Debatte über Herkunft
Polizeigewerkschaft für Nennung der Nationalität von Tatverdächtigen
28.08.2019
Per Erlass will das NRW-Innenministerium regeln, dass die Polizei künftig die Herkunft aller Tatverdächtigen nennt. Die Polizeigewerkschaft lobt den Vorstoß, der für Transparenz sorge. Journalisten hingegen kritisieren das Vorgehen.
Journalisten-Verband
Herkunftsnennung von Tätern ist „absurd“
26.08.2019
Der Vorstoß von NRW-Integrationsminister Stamp, die Herkunft von Straftätern immer zu nennen, stößt beim Journalisten-Verband auf Kritik. Die ausnahmslose Nennung der Herkunft sei absurd.
Das Gästezimmer
Ich will Nachrichtensprecher mit ausländischem Akzent hören
09.08.2019

In englischsprachigem Fernsehen hört man oft Reporter mit „ausländischem“ Akzent. Im deutschen Fernsehen hingegen hört man stets perfektes Hochdeutsch. Warum? Das ist ein großer Verlust für uns alle. Von Francesca Polistina
"Pseudo-Dokumentation"
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma übt scharfe Kritik an Sat.1
09.08.2019
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wirft Sat.1 Rassismus vor. Eine am Mittwoch ausgestrahlte "Pseudo-Dokumentation" reihe sich ohne weiteres in die rassistische Tradition von Nazi-Propagandafilmen wie "Jud Süß" ein.
Nebenan
Klimawetter
30.07.2019

Dass in Dresden ein Rechtsextremist mit der Machete auf seinen libyschen Nachbarn losgeht oder in Wächtersbach ein Neonazi auf einen Eritreer schießt, wäre vor einigen Jahren noch der Schocker des Sommerlochs gewesen. Das haben wir aber schon längst überwunden. Von Sven Bensmann
Frage
Wer ist eigentlich der Eritreer, von dem alle schreiben?
25.07.2019

Der Täter von Wächtersbach, Roland K, ist inzwischen bundesweit bekannt. Wir kennen seine Gesinnung, sein Hobby, ja sogar seine Stammkneipe. Menschen, die ihn kennen, werden interviewt, erzählen über ihn. Und wer ist der Eritreer, von dem alle schreiben? Von Sami Omar
Studie
Redaktionen bilden gesellschaftliche Vielfalt kaum ab
16.07.2019
Medien spiegeln die gesellschaftliche Vielfalt nicht ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, in der Redakteure und Journalisten im EU-Raum befragt wurden. Als Hauptgrund werden sprachliche Hürden angegeben.
Medienwissenschaftlerin
Presse macht Flüchtlinge zu Objekten
26.06.2019
300 FAZ- und SZ-Artikel über Geflüchtete hat Medienwissenschaftlerin Jutta Brennauer untersucht. Das Ergebnis: In neun von zehn Artikel kommen Geflüchtete nicht zu Wort, die deutsche Sicht dominiert. Fluchtursachen würden - wenn überhaupt - nur vage genannt. Von Barbara Driessen
Medienkritik
Experten kritisieren Nennung von Herkunftsländern bei Straftätern
07.05.2019
Seit der Kölner Silvesternacht wird die ausländische Herkunft von Tatverdächtigen in Medien sehr viel häufiger genannt - oft völlig unnötig, kritisieren Experten. Auf der anderen Seite sei nie von einem "deutschen Strafverdächtigen" die Rede.
Berliner Medienkongress
Politiker fordern mehr Regeln im Internet
07.05.2019
Über kaum ein anderes Thema kursieren vermutlich mehr Fake-Nachrichten im Internet als über Flucht, Migration und Asyl: Auf den Berliner Medienkongressen werben Politiker und Veranstalter für klare internationale Regeln für Facebook, Google und Co. - Lüge und Nachricht dürften nicht ohne Unterschied im Netz nebeneinanderstehen.