Die WM 2026 wirft ihre Schatten voraus – und mit ihr wohl auch die nächste deutsche Gewissensprüfung für Türkeistämmige: Wem gehört euer Herz? Eine Frage, die mehr über Deutschland verrät als über „die Türken“. Von Birol Kocaman
Weniger Geld für Entwicklungszusammenarbeit, kein klares Bekenntnis zum UN-Ziel: Eine neue Untersuchung sieht Deutschland auf dem Weg aus einer Rolle, die lange als außenpolitischer Standard galt.
Merz‘ Empfang von Ahmed al-Scharaa war mehr als Diplomatie. Er zeigte, wie weit deutsche Politik inzwischen geht, wenn es darum geht, Geflüchtete abzuschieben – politisch organisierte Verdrängung. Von Nasim Ebert-Nabavi
Der transatlantische Sklavenhandel hat bis heute gravierende Folgen. Die UN-Generalversammlung hat ihn nun als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Vornehmlich westliche Länder haben dagegen gestimmt oder sich enthalten – darunter Deutschland. Von Helena Kreiensiek
Mesut Özil war einst Symbol einer vielfältigen Republik, heute steht er für einen tiefen Bruch – mit dem DFB und mit Deutschland. Eine neue ZDF-Doku zeigt nicht nur den Absturz eines Idols, sondern auch das Scheitern einer Gesellschaft im Umgang mit Zugehörigkeit und Rassismus. Von Jordan Raza
Mehr als 3.600 Aktionen setzen in Deutschland ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus – so viele wie nie zuvor. Doch während das Engagement wächst, nehmen auch Druck, Störungen und Angriffe auf antirassistische Arbeit zu. Von Lukas Philippi
Könnte Deutschland ein Ziel für Flüchtlinge aus dem Iran sein? Durchaus, sagt der Migrationsforscher Oltmer. Allerdings sei derzeit eine größere Fluchtbewegung eher unwahrscheinlich. Die Grenzen seien dicht. „Da ist kaum ein Durchkommen.“ Von Martina Schwager und Karsten Frerichs
In München wurde eine koloniale Weltsicht nicht nur ausgesprochen, sondern beklatscht – und damit offengelegt, wer im Westen als Teil des „Wir“ gilt und wer nicht. Was München 2026 über Macht und Zugehörigkeit verriet. Von Deborah Wolf
Der Europäische Gerichtshof stellt klar: Wird ein Asylbewerber nicht innerhalb von sechs Monaten in den zuständigen Staat überstellt, muss das Land, in dem er sich aufhält, das Asylverfahren übernehmen – das gilt auch bei politischer Blockade.
Die Zahl der Asylanträge ist 2025 in weiten Teilen Europas um rund ein Fünftel gesunken – in Deutschland sogar um ein Drittel. EU-Migrationskommissar spricht von einer „Migrationswende“. Die Kritik an diesem Kurs ist weiter aktuell.