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Flüchtlingslager in Dadaab/Somalia (Archiv) © de.depositphotos.com

Studie

Binnenvertreibung hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt

Die Zahl der Binnenvertriebenen hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. 82,2 Millionen Menschen flohen 2025 vor Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen, ohne ihr Herkunftsland zu verlassen.

Dienstag, 19.05.2026, 10:56 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 19.05.2026, 10:56 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Zahl der Binnenflüchtlinge aufgrund von Konflikten und Naturkatastrophen hat sich laut einer Studie im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Rund 82,2 Millionen Menschen seien 2025 innerhalb ihres eigenen Landes wie im Sudan oder der Ukraine auf der Flucht gewesen, teilte das Beobachtungszentrum für interne Vertreibungen (IDMC) in Genf mit.

Im Jahr 2016 seien es noch 38,9 Millionen Binnenflüchtlinge gewesen, heißt es in dem „Globalen Bericht“ des Zentrums. Konflikte und Gewalt führten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr zu 32,3 Millionen neuen Vertreibungen. Die Verschärfung von Konflikten wie im Gaza-Streifen führte laut der Studie dazu, dass 2025 etliche Menschen mehrfach vertrieben wurden.

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Hälfte der Binnenvertriebenen lebt in nur fünf Ländern

Niemals zuvor seien in einem Jahr so viele neue Vertreibungen aufgrund von Gewalt und Konflikten registriert worden. Fast die Hälfte aller Binnenvertriebenen aufgrund von Konflikten lebte in nur fünf Ländern. Im Sudan irrten zum dritten Mal in Folge mit 9,1 Millionen die meisten Binnenflüchtlinge umher, gefolgt von Kolumbien (7,2 Millionen), Syrien (sechs Millionen), dem Jemen (4,8 Millionen) und Afghanistan (4,4 Millionen).

Hinzu seien 2025 rund 29,9 Millionen Vertreibungen aufgrund von Naturkatastrophen gekommen. Viele davon seien durch den Klimawandel bedingt gewesen, wie Dürren, Stürme und Überschwemmungen.

Das Völkerrecht unterscheidet zwischen Binnenflüchtlingen einerseits und Flüchtlingen andererseits. Binnenflüchtlinge fliehen vor Unterdrückung, Gewalt und Naturkatastrophen innerhalb ihres eigenen Landes. Flüchtlinge hingegen suchen Schutz in einem anderen Staat. Das Beobachtungszentrum für interne Vertreibung mit Sitz in Genf gehört zum Norwegischen Flüchtlingsrat. Das Zentrum arbeitet eng mit den Vereinten Nationen zusammen. (epd/mig) Aktuell Panorama

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