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Frachtschiff (Archiv) © kees torn @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Hoher Wellengang

Norddeutsches Handelsschiff rettet Flüchtlinge aus dem Mittelmeer

Auf einem Holzbot in Seenot geratene 32 Flüchtlinge im Mittelmeer wurden von einem norddeutschen Handelsschiff gerettet. Das Schiff wurde von der Hilfsorganisation „Alarm Phone“ auf den Notfall aufmerksam gemacht. Inzwischen sind die Menschen auf der „Sea Eye 4“.

Donnerstag, 31.03.2022, 19:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 31.03.2022, 16:41 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Das Rettungsschiff „Sea-Eye 4“ hat im Mittelmeer 32 in Seenot geratene Flüchtlinge von einem norddeutschen Handelsschiff übernommen. Der Frachter hatte die Geflüchteten bei hohem Wellengang von einem Holzboot vor der Küste Libyens gerettet, wie die Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea-Eye am Mittwoch mitteilte. Die „Sea-Eye 4“ nehme nun Kurs auf Malta und bitte um die Genehmigung zum Anlegen.

Das Handelsschiff des Unternehmens Klingenberg aus Ellerbek sei auf dem Weg von Malta nach Benghazi gewesen, als es am Montagnachmittag von der Hilfsorganisation „Alarm Phone“ auf den Seenotfall aufmerksam gemacht worden war, erklärte Sea-Eye. „Das Boot drohte zu kentern. Die Menschen hätten das nicht überlebt“, zitierten die Helfer den ukrainischen Kapitän des Handelsschiffes „Karina“. Die „Sea-Eye 4“ sei zu diesem Zeitpunkt rund 50 Stunden von dem Notfall entfernt gewesen und habe keine Soforthilfe leisten können.

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„Sea Eye“ übernimmt Versorgung

Weil das Handelsschiff nicht für die Verpflegung und medizinische Versorgung von Flüchtlingen ausgerichtet ist, übernahm die „Sea-Eye 4“ am Dienstag die Geretteten. Als nächstgelegener EU-Mitgliedsstaat werde nun Malta angesteuert, erklärte Sea-Eye-Vorsitzender Gordon Isler am Mittwoch. Bisher müssen Schiffe von Seenotrettungsorganisationen teilweise bis zu mehren Wochen auf die Zuweisung eines sicheren Hafens warten.

Die Fahrt über das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Beginn dieses Jahres mindestens 354 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder werden vermisst. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Trotz lauter Kritik gibt es im Mittelmeer keine staatlich organisierte Seenotrettung. (epd/mig)

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