Eine internationale Erhebung zeigt weiterhin breite Zustimmung zur Aufnahme von Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen. Gleichzeitig wachsen Zweifel an Schutzgründen, Integration und der Bereitschaft, weitere Geflüchtete im eigenen Land aufzunehmen.
Die EU-Mitgliedstaaten sind sich über die Völkerrechtswidrigkeit der israelischen Siedlungspolitik einig. Umstritten bleibt, welche Konsequenzen sie daraus ziehen. Etliche Staaten fordern Sanktionen, Deutschland ist dagegen. Spanien, Frankreich und Schweden sprechen von Doppelmoral. Von Ansgar Haase und Michael Brandt
Auf dem Rasen geht es um Tore, im Netz um Herkunft und Hautfarbe. Die WM zeigt erneut, wie zuverlässig Rassisten Niederlagen nutzen, um ihren Gedankenmüll öffentlich abzuladen. Neu ist, dass nun auch Politiker mitmischen - und eine Frage aus Frankreich: Warum sitzen im Stadion fast nur weiße Tricolore-Fans?
Die „Sea-Watch 5“ wurde wiederholt bedroht, bedrängt und beschossen. Nun soll das Verwaltungsgericht Berlin klären, ob die Bundesregierung die Rettungscrew wirksam schützen muss. Zugleich wirft die Organisation Deutschland und der EU vor, libysche Akteure zu unterstützen.
Der Entwicklungsetat soll 2027 auf 9,469 Milliarden Euro sinken – knapp 600 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr. Finanzminister Klingbeil spricht von harten Entscheidungen, Hilfsorganisationen und UN-Organisationen warnen vor schwindender Glaubwürdigkeit. Von Gundula Haage
Millionen Geflüchtete und Binnenvertriebene sind laut IRC nach Syrien zurückgekehrt. Neun von zehn Menschen fehlt bei der Ankunft grundlegende Versorgung – kein Wasser, kein Strom. Diese Realität komme in der deutschen Debatte zu kurz.
Die Gehaltsschwellen für die EU Blue Card unterscheiden sich in Europa stark. Deutschland verlangt 2026 regulär 50.700 Euro brutto im Jahr – mehr als der Durchschnitt der Staaten, aber weniger als die Niederlande, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.
Die Nationalmannschaft galt lange als Symbol eines vielfältigen Wir-Gefühls. Doch nach dem Scheitern bei der Weltmeisterschaft zeigt sich, wie brüchig Anerkennung für Spieler mit Migrationsgeschichte bleibt. Von Edgar Pocius
Die Taliban nennen ihren Besuch in Brüssel eine historische Reise, die EU-Kommission spricht von technischer Zusammenarbeit. Für Kritiker zeigt der Vorgang, wie stark Europas Abschiebepolitik den Menschenrechtsschutz unter Druck setzt.
In Kassel, Berlin und Wunsiedel hat die Polizei nach dem WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste Hitlergrüße und rassistische Ausfälle gemeldet – weil dort Fußballfans widersprochen haben. Darüber hinaus ist nicht viel zu hören. Von Sedat Dursun