CSU-Politiker Alexander Dobrindt will abgelehnten Asylbewerbern die Sozialleistungen kürzen. Zustimmung erntet er aus der CDU, Kritik von FDP und Linken. Jelpke wirft Dobrindt "menschenfeindliches Kalkül" vor.
Immer mehr Flüchtlinge verlassen Deutschland auf derselben Route, auf der sie ursprünglich nach Deutschland gekommen sind. Grund: Sie dürfen ihre Familien nicht nachholen. Das UN-Flüchtlingskommissariat kritisiert Deutschland. Viele Flüchtlinge fühlten sich wegen der erneuten Aussetzung des Familiennachzugs betrogen.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kamen rund 40.000 Flüchtlinge nach Deutschland, jeder Vierte aus Syrien. Im selben Zeitraum hat das Bundesamt rund 73.000 Asylanträge entschieden.
Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestärkt. Ihr Recht auf Familiennachzug bleibt auch dann bestehen, wenn Sie nach der Einreise volljährig werden.
Das neue Heimatministerium will die Familienzusammenführung von Menschen mit subsidiären Schutz weiterhin in vielen Fällen unmöglich machen. Was sagt das über den Begriff der ‚Heimat‘ aus? Von Hanna Schneider
Die Zahl der Flüchtlinge, die an deutschen Hochschulen studieren, hat sich seit dem Wintersemester 2016/2017 verdreifacht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung.
Das Gesetz zur Aussetzung des Familiennachzugs für eingeschränkt Schutzberechtigte wird nicht ausgesetzt. Das entschied das Bundesverfassungsgericht im Fall eines 13-jährigen Syrers, der seine Mutter nachholen wollte.
Der Familiennachzug bleibt ein Thema, um das erbittert gerungen wird. Schon bevor die geplante Neuregelung für subsidiär Schutzberechtigte das Kabinett erreicht, wird erregt gestritten - teilweise offenbar über Missverständnisse.
Das Bundesinnenministerium hat die Neuregelung des Familiennachzugs für subsidiär geschützte Flüchtlinge auf den Weg gebracht. Danach sind Bezieher von Sozialleistungen vom Familiennachzug ausgeschlossen. Scharfe Kritik kommt von den Grünen und der Linkspartei.
Die Verfilmung des "Transit"-Romans verlegt die Geschichte der Flucht eines Mannes vor den Nazis ins zeitgenössische Europa. In Marseille warten Migranten auf ihre Papiere - ein geisterhaftes Leben zwischen Gestern und Heute, Heimat und Ferne. Kinostart: 5. April 2018. Von Gerhard Midding