Die Sudan-Konferenz soll die größte humanitäre Krise der Gegenwart zurück auf die Agenda holen – nicht ganz ohne Eigennutz. Zwischen Hilfszusagen und Appellen bleibt eine unbequeme Wahrheit: Es gibt zu wenig Friedensdruck. Von Eva Krafczyk und Jörg Blank
Mit strengeren Meldepflichten beabsichtigt das Innenministerium Geldflüsse an Vereine mit mehrheitlich ausländischen Mitgliedern zu verhindern. Offiziell geht es um Kampf gegen Spionage- und Extremismus, praktisch trifft es aber die unbescholtene Zivilgesellschaft.
Während viele europäische Regierungen Migration vor allem als Bedrohung inszenieren, geht Spanien einen anderen Weg: Hunderttausende Menschen ohne Papiere sollen legal arbeiten und leben können. Das ist nicht nur Ökonomie – es ist ein politisches Gegenmodell.
Der Sudan erlebt die größte Vertreibungskrise der Welt, doch internationale Hilfe bleibt lückenhaft. Während Millionen in der Region festsitzen, wird der Krieg für immer mehr Menschen auch zur lebensgefährlichen Route Richtung Europa. Rund 14.000 sind nach UN-Angaben bereits über das Mittelmeer geflohen.
Im Berufungsprozess nach dem Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira wird der Täter zu einer geringeren Haftstrafe verurteilt. Zudem sah das Landgericht keine klare antisemitische Tatmotivation. Das Urteil sorgt für Kritik.
Mehr als 75.000 Menschen aus dem Ausland arbeiten inzwischen in Sachsen-Anhalt. Sie stützen Arbeitsmarkt, Sozialkassen und Pflege – während viele das gesellschaftliche Klima zugleich als wenig offen erleben.
Sachsens rechte Szene besitzt nach einer aktuellen Anfrage mehr als 400 Schusswaffen. Die Linken sind besorgt. Die neuen Zahlen zeigen, wie lückenhaft die Entwaffnung der extremen Rechten weiter verläuft.
Die AfD steht in Sachsen-Anhalt so nah an der Macht wie nirgends sonst. Ihr Programm zeigt, was das bedeuten würde: weniger Grundrechtsschutz, kein Asyl, mehr Ausgrenzung, mehr staatlicher Druck auf kritische Stimmen. Von Kirchen und der Zivilgesellschaft kommt deutliche Kritik.
Hitlergruß, rassistische Drohungen, rechte Gewalt: Wie groß das Problem rechtsextremer Vorfälle an Bayerns Schulen ist, kann die Staatsregierung nicht sagen. Die Grünen kritisieren eine gefährliche Datenlücke.
Während die Welt auf andere Kriege blickt, versinken Familien aus West-Darfur im Lager Aboutengé in Stillstand. Der Sudan-Krieg hat sie vertrieben, die Hilfskürzungen nehmen ihnen nun auch noch die letzten Zukunftschancen. Von Eva Krafczyk