Bundesfamilienministerin Karin Prien richtet „Demokratie leben“ neu aus. Künftig konzentriert sich das Programm auf Demokratiebildung und Extremismusprävention. „Vielfalt“ als Förderziel fällt raus. Antimuslimischer Rassismus ist für die Ministerin nur eine „sogenannte“ Position.
Geflüchtete aus der Ukraine sowie EU-Bürgerinnen und EU-Bürger sollen ab August wieder freiwillig an Integrationskursen teilnehmen können. Die Öffnung gilt jedoch nur eingeschränkt. Asylsuchende und Geduldete bleiben weitgehend außen vor. Die Kritik bleibt scharf.
Zum 150. Jubiläum ringen die Bayreuther Festspiele um den Umgang mit Richard Wagners Antisemitismus, ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und einer jahrzehntelang verdrängten Geschichte. Michel Friedmans Rede soll darauf eine Antwort versuchen. Von Kathrin Zeilmann und Britta Schultejans
Sechs Wochen vor der Landtagswahl fordert Sachsens Ministerpräsident Gespräche mit allen Parteien. Damit verschärft Michael Kretschmer den Streit über die Abgrenzung zur AfD. Nach seiner Logik ist die AfD vor der Wahl tabu, danach soll gezählt werden. Von Dörthe Hein, Bettina Grachtrup und Michael Fischer
Seit dem 10. Juli lässt Pakistan afghanische Staatsangehörige ohne Visum festnehmen. Die Zahl der Ausreisen nach Afghanistan hat sich daraufhin mehr als verdoppelt. Hilfsorganisationen warnen vor erzwungenen Rückkehrentscheidungen und wachsender Unsicherheit.
Der Tod eines Marokkaners bei einer Polizeikontrolle bewegt seit dem Wochenende das ganze Land. Bei Protesten werden mindestens elf Menschen verletzt. Italiens Innenminister nimmt die Polizei in Schutz. Erstmals meldet sich auch Ministerpräsidentin Meloni zu Wort. Von Christoph Sator
Die erste Befragung zur Migrationsgeschichte in Hamburgs Bürgerschaft liefert eine auffällige Zahl: 29 Abgeordnete geben einen Migrationshintergrund an – bei 42 Prozent in der Bevölkerung. Was diese Differenz für politische Debatten, Vertrauen und Zugehörigkeit bedeutet.
15 Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag auf der norwegischen Ferieninsel Utøya berichten Überlebende und Angehörige, wie der 22. Juli ihr Leben weiterhin prägt. Erinnerungen, Trauer und Wachsamkeit kehren besonders vor dem Jahrestag mit großer Wucht zurück. Von Julia Wäschenbach
In Bologna kommt ein Marokkaner ums Leben, während ihn zwei Polizeibeamte am Boden halten. Viele Fragen zum Einsatz sind offen: Warum wurde der 42-Jährige weiter fixiert, obwohl er bereits gefesselt war? Der Fall sorgt in Italien für viele Schlagzeilen. Jetzt soll geklärt werden, was genau geschah. Von Christoph Sator
Beim rassistischen Anschlag am Münchner OEZ wurde der 14-jährige Can getötet. Für seine Eltern setzte sich das Leid nach dem Anschlag in den Reaktionen von Polizei, Behörden und Politik fort - die rassistische Dimension der Tat wurde lange bestritten. Von Cordula Dieckmann und Johannes Mörz