Bedürftige Geflüchtete aus der Ukraine sollen künftig kein Bürgergeld mehr bekommen, sondern Asylbewerberleistungen. Das hat auch Folgen für ihre Beteiligung am Arbeitsleben. Der Jurist Julian Seidl erläutert die Knackpunkte. Von Christina Neuhaus
Am 24. Februar jährt sich die Vollinvasion russischer Truppen in der Ukraine zum vierten Mal. Der ukrainisch-deutsche Verein Vitsche ruft für diesen Tag in Berlin zu einer Solidaritätsdemonstration für das kriegsgeplagte Land und seine Menschen auf. Von Markus Geiler
Mehr als 200 Sprachen in Frankfurt – doch im Klassenzimmer dominiert nur Deutsch. Prof. Havva Engin und Sylvia Weber erklären im Gespräch, warum Mehrsprachigkeit kein Problem ist, sondern eine Chance – und weshalb Schule beim Perspektivwechsel noch hinterherhinkt.
In Debatten um Migration, Gender oder Bürgergeldempfänger kommen auch vorurteilsbeladene Töne vor. Sozialpsychologe Roland Imhoff forscht zu Stereotypen. Im Gespräch erklärt er, wie sie entstehen und wann sie problematisch werden. Von Nils Sandrisser
70 Jahre nach dem ersten Anwerbeabkommen zieht Migrationsforscher Karl-Heinz Meier-Braun eine ernüchternde Bilanz: Deutschland wurde Einwanderungsland wider Willen – und wiederholt bis heute alte Fehler in Integrationspolitik und Migrationsdebatte. Warum es dennoch für ein „3+“ reicht.
Zwischen Weltpolitik und Weihnachtsbotschaft – Außenminister Johann Wadephul im Gespräch über Krieg und Hoffnung, Glauben und Diplomatie – und über Migration, Geflüchtete, Abschiebungen nach Syrien sowie den schwierigen Spagat zwischen Nächstenliebe und politischer Verantwortung. Von Corinna Buschow und Karsten Frerichs
Daniel Terzenbach ist Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit und war als Sonderbeauftragter der vorherigen Bundesregierung maßgeblich mitzuständig für den „Job-Turbo“, um Geflüchtete in Arbeit zu bringen. Im Gespräch erklärt er die Schwierigkeiten und Erfolge des Programms, Herausforderungen beim Fachkräftezuzug und die aufgeheizte Bürgergeld-Debatte. Von Christina Neuhaus
Forscher Herbert Brücker vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kritisiert das Aus der schnelleren Einbürgerung. Dadurch werde die Einwanderung von Fachkräften beeinträchtigt, sagt er im Gespräch. Er sieht eine Verschlechterung des politischen und gesellschaftlichen Klimas für Migranten. Von Dirk Baas
Die geplante EU-Rückführungsverordnung stößt auf scharfe Kritik. Der Gesetzesvorschlag öffne Tür und Tor für Rückführungszentren in Drittstaaten und mache Abschiebehaft praktisch zum Standardinstrument, sagt Katrin Hatzinger, Büroleiterin der Evangelischen Kirche in Brüssel, im Gespräch. Von Marlene Brey
Trotz unvorstellbaren Leids können verletzte Kinder aus Gaza derzeit nicht in Deutschland behandelt werden. Der Grund: Weil sie Asyl beantragen könnten, gilt ihre Aufnahme als zu riskant – selbst für erfahrene Hilfsorganisationen. Claudia Peppmüller vom Friedensdorf International in Dinslaken erklärt im Gespräch die Hintergründe. Von Dirk Baas