Seit 2023 sind Millionen Menschen nach Afghanistan zurückgekehrt, die Mehrheit nach UNHCR-Einschätzung unfreiwillig. Armut, Taliban-Verbote und drastische Hilfskürzungen verschärfen die Lage. UN-Vertreter Arafat Jamal warnt im Gespräch vor weitreichenden Folgen. Von Gundula Haage
Luftalarm, Angriffe, Angst: Für viele Menschen in der Ukraine gehört Gefahr zum Alltag. Dennoch wollen sie nicht fort. Die Bindung an Angehörige, Tiere und Zuhause kann schwerer wiegen als die Aussicht auf Sicherheit. Von Tetiana Kalitchenko
Europa verschärft seine Grenzkontrollen. Laut IOM-Chefin Amy Pope weichen Menschen deshalb auf gefährlichere Routen aus. Die Politik senkt damit zwar irreguläre Einreisen, löst aber nicht die Ursachen von Migration. Pope fordert im Gespräch einen grundlegenden Kurswechsel. Von Gundula Haage
Die Großmutter floh vor dem Krieg, die Tochter wuchs mit ihren seelischen Wunden auf. Erst Jahrzehnte später begann die Familie zu verstehen. Eine persönliche Geschichte über verdrängtes Leid, die Kraft der Erinnerung und die Frage, was die Erfahrungen früherer Generationen mit heutigen Geflüchteten verbindet. Von Sophia Hiss
Der Staat bestimmt, wo Asylsuchende wohnen. Werden sie dort von Neonazis bedroht, ist ein Wohnortwechsel nicht selbstverständlich. Migrantenorganisationen fordern mit Blick auf Sachsen-Anhalt bessere Schutzregeln. Neu ist das Problem nicht. Von Sedat Dursun
Mehr als 4.400 Kinder sind IOM-Angaben zufolge in den vergangenen zwölf Jahren auf Migrationsrouten ums Leben gekommen. Wegen einer hohen Dunkelziffer dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Besonders groß sind die Datenlücken bei Todesfällen auf See.
Während Tausende vor dem Krieg im Jemen fliehen, versuchen andere, über dasselbe Land nach Saudi-Arabien zu gelangen. Sie hoffen auf Arbeit und ein besseres Leben. Für mindestens 139 Menschen endete die gefährliche Reise nun mit dem Tod auf See. Die Katastrophe wirft ein Schlaglicht auf eine Migrationsroute, auf der Gewalt, Ausbeutung und Tod zum Alltag gehören.
Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ wird zum Kinostoff: An einem See in Brandenburg wechseln Bewohner und politische Systeme. Besonders eindringlich wird das Schicksal einer jüdischen Familie geschildert. Die Konzentration auf knapp zwei Stunden hat allerdings ihren Preis. Von Barbara Schweizerhof
Nach ihrer Flucht aus Kiew kommen Tetiana Kalitchenko und ihre Tochter in Norddeutschland an. Was folgt, ist ein langer Weg durch Sprachkurse, Wohnungssuche und Anerkennung - und die Bedeutung helfender Hände. Von Tetiana Kalitchenko
Bevölkerungsschwund und Alterung verschärfen den Personalmangel in Japan. Trotzdem erhöht die Regierung die Anforderungen für einen dauerhaften Aufenthaltsstatus. Besonders die Einkommensregeln und die drastisch gestiegene Antragsgebühr sorgen für Kritik.