Der eine spricht über problematische Bilder in deutschen Städten, der andere über seine Eltern, ihre Arbeit und ihr Leben hier. Tahsim Durgun antwortet auf Ausgrenzungsdebatten mit Humor – und nun auch einer ziemlich persönlichen Deutschlandreise, gemeinsam mit seiner Tante Zeynep. Von Janet Binder
Wenn am Sonntag die Stimmen ausgezählt werden, könnten in vielen Wahllokalen zusätzliche Zuschauer stehen. AfD und ein rechtes Netzwerk mobilisieren seit Wochen Beobachter – begleitet von Zweifeln an Briefwahl und möglicher Manipulation. Von Torsten Holtz
Sprache, Bewegung und Entwicklungsstand sollen künftig nach einheitlichen Standards geprüft werden – auch bei Kindern, die keine Kita besuchen. Für zusätzliche Unterstützung und bessere Ausstattung sind Milliardeninvestitionen vorgesehen. Familienministerin Prien spricht von einem „Gamechanger“.
Ein antiziganistischer Spruch, Forderungen nach millionenfacher Rückführung und die Parole von der „Festung Europa“: Mehrere Auftritte zeigen, wie offen AfD-Akteure derzeit mit ausgrenzender und völkischer Rhetorik arbeiten. Für AfD-Chef Chrupalla könnte das ein juristisches Nachspiel haben.
Für Abschiebungen nach Afghanistan arbeitet Deutschland praktisch mit den Taliban zusammen. Pro Asyl und der Menschenrechtsbeauftragte Castellucci warnen vor einer Aufwertung des Regimes. Gleichzeitig wurden weitere 22 afghanische Straftäter abgeschoben.
Einer soll die Tat abgesichert, der andere sie gefilmt haben: Zwei damals minderjährige Beschuldigte sollen einen versuchten Brandanschlag auf eine bewohnte Asylunterkunft der rechtsextremen „Letzten Verteidigungswelle“ unterstützt haben. Nun liegt die Anklage beim Thüringer OLG.
Rund 1,1 Millionen Schüler in NRW haben Migrationserfahrung. Ihr Anteil liegt inzwischen bei 44,6 Prozent und ist damit gegenüber dem vorherigen Schuljahr erneut leicht gestiegen. Zwischen Coesfeld und Gelsenkirchen liegen allerdings fast 40 Prozentpunkte.
Ärztepräsident Reinhardt warnt davor, den Ärztemangel auf dem Land politisch zu instrumentalisieren. Er stellt sich damit gegen Forderungen der AfD. Ausländische Ärzte seien für Krankenhäuser, Reha-Kliniken und die ambulante Versorgung längst unverzichtbar.
Sánchez wirft Netzwerken mit Verbindungen nach Russland und Israel vor, die Ceuta-Krise angeheizt zu haben. Gleichzeitig nutzen europaweit Rechtsextreme die Situation für Mobilisierung und Gewalt – auch aus Deutschland.
Immer weniger Migranten fühlen sich von deutschen Parteien angesprochen und repräsentiert. Besonders ausgeprägt ist das bei Wahlberechtigten mit familiären Wurzeln in der Türkei, Nahost, Nordafrika, Afghanistan und Pakistan. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Von Anne-Béatrice Clasmann