Vielfalt, Multikulti, Kultur, Gesellschaft, Interkulturelle Woche
In Ansbach wurde zur Interkulturellen Woche aus vielen bunt bemalten Kacheln das Wort „Vielfalt“ gestaltet. (Archiv) © ÖVA zur IKW

Interkulturelle Woche

Offenheit und Maßhalten angemahnt

Zum Auftakt der Interkulturellen Woche wurde zu mehr Offenheit angemahnt. Das Land müsse offen für Menschen sein, die Schutz brauchen. In diesem Jahr sind bundesweit 5.000 Veranstaltungen an 500 Städten und Gemeinden geplant.

Montag, 26.09.2022, 16:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 26.09.2022, 14:03 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel hat am Sonntag in Heidelberg die Interkulturelle Woche 2022 (IKW) begonnen. Zum Motto der Woche „#offengeht“ betonte die Landesbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Heike Springhart, in der Predigt: „Offen geht. Und offen muss gehen.“

„Wir müssen unsere Städte und Kommunen, unser Land offen dafür halten, dass Menschen Aufnahme finden, die Schutz suchen und Schutz brauchen“, erklärte sie. Offen sein heiße, auch Menschen ein Bleiberecht zu ermöglichen, „die schon lange hier mit uns und unter uns leben“. Neben Springhart predigten der Freiburger Erzbischof Stephan Burger und Bischof Emmanuel von Christoupolis (Sfiatkos) von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie Deutschland sowie Pastor Konstantin von Abendroth von der Vereinigung Evangelischer Freikirchen Berlin.

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Im Zusammenhang mit Kriegen und Fluchtbewegungen weltweit prangerte Bischof Emmanuel von Christoupolis die Überflussgesellschaft an. Bei dem Wunsch zu „horten“ sei das Maß verloren gegangen. Die Kriege seien eine Folge davon. „Wir Menschen sind Teil der Schöpfung, in der nicht nur die Ressourcen, sondern auch der Frieden immer knapper wird“, führte Christoupolis aus. Brot sei das Sinnbild für Lebensmittel, betonte Burger. „Es steht für alles, was wir zum Leben brauchen, nicht nur um satt zu werden, sondern auch für das, was uns erfüllt“, sagte der Erzbischof.

5.000 Veranstaltungen an 500 Orten geplant

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Ihr Anliegen ist es, für bessere, gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen im Zusammenleben von Zugewanderten und Deutschen einzutreten.

Die IKW findet seit 1975 statt. Der nationale „Tag des Flüchtlings“, dieses Jahr am 30. September, ist Bestandteil der Interkulturellen Woche. Im Rahmen der IKW sind in Deutschland rund 5.000 Veranstaltungen in mehr als 500 Städten und Gemeinden geplant. (epd/mig)

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