Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen. Migrantenverbände berichten von wachsendem Hass und Drohungen. Jetzt verlangen sie von Kanzler Merz und den Ländern einen Plan zum Schutz von Minderheiten – bevor die Partei möglicherweise regiert.
Nach der Migrationskrise in Ceuta fordern mehrere EU-Staaten, Asylanträge in Ausnahmesituationen nicht mehr annehmen zu müssen. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einem Bruch mit europäischen Grundrechten.
Eine Berliner Schule verbietet „demonstratives“ Beten. Ein Gericht billigt das Verbot trotz Benachteiligung muslimischer Schüler – zum Schutz des Schulfriedens. Doch war das Beten überhaupt „demonstrativ“? Und wer stört den Schulfrieden? Der Streit dauert seit fast 20 Jahren an – und ist wohl nicht beendet.
Ein Baumversteck, eindringliche Bilder und ein interaktives Hologramm: Eine neue Ausstellung in Bonn verbindet Kunst mit historischen Zeugnissen. Sie fragt, wie die Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen auch für kommende Generationen lebendig bleiben kann. Von Christoph Driessen
In seiner Dankesrede kritisiert Philippe Sands Deutschlands Haltung gegenüber Israel ungewöhnlich scharf. Der Träger des Friedenspreises verlangt, Völkerstraftaten klar zu benennen, und warnt vor Einschränkungen der öffentlichen Debatte. Von Sandra Trauner
US-Vizepräsident JD Vance kritist Microsoft, amerikanische Mitarbeiter durch Ausländer zu ersetzen. Der Tech-Riese soll vorerst keine neuen Anträge auf dauerhaftes Bleiberecht für ausländische Mitarbeiter stellen dürfen. In Indien sorgt die historisch aufgeladene Wortwahl von Vance für scharfen Protest.
Ein 28-Jähriger wird bei einem Festnahmeversuch der US-Einwanderungsbehörde ICE in seinem Auto angeschossen. Ein fünfjähriges Kind befindet sich währenddessen im Fahrzeug. New Yorks Bürgermeister Mamdani reagiert scharf und fordert die Abschaffung. Die ICE sei bis ins Mark verrottet.
Nach vier Jahren sinkender Verfahrensdauer kehrt sich der Trend um: Wer gegen einen Asylbescheid klagt, wartet je nach Bundesland wieder länger – und je nach Bundesland unterschiedlich lange. Das Bamf spielt dabei eine maßgebliche Rolle.
Verdächtige sollen reale Schicksale jüdischer Verfolgter mit erfundenen Nachkommen verknüpft haben, um einen deutschen Pass zu erschleichen. Die Ermittlungen reichen von China über Israel bis in die USA. Die Prüfungen treffen auch Menschen treffen, deren Familien tatsächlich von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.
Tobias Rausch erhielt vier Stimmen mehr, als AfD und BSW gemeinsam besitzen. Nun behauptet er, CDU-Abgeordnete hätten ihn unterstützt. Die geheime Abstimmung lässt das nicht überprüfen – verschärft aber den Konflikt innerhalb der Union. Von Christopher Kissmann