Die Zahl der irregulären Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen ist 2025 deutlich zurückgegangen. Nach Frontex-Angaben wurden rund 178.000 Fälle registriert – so wenige wie seit 2021 nicht mehr. Die Zahl der Toten im Mittelmeer bleibt weiter hoch. Von Marlene Brey
Es ist ein Trugschluss, Geschichte werde nur von den Sesshaften geschrieben. Die Menschheitsgeschichte ist eine Chronik der Bewegung. Nicht das Verharren, sondern der Aufbruch haben unsere Zivilisation geformt. Von Mustafa Yeneroğlu
Wie lässt sich eine Krise erfassen, zu der es keinen Zugang gibt? Wissenschaftler und Helfer versuchen zu erfahren, was an den Hotspots im Sudan-Krieg passiert. Sie sehen Hunger, Gewalt und Massaker. Von Eva Krafczyk
Ein fremdes Land, eine neue Sprache – und der Wunsch, anzukommen. In Friedrichshagen lernen ältere Ukrainer Deutsch. Für sie ist das mehr als Vokabeln und Grammatik. Von Anja Sokolow
Wer vor Krieg flieht, bekommt vielleicht Schutz – wer vor Klimakrise, Ausbeutung und Armut flieht, nicht. Das EU-Asylsystem trennt Geflüchtete von „Wirtschaftsmigranten“ und macht diejenigen rechtlos, die es ausbeutet. Von Luisa Elleser
Die EU-Grenzagentur Frontex will mit All‑ und Stratosphären‑Technologie Migrationsrouten automatisiert beobachten. Doch der hochgerüstete Blick von oben wirft auch Fragen auf. Von Matthias Monroy
Überfischung vor der Küste Senegals und Gambias zerstört Existenzen – und treibt Menschen in die Migration. Ein Blick auf die unsichtbaren Folgen europäischer Fischereipolitik. Von Luisa Elleser
Kanzler Merz kritisiert, dass junge Männer aus der Ukraine gelockerte Ausreiseregeln für eine Flucht nach Deutschland nutzen können. Arbeitsministerin Bas äußert sich jetzt verständnisvoller. UN-Angaben zufolge sind bislang zehn Millionen Ukrainer geflohen.
Es gibt Geld für eine Anpassung an den Klimawandel und für den Regenwald. Doch beim Umgang mit den Haupttreibern des Klimawandels findet die Weltgemeinschaft nur den kleinsten gemeinsamen Nenner. So bleibt der Kampf gegen Fluchtursachen wieder auf der Strecke. Von Martina Herzog, Larissa Schwedes und Torsten Holtz
Vor allem ärmere Länder haben in den letzten Jahrzehnten viele Tote und hohe Schäden wegen Extremwettern verzeichnen müssen. Wer sich dem entziehen will, hat oft nur eine einzige Option: Flucht. Von Silvia Vogt