschen zugeschaut hätten, als die Täter auf das Opfer zuschlugen und titelt: „Die Menschheit ist gestorben“.

Muslime beschweren sich über Medien
ZAMAN, MILLIYET und TÜRKIYE berichten über ein Forschungsergebnis, nach der sich Muslime in Deutschland, Frankreich und Großbritannien über die Medien beschweren. Die meisten Medienberichte über Muslime seien übertrieben und negativ. Auf einer Fachtagung in Potsdam hätten Wissenschaftler über die Forschungsergebnisse gesagt, dass Medien mehr Muslime beschäftigen müssen. Die TÜRKIYE weist zu dem darauf hin, dass Muslime in den Medien am häufigsten im Zusammenhang mit dem Terrorismus genannt würde.

Volker Bouffier beim Fastenbrechen
Die MILLIYET räumt einem Fastenbrechen (Iftar) mit dem hessischen Innenminister Volker Bouffier Raum ein. Dort habe Bouffier gesagt, dass seine Anwesenheit beim gemeinsamen Essen als ein Dankeschön für die gemeinsamen Ziele verstanden werden solle. Migranten seien ein Teil dieser Gesellschaft und sehr wichtig für Deutschland.

Die Parteien haben Muslime vergessen
Auf der Titelseite der Europaausgaben berichtet die ZAMAN über eine Umfrage der britischen Nachrichtenagentur Reuters. Danach fühlten sich Muslime in Deutschland benachteiligt und seien deshalb von der Politik enttäuscht. Auch seien Muslime bei den Wahlkampagnen von den Partei größtenteils unbeachtet geblieben.

Kein Standard bei der Integration
Die Ehemalige Bundestagsabgeordnete Rita Süssmuth habe auf einer Veranstaltung (Kann man Integration messen?) in Frankfurt gesagt, dass es keinen Standard für Integration in Deutschland gebe und zwischen dem Gerede und der Praxis große Unterschiede bestehen. Prof. Ursula Neumann hingegen habe betont, dass Türken in Bildungsfragen gewillt seien aber nicht wüssten, wie sie das bewerkstelligen sollen.

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3 Kommentare
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  1. municipal sagt:

    Die Parteien haben Muslime vergessen.

    Und? Muß für Muslime ein Sonderwahlkampf gefahren werden, sind sie etwas „besonderes“?

    Gibt es eine Staatsangehörigkeit MUSLIM? Doch wohl nicht.

    Es gibt hier in Deutschland unter anderem türkische Staatsbürger mit vorläufiger oder dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung/Arbeitsgenehmigung, und auch deutsche Staatsbürger (mit türkischem Migrationshintergrund).

    Diese deutschen Staatsbürger haben das aktive und passive Wahlrecht. Wie jeder andere deutsche Staatsbürger auch. Woher er auch stammt.

    Warum soll es für „Muslime“ Sonderrechte geben? Mit welcher Rechtfertigung, auch den anderen Migrantengruppen gegenüber ? Von keiner anderen Migrantengruppe hört man dieses ständige Fordern,Beleidigtsein,oder andere Vorwürfe wie z.B. Rassismus.

  2. Johanna sagt:

    Auch mir stach genau dieser Satz ins Auge:

    „Danach fühlten sich Muslime in Deutschland benachteiligt und seien deshalb von der Politik enttäuscth.“

  3. D. E. sagt:

    Wieso werden in den deutschen Medien die Muslime mit Kopftuch+Türken gleichgesetzt?

    D. E.



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