Wenn es um Migrationspolitik geht, macht die Schweiz eher mit negativen Schlagzeilen von sich reden. Dabei hat jeder Vierte Schweizer Wurzeln im Ausland. Zeit, einige Vorurteile auf den Prüfstand zu stellen.
Hasskriminalität kann potenziell fast jeden treffen – und viele haben Angriffe aus Vorurteilen schon mal erlebt. Doch nur wenige reden darüber und kaum einer zeigt Hasskriminalität an. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
Das neue Staatsangehörigkeitsgesetz mit zusätzlichen Einbürgerungsfragen soll vorgeblich der Bekämpfung von Antisemitismus dienen. Tatsächlich wird Holocaust-Verantwortung pervertiert. Von Rosa Fava
Die Bereitschaft, Hass zu zeigen ist gestiegen, der Nährboden für Rassismus ist größer geworden. Extremismusforscher Zick kritisiert Politiker. Sie bedienten mit ihren Äußerungen Vorurteile gegenüber Migranten. Flucht sei inzwischen ein Triggerthema. Von Holger Spierig
Der für seine sozialkritischen Filme bekannte Regisseur Ken Loach lässt in „The Old Oak“ Flüchtlinge auf alteingesessene Bergarbeiter im Nordosten Englands treffen. Ein Kampf gegen Vorurteile. Von Frank Arnold
Zehn Regierungsbeauftragte warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor zunehmender Hasskriminalität: Rassismus und gruppenbezogene Vorurteile auf dem Vormarsch. Sorgen bereiten auch vorurteilsbeladene Wahlkämpfe. Der Staat stehe in der Pflicht.
Ein kritischer Blick auf Definitionen, Vorurteile und Alternativen: Warum der Begriff ‚Clankriminalität‘ zu unbelegten „Kultur“-Behauptungen einlädt und ein Einfallstor für strukturellen Rassismus bietet. Von Prof. Dr. Kilian Wegner
Die Recherche- und Informationsstelle sieht in Thüringen einen leichten Anstieg antisemitischer Vorfälle. Ihre Leiterin nennt die Entwicklung alarmierend - und macht der Thüringer AfD Vorwürfe.
Im preisgekrönten Grand Beauty Salon kommen Menschen verschiedener Kulturen zusammen. In einem Häuschen in Leipzig-Grünau werden kostenlos Haare geschnitten oder Nägel behandelt - und im Idealfall auch Grenzen und Vorurteile überwunden. Von Christoph Pengel
Die Pandemie hat offenbar zu einer Stärkung der Demokratie geführt, heißt es in einer neuen Studie. Zugleich fühlen sich Bürger aber immer ohnmächtiger. Aggressive Einstellungen gegen Migranten, Juden, Muslime sowie Sinti und Roma wachsen: Eine Gesellschaft im Krisenmodus.