Brandenburg setzt bereits indische Pflegekräfte ein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern planen Kooperationen in Indien und Zentralasien. Der Fachkräftemangel trifft aber auf eine politische und gesellschaftliche Stimmung, die internationale Arbeitskräfte abschrecken kann. Minister wirbt um Akzeptanz.
Brandenburg hat im ersten Quartal 53 Straftaten gegen Geflüchtete und Unterkünfte erfasst, elf mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt gab es bei rechtsextrem motivierten Straftaten einen anderen Trend.
Brandenburg begründete eine Wohnsitzauflage für Geflüchtete unter anderem mit Gewaltvorfällen an einer – einer! – Schule in Cottbus. Jetzt verteidigt der Minister seine umstrittene Maßnahme. Bei Problemen mit Rechtsextremismus in Schulen legt er andere Maßstäbe an. Von Birol Kocaman
In Brandenburg zeigt sich der deutsche Kampf gegen rechts im Brennglas: lustlos, widersprüchlich – und mit einer Zivilgesellschaft, die in die Pflicht genommen, aber wie Hobbydemokraten mit Quittungsblock behandelt wird. Von Birol Kocaman
In Brandenburg sinkt zwar die Gesamtzahl politischer Straftaten. Doch rechte Gewalt steigt ausgerechnet dort, wo es besonders gefährlich wird: bei jungen Tätern, die sich online radikalisieren und immer früher zuschlagen.
Die Uckermark wählt nicht nur einen Landrat. Der Urnengang zeigt, wie weit die AfD in kommunale Normalität vorgedrungen ist – und wie unsicher CDU und SPD im Umgang mit ihr inzwischen wirken. Das Wort „Brandmauer“ nimmt man dort gar nicht in den Mund. Von Monika Wendel
Bei einer Teenager-Party wird das Lied „L'Amour toujours“ von „Ausländer raus“-Rufen begleitet. Die Parolen stoßen auf Bestürzung. Die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion sieht das anders – verharmlost und relativiert.
Bei einer Teenie-Party mit mehr als 100 Gästen im brandenburgischen Falkenberg grölen Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren zu „L'Amour toujours“ rassistische Parolen – ein Instagram-Video sorgt für Empörung. Der Ministerpräsident zeigt sich besorgt.
290 Angriffe, 523 Betroffene, neuer Höchststand: Brandenburg verzeichnet fast jeden Tag eine rechte Gewalttat – zunehmend gezielt und geplant. Besonders alarmierend findet die Opferperspektive die „Normalisierung rechter Gewalt“.
Eine Studie beleuchtet die Versorgung Geflüchteter mit psychischen Erkrankungen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die Forschenden legen eine lange Liste mit erheblichen Mängeln vor.