Mit seinem Taxi verfolgte Muhammad A. den Amokfahrer von Mannheim und blockierte dessen Wagen in einer Sackgasse. Für seinen lebensgefährlichen Einsatz erhält der 48-Jährige nun die Rettungsmedaille des Landes. Was A. dabei besonders wichtig ist. Von Stefanie Järkel
Die Bundesregierung will Künstliche Intelligenz in Migrationsbehörden einsetzen. Fachorganisationen warnen vor algorithmischen Verzerrungen, fehlerhaften Internetinformationen und Beschäftigten, die automatisierte Hinweise unter Zeitdruck ungeprüft übernehmen könnten.
Nach dem CSD-Anschlag will Familienministerin Prien Mittel aus „Demokratie leben!“ umschichten. Im Gespräch erklärt sie auch die Rolle muslimischer Verbände. An der umstrittenen Neuausrichtung des Förderprogramms hält die CDU-Politikerin weiter fest. Von Verena Schmitt-Roschmann
Hessens Arbeitsmarkt ist laut Arbeitsagentur „voll abhängig von der Zuwanderung“. Durch den demografischen Wandel dürfte die Bedeutung von ausländischen Arbeitskräften bis 2032 sogar weiter steigen.
Die Bundesregierung hat 31 ausreisepflichtige Männer nach Afghanistan abgeschoben. Grundlage des Flugs war eine direkte und umstrittene Vereinbarung mit den Taliban. Der Charterflug nach Kabul soll kein Einzelfall bleiben.
Für 20 Millionen Euro wurde Adolf Hitlers Geburtshaus im österreichischen Braunau zur Polizeistation umgebaut. Die neue Nutzung soll Neonazi-Pilger abschrecken und dem Gebäude seinen bisherigen Wiedererkennungswert nehmen. Die Debatte über den Umgang mit dem NS-Erbe bleibt. Von Matthias Röder
Studien und Analysen zeigen, dass Terroranschläge Wahlverhalten verändern können. Besonders rechte Parteien profitieren demnach von Angst, verschärften Migrationsdebatten und einer zunehmend aggressiven politischen Stimmung im Land. Von Verena Schmitt-Roschmann
Eine Frau stirbt, viele Menschen werden schwer verletzt. Der Angriff mit einem Auto im Berliner Tiergarten galt offensichtlich den Besuchern des Christopher Street Day. Am Morgen nach der Tat liegen Blumen an den Absperrgittern, später versammeln sich Hunderte am Brandenburger Tor. Trauernde setzen jetzt bewusst auf Zusammenhalt und ein entschiedenes „Jetzt erst recht“. Von Andreas Rabenstein und Monika Wendel
Im vergangenen Jahr wurden mehr als 700 Menschen Opfer rechter Gewalt. Nach Beobachtung unabhängiger Beratungsstellen trifft Rechtsextremismus immer mehr Kinder und Jugendliche in NRW – selbst Schulwege werden zu Angsträumen.
Deutschland sagte nach ihrem Abzug aus Afghanistan gefährdeten Menschen eine Aufnahme zu, brach ihr Versprechen dann aber. Das Verfassungsgericht bezeichnet diese politische Entscheidung nun als Willkür. Dobrindt sieht trotz Karlsruher Rüge keinen Handlungsbedarf.