Kaum ist der Weltflüchtlingstag vorbei, beginnt die EU mit ihrem geplanten Militäreinsatz gegen Schleuserbanden im Mittelmeer. Kritiker befürchten einer Verschärfung der Notlage von Flüchtlingen. EU-Minister wiederum versichern die Einhaltung humanitärer Rechte.
Tausende folgten an Sonntag dem Demo-Aufruf des "Zentrums für politische Schönheit" und schaufelten vor dem Reichtagsgebäude symbolisch Gräber für Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa ihr Leben verloren. Zuvor hatte die Polizei die Demonstration untersagt. Es kam zu Zusammenstößen.
Die Beschlüsse zwischen Bund und Ländern stoßen auf geteiltes Echo. Während Politiker die Vereinbarungen als einen wichtigen Beitrag feiern, kritisieren Flüchtlingsorganisationen die Einführung eines 2-Klassen-Asylrechts.
Selbst nach dem zweiten Weltkrieg war die Zahl der Flüchtlinge weltweit nicht so hoch. Rund 59,5 Millionen Menschen waren Ende 2014 auf der Flucht. Das ist die bittere Bilanz der Vereinten Nationen zum Weltflüchtlingstag.
Derzeit wird über ein neues Asyl-Gesetz debattiert. Der Entwurf sieht einige Verbesserungen für Asylbewerber vor. Den positiven Regelungen stehen aber gravierende Einschnitte gegenüber. Von Rejane Herwig. Von Rejane Herwig
Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz lobt das Versprechen des Bundes, sich dauerhaft an den Kosten zur Versorgung von Flüchtlingen zu beteiligen. Wie dies konkret aussehen soll, wird sich noch zeigen.
Weltweit sind 25 Millionen Kinder auf der Flucht. Sie sind besonders betroffenen von seelischen Traumata. Wie Experten warnen, können jüngere das Erlebte schwerer verarbeiten als Erwachsene. Das hat schwerwiegende Folgen. Von Martina Schwager
Eine ungebremste Rückführung syrischer und irakischer Kriegsflüchtlinge kritisiert die Evangelische Landeskirche in Bayern. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schiebe ungeachtet etwaiger Härtefälle ab.
Muslimische und evangelische Gemeinden sollen in Zukunft stärker Zusammenarbeiten in der Flüchtlingsarbeit. Das und mehr vereinbarten Spitzenvertreter der Muslime und der Evangelischen Kirche.
"So schlecht kann es denen ja gar nicht gehen. Die laufen ja alle mit Handys herum." Bei so viel emotionaler Inkompetenz konnte ich nur mit den Augen rollen und ergriff das Wort. Von Oliver Hofmann Von Oliver Hofmann