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Migration © Yannic Meyer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Wirtschaftsforscher

Arbeitsmarkt dringend auf Einwanderer angewiesen

Deutschland ist dringend auf Einwanderung aus dem Ausland angewiesen. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Die Experten sprechen von alarmierenden Zahlen.

Freitag, 15.10.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 14.10.2021, 21:30 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Deutschland ist aus der Sicht des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in den kommenden Jahren dringend auf Einwanderung aus dem Ausland angewiesen, um seinen Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Ohne eine Einwanderung wäre die Zahl der 20- bis 64-jährigen Einwohner im Jahr 2030 rund elf Prozent niedriger als 2020, heißt es in einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten Untersuchung. Anfang 2020 seien knapp 60 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren gewesen.

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Auch im EU-Vergleich habe Deutschland einen besonders starken Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland, hieß es. „Kein anderes Mitgliedsland ist in den nächsten Jahren so sehr auf Einwanderung angewiesen wie die Bundesrepublik“, erklärte Studienautor Wido Geis-Thöne. Lediglich Litauen weise bei der zu erwartenden Abnahme der arbeitsfähigen Bevölkerung im EU-Vergleich einen noch schlechteren Wert auf. Im EU-Schnitt ist der Studie zufolge bis 2030 mit einem Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter um 6,9 Prozent zu rechnen.

Immer mehr Rentner

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels sei diese Zahl alarmierend, denn viele der zukünftigen Rentner dürften nicht mehr durch Nachwuchskräfte ersetzt werden können, hieß es. Während es gerade in Deutschland immer mehr Rentner gebe, sinke die Zahl der erwerbsfähigen Personen in den jüngeren Jahrgängen.

Da nicht damit zu rechnen sei, dass in der EU eine gemeinsame Politik zur Fachkräftesicherung etabliert werden könne, sollte Deutschland nach Einschätzung des Instituts deshalb „gezielt eigene Wege gehen“. Dennoch seien Absprachen mit den anderen EU-Mitgliedsländern weiterhin wichtig. (epd/mig)

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