Ein deutscher Pass schafft einen rechtlichen Status. Doch wer als deutsch wahrgenommen wird, entscheidet sich oft im Alltag. Dort zeigt sich, wie brüchig das Versprechen gleicher Zugehörigkeit ist. Von Lea Gajić
Ist der "Tag der offenen Moschee" am 3. Oktober eine Provokation und ein Zeichen mangelnder Integration? Dieser Ansicht ist Seyran Ateş. Thomas M. Schimmel, Koordinator der Langen Nacht der Religionen in Berlin hält in seinem MiGAZIN-Gastbeitrag dagegen. Von Thomas M. Schimmel
27 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigt sich Bundespräsident Steinmeier besorgt über neue "Mauern der Unversöhnlichkeit" im Land. Am Einheitstag appelliert er an die Bürger, einander zuzuhören. Er mahnte eine klarere Flüchtlingspolitik an und sprach sich für ein Einwanderungsgesetz aus.
Ob Marokko, die Türkei, Griechenland, Eritrea oder Deutschland: Durch ein neues Bundesprogramm mit dem Namen "Sprach-Kitas" sollen Kinder aus der ganzen Welt gemeinsam Deutsch lernen. Die sprachliche Bildung soll dabei in den Kita-Ablauf integriert werden. Von Nora Frerichmann
Am 9. November vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Gefeiert wird dieses historische Ereignis am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit. Dieser Tag veränderte aber auch die Lebensverläufe vieler Migranten – vier Porträts zum Hören: Von Valentina Repetto
Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Denn nun, da ich diese Zeilen schreibe, nähert sich das Jubiläum eines verhängnisvollen Tages der deutschen, ja weltweiten Geschichtsschreibung, dessen wir jährlich am Tag der Deutschen Einheit gedenken. Von Sven Bensmann
Christentum, Judentum und der Islam gehören zu Deutschland, lautete die Botschaft von Bundespräsident Christian Wulff zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. MiGAZIN dokumentiert Auszüge: Von GastautorIn
Trotz der Bekräftigung „Präsident aller Menschen“ sein zu wollen, verpasst Bundespräsident Wulff mit seiner Einheitsrede, die historische Chance, die Integrationsdebatte, endlich vielfältiger und „weiter“ zu gestalten. Von Martin Hyun
Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hätte „die kritischen Worte des Bundespräsidenten zu der Panik-Debatte um Integration und Muslime in Deutschland“ gerne früher gehört.
„Seit Rostock habe ich die Gewissheit, dass die Welle des Fremdenhasses immer wieder in Erscheinung treten kann.“ Martin Hyun über die Bedeutung der deutschen Einheit und über das Warten auf die deutsche Einheit. Von Martin Hyun