Verdeckte Identität
Roma? Juden? Nein, aber ja.
19.08.2026

Was bleibt von Identität, wenn sie verborgen werden muss? Wenn Zugehörigkeit da und unsichtbar ist? Eine selten erzählte Perspektive auf Roma- und jüdische Identität – über Tarnung und Assimilation, Antiziganismus, Antisemitismus und transgenerationale Brüche. Von Björn Klein
Angst vor Antisemitismus
Jüdische Studierende erleben den Campus als Bedrohung
05.08.2026

Antisemitische Vorfälle an NRW-Hochschulen nehmen weiter zu, jüdische Studierende berichten von Angst, Rückzug und Wegzug. Besonders an kleineren Universitäten wird Sichtbarkeit für Betroffene zum Risiko. Von Bettina Grönewald
Zum 150. Jubiläum
Bayreuth ringt mit Wagners Antisemitismus
23.07.2026

Zum 150. Jubiläum ringen die Bayreuther Festspiele um den Umgang mit Richard Wagners Antisemitismus, ihrer Nähe zum Nationalsozialismus und einer jahrzehntelang verdrängten Geschichte. Michel Friedmans Rede soll darauf eine Antwort versuchen. Von Kathrin Zeilmann und Britta Schultejans
Baden-Württemberg
Bespuckt, beleidigt, gestoßen: Antisemitismus trifft den Alltag
14.07.2026

Die dokumentierten Fälle reichen vom Angriff vor einem Gebetsraum bis zur Gewalt gegen einen Schüler. 335 Meldungen zeigen, wie schnell jüdische Sichtbarkeit auf Straßen, in Schulen oder bei Versammlungen zur Gefahr werden kann. Von David Nau
Rias-Jahresbericht
Israelbezogene Vorfälle prägen Antisemitismus-Statistik
17.06.2026

Die Zahl antisemitischer Vorfälle stagniert in Deutschland auf sehr hohem Niveau. Besonders häufig registrierte Rias israelbezogene Fälle; sie machten 68 Prozent aller Vorfälle aus. Zugleich nimmt rechtsextremer Antisemitismus deutlich zu.
Antisemitismus
Hotel in Bayern schreibt Israeli: „Keine Juden erlaubt“
04.06.2026

„Keine Juden erlaubt“ schrieb ein Hotel in Lam einem Mann aus Israel auf seine Buchungsfrage. Generalkonsulin, Zentralrat und Auschwitz Komitee reagieren entsetzt; das Hotel entschuldigt sich. Die Formulierung ruft Erinnerungen an nationalsozialistische Ausgrenzung wach. Von Cordula Dieckmann, Irena Güttel und Cindy Riechau
„Juden haben hier Hausverbot!!!“
Flensburger Händler verurteilt wegen antisemitischem Aushang
02.06.2026

Der Flensburger Aushang löste bundesweit und international Entsetzen aus. Ein Trödelladen-Besitzer hatte ein Hausverbot für Juden ausgehängt. Das Gericht wertete den Zettel als Angriff auf die Menschenwürde. Der Verurteilte muss 1.200 Euro an eine KZ-Gedenkstätte zahlen.
Blaulicht im Mai 2026
Der Frühling blüht, der Hass auch.
02.06.2026

Dutzende Polizeimeldungen im Mai zeigen erneut rechte, rassistische und antisemitische Tatmuster im Alltag: Kinder werden im Bus geschlagen, Menschen auf offener Straße angegriffen, Schulwände und Gedenksteine beschmiert. Das Lagebild vom Blaulicht-Reporter der MiGAZIN-Redaktion für Mai 2026.
Gutachten
Leugnung von Israels Existenzrecht: Straftat oder Meinungsfreiheit?
31.05.2026

Hessen will über den Bundesrat Verbalattacken auf das Existenzrecht Israels strafbar machen. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes weckt jedoch erhebliche Zweifel, ob der Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist. Braucht es überhaupt ein neues Gesetz? Von Verena Schmitt-Roschmann
Antisemitismus
Yad Vashem in München: Kritik an Unabhängigkeit
31.05.2026

Yad Vashem will erstmals Außenstellen außerhalb Israels eröffnen: ein Bildungszentrum in München und eine Dependance in Leipzig. Während Politiker die Entscheidung begrüßen, warnen Fachleute vor offenen Fragen zu Unabhängigkeit, Transparenz und geschichtspolitischer Deutung.