Während Studiengebühren in Bayern für heimische Studierende seit Jahren abgeschafft sind, ist die Zahlung für Studierende, die nicht aus der EU kommen, wieder ein Thema. Das ruft Protest hervor.
Trotz massiver Kritik müssen angehende Akademiker aus dem Ausland seit Jahren Geld für ihr Studium in Baden-Württemberg bezahlen. Jetzt wächst die Sorge vor dem Fachkräftemangel. Die Wirtschaft fordert Streichung der Gebühren - und die grüne Regierung prüft.
Sachsen und Baden-Württemberg haben es vorgemacht und sich die Finger verbrannt: Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer. Ungeachtet schlechter Erfahrungen will jetzt auch Bayern ausländische Studierende zur Kasse zu bitten. Studentenorganisationen sprechen von einem „Zweiklassensystem“. Von Ekrem Şenol
Deutschland befindet sich in einem weltweiten Wettbewerb um die klugsten Köpfe. Hierbei spielt die Bezahlbarkeit des Auslandsstudiums eine entscheidende Rolle. Dennoch führen einzelne Bundesländer Studiengebühren für Ausländer ein. Ein Schuss in den Ofen. Von Konstantin Stamm Von Konstantin Stamm
Bis zu 1.500 Euro Studiengebühren müssen Studenten aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg in Zukunft zahlen - pro Semester. Das grün geführte Wissenschaftsministerium erwartet Einnahmen von 3,5 Millionen Euro. Das Vorhaben steht in Kritik, der Landtag muss noch zustimmen.
Die Pläne der Baden-Württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne), von Ausländern Studiengebühren einzufordern, stößt auf Kritik. Der Bundesverband ausländischer Studierender und ein Aktionsbündnis gegen Studiengebühren sprechen von „rassistischen Vorschlägen“. Sie fordern die Rücknahme der Pläne.
Der Akademische Austauschdienst freut sich über neue Höchstzahlen ausländischer Studierender in Deutschland. Der Rechnungshof Baden-Württemberg wiederum beklagt die hohen Kosten und fordert Aufnahmelimit Nicht-EU-Studenten. Der Bundesverband ausländischer Studierender schlägt Alarm.