Nach dem rassistischen Anschlag bei Paris legen Ermittler neue Erkenntnisse zum Motiv und politischen Umfeld des Verdächtigen vor. Seine Begründung für die Wahl des Tatorts erinnert an die Rhetorik des rechtsextremen Rassemblement National. Die Funde in seiner Wohnung verschärfen die Debatte über politische Verantwortung.
Die Bundeswehr soll sich weiter an zwei Militärmissionen im Mittelmeer beteiligen. Besonders die EU-Operation Irini steht wegen ihrer Zusammenarbeit mit libyschen Sicherheitskräften in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einer Beteiligung Europas an der gewaltsamen Zurückdrängung von Geflüchteten.
Luftalarm, Angriffe, Angst: Für viele Menschen in der Ukraine gehört Gefahr zum Alltag. Dennoch wollen sie nicht fort. Die Bindung an Angehörige, Tiere und Zuhause kann schwerer wiegen als die Aussicht auf Sicherheit. Von Tetiana Kalitchenko
Bei einer großangelegten Kontrollaktion in 34 Ländern haben Eruopol-Ermittler zahlreiche Fälle von Ausbeutung aufgedeckt. Allein in Deutschland wurden 63 mutmaßliche Opfer identifiziert. Ob ihnen geholfen wird, bleibt offen.
Deutschland und vier weitere EU-Staaten stehen offenbar kurz vor einem Abkommen mit Ruanda für „Return Hubs“. Bereits im November könnte die Vereinbarung über ein Abschiebezentrum unterzeichnet werden. Schon 2027 könnten die ersten Menschen dorthin gebracht werden. Menschenrechtler warnen.
Schon 2005 warnte CSU-Innenminister Beckstein vor französischen Verhältnissen in Deutschland. Nach den Protesten von 2023 griff die AfD das Thema auf. Nun äußern sich Dobrindt und Herrmann ähnlich. Eine historische Spurensuche. Von Birol Kocaman
Mehr als 120 Jahre nach dem Völkermord an den Ovaherero und Nama fordern Nachkommen der Opfer Reparationen und Mitsprache. Deutschland erkennt die Verbrechen an, lehnt eine Entschädigungspflicht aber ab. Ein Milliardenabkommen soll zur Versöhnung beitragen – doch genau darüber herrscht Streit.
Deutschland kürzt die internationale Hilfe im eigenen Haushalt und drängt nun auch in Brüssel auf Einsparungen. Der neue EU-Kompromiss trifft die internationale Zusammenarbeit besonders hart, während Mittel für Grenzschutz geschont werden. Selbst aus der Bundesregierung kommt Kritik am Sparkurs.
In seiner Dankesrede kritisiert Philippe Sands Deutschlands Haltung gegenüber Israel ungewöhnlich scharf. Der Träger des Friedenspreises verlangt, Völkerstraftaten klar zu benennen, und warnt vor Einschränkungen der öffentlichen Debatte. Von Sandra Trauner
Nach Deutschland sucht auch Frankreich den direkten Austausch mit den Machthabern in Kabul. Die Gespräche sollen Abschiebungen ermöglichen. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die wachsende Zusammenarbeit europäischer Regierungen mit den Taliban.