Es klingt wie eine bizarre Mischung aus Dating-Chat und Terrorfantasie: Ein 28-jähriger Syrer erklärt vor Gericht, seine Radikalisierung habe weniger mit Politik zu tun gehabt – sondern mit einer Ehekrise und Frauen im Internet, die auf „IS-Kämpfer“ standen. Er habe nur imponieren wollen.
Die Polizei in Nürnberg hat Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests aufgedeckt. Der Hauptverdächtige soll als Vermittler deutschsprachige Personen in Prüfungen geschickt haben. Sie sollen gegen Geld gefälschte Deutschprüfungen für andere abgelegt haben.
Die AfD hat lange die Nähe zu Donald Trump gesucht – und bekommt nun die Kehrseite zu spüren: Je rücksichtsloser die US-Regierung „America First“ durchsetzt, desto öfter gerät die Partei in Erklärungsnot. Von Jörg Ratzsch, Christoph Meyer, Michael Evers, Robert Messer und Doris Heimann
Für viele Menschen in Deutschland ist Iran weit weg, andere fühlen sich mit dem Land eng verbunden. Zahlreiche Organisationen und politische Persönlichkeiten versammeln sich in der Hauptstadt. Etliche bangen um Angehörige.
Ein Beitrag auf Trumps Social-Media-Account zeigt eine rassistische Darstellung der Obamas – Barack und Michelle als Affen. Das führt zu heftiger Kritik. Trump löscht den Post wieder, will sich aber nicht entschuldigen. Es ist nicht sein erster rassistischer Vorfall. Von Anna Ringle, Franziska Spiecker und Jörg Vogelsänger
204 Straftaten in nur drei Monaten – und das ist wohl nicht einmal alles. Attacken auf Geflüchtete, darunter auch Kinder, gehören vielerorts zur bitteren Normalität. Die Linke fordert Schutz.
Deutsch lernen – nur noch für „Erwünschte“? Die Bundesregierung will Integrationskurse offenbar stärker nach „Bleibeperspektive“ sortieren und verweist auf Sparzwang. Träger schlagen Alarm.
156 Asylsuchende im Januar – so wenige wie seit 14 Jahren nicht. Doch während die Politik sinkende Asylzahlen als Rezept gegen die AfD verkauft, bleibt deren Zuspruch stabil hoch: 39 Prozent in Sachsen-Anhalt. Flüchtlingspolitik auf dem Holzweg?
Viele Jahre konnten Menschen, die Diskriminierung erlebt haben, sich an eine landeseigene Beratung wenden. Das Angebot fällt nun weg, weil es kein Geld mehr gibt. Die Landesregierung begegnet der Kritik.
Hundert Jahre nach der Gründung spricht Lufthansa offen über ihre Rolle im NS-Staat – von „heimlicher Luftwaffe“ bis Zwangsarbeit. Doch wer erinnert sich wie an die Opfer, und was folgt aus neuen Archivfunden außer einer Jubiläums-Inszenierung?