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Studenten im Hörsaal (Symbolfoto) © Westfälische Hochschule

Ländervergleich

Nur Hamburg erlaubt Studium ohne Abitur mit ausländischen Qualifikationen

Die Zahl der Studierenden ohne Abitur nimmt weiter zu, wie aus einer aktuellen Auswertung hervorgeht. Für Personen mit anerkannten ausländischen Qualifikationen stehen die Chancen für ein Studium ohne Abitur schlecht. Das ist bundesweit nur in Hamburg möglich.

Dienstag, 29.03.2022, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 28.03.2022, 16:52 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

An deutschen Hochschulen studieren immer mehr Menschen ohne Abitur. Derzeit verfügen rund 66.000 Studierende nicht über die Hochschul- oder Fachhochschulreife, wie aus dem am Montag in Gütersloh veröffentlichten Monitoring des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorgeht. Das sind demnach 2.060 mehr als im Vorjahr und entspricht einem Anteil von 2,2 Prozent an der gesamten Studierendenschaft in Deutschland. Datengrundlage sind Angaben des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2020.

Die meisten beruflich qualifizierten Erstsemester hätten sich anteilig in Thüringen, Hamburg und Bremen eingeschrieben, hieß es. Erstmals würden mehr Frauen als Männer ein Studium ohne Abitur beginnen. Die Zahl der Studienanfänger ohne Abitur habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als vervierfacht: von 3.240 im Jahr 2002 auf aktuell rund 15.160.

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Ausländische Qualifikationen nur in Hamburg anerkannt

Wie viele der Studierenden ohne Abitur ausländische Staatsbürger sind oder einen sogenannten Migrationshintergrund haben, geht aus den veröffentlichten Daten nicht hervor. Der Länderübersicht zu den Zugangsvoraussetzungen ist allerdings zu entnehmen, dass die Chancen auf ein Studium ohne Abitur für eingewanderte Menschen nicht gutstehen. Nur in Hamburg werden ausländische Qualifikationen, die als gleichwertig anerkannt sind, als Zugangsvoraussetzung zum Studium ohne Abitur zugelassen. In allen anderen Bundesländern ist das den Angaben nach nicht möglich.

„Früher gab es die strikte Trennung von beruflicher und akademischer Bildung. Heute gehören beide Bereiche nachschulischer Bildung immer selbstverständlicher zu ein und derselben Bildungsbiografie“, sagte der Geschäftsführer des CHE, Frank Ziegele. (epd/mig)

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