Jahrelang bestritt Beate Zschäpe, von den NSU-Morden gewusst zu haben. Inzwischen hat sie ihre Darstellung geändert - und sich von der rechtsextremen Ideologie distanziert. Das Gericht erkennt dies an. Für eine vorzeitige Haftentlassung reicht das aber nicht. Opfer-Angehörige vermuten ein taktisches Manöver hinter Zschäpes Reue.
Hans-Thomas Tillschneider sollte am Jahrestag des rechtsextremen Anschlags in Halle das Parlament vertreten. Doch vor der Synagoge bildeten Studierende eine Menschenkette und ließen ihn nicht rein. Ein Blick auf seine ältere Reden erklärt den Protest.
Der Anschlag von Halle ist vor allem als Angriff auf eine Synagoge im Gedächtnis geblieben. Doch nachdem der antisemitische Massenmord scheiterte, griff der Täter gezielt einen Dönerimbiss an. Sein Motiv: Rassismus. Sieben Jahre später erinnern Überlebende daran, dass Antisemitismus und Rassismus zu derselben rechtsterroristischen Tat gehörten.
25 Jahre nach dem NSU-Mord an Süleyman Taşköprü wird weiter über die Form der Aufarbeitung gestritten. Auf dem Prüfstand steht der umstrittene Hamburger Sonderweg mit dem Forschungsprojekt. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes gibt nun eine deutliche Antwort.
Einer soll die Tat abgesichert, der andere sie gefilmt haben: Zwei damals minderjährige Beschuldigte sollen einen versuchten Brandanschlag auf eine bewohnte Asylunterkunft der rechtsextremen „Letzten Verteidigungswelle“ unterstützt haben. Nun liegt die Anklage beim Thüringer OLG.
Lebenslang und besondere Schwere der Schuld: Viele glauben, die NSU-Terroristin Beate Zschäpe werde das Gefängnis nie verlassen. Doch Zschäpe arbeitet längst daran, wieder frei zu kommen – schon in fünf Jahren. Welche Strategie fährt sie und wie stehen ihre Chancen?
Eine Staatsanwältin wird Opfer rechter Gewalt – und ausgerechnet ihre eigene Behörde bremst die Aufklärung. „Staatsschutz“ zeichnet ein verstörendes Bild institutioneller Verharmlosung und zeigt, was passiert, wenn Behörden rechte Gewalt nicht ernst nehmen. Von Britta Schmeis
Beim NSU-Komplex zeigte sich, wie schwer sich Sicherheitsbehörden damit taten, rechtsextreme Gewaltverbrechen aufzuklären. Der Fall eines Brandanschlags auf ein jüdisches Altenheim in München zeigt: Die Geschichte solcher Ermittlungsdefizite reicht viel weiter zurück. Von Birol Kocaman
Die „Letzte Verteidigungswelle“ agierte jugendlich-unprofessionell, aber gefährlich. Ziel der jungen Terroristen: die Vernichtung von Ausländern und politischen Gegnern. Nun wurden sie verurteilt. Von Martin Fischer
Am 22. Juli vor zehn Jahren tötete ein Rassist am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen, die er gezielt auswählte. Beim Gedenkakt forderte Bundespräsident Steinmeier „mehr klare Kante“ gegen Rassismus. Zeitgleich erinnerte Norwegen an die Anschläge von Oslo und Utøya. Was die Taten verbindet.