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Menschen vor dem Kölner Dom (Archiv) © music4life @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Statistikamt

Weniger Einwanderung, mehr Rentner im Jahr 2035

Die Corona-Pandemie wird einen starken Einfluss auf das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland haben. Insbesondere der starke Rückgang der Einwanderungszahlen wird sich laut Statistikamt negativ auswirken.

Freitag, 01.10.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 30.09.2021, 15:20 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Bis 2025 wird es in Deutschland laut Statistischem Bundesamt wesentlich mehr Menschen im Rentenalter geben. Die Zahl der Personen im Alter ab 67 Jahren wird zwischen 2020 und 2035 um 22 Prozent von 16 Millionen auf voraussichtlich 20 Millionen steigen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Besonders stark werde die Zunahme mit 25 Prozent in den westlichen Flächenländern ausfallen.

In den ostdeutschen Flächenländern, wo die Bevölkerung im Durchschnitt deutlich älter als im Westen ist, wird die Zahl der ab 67-Jährigen den Angaben zufolge in den kommenden 15 Jahren um 13 bis 14 Prozent steigen. Mit einem ähnlichen Plus von 12 bis 13 Prozent sei bei den Stadtstaaten zu rechnen, allerdings sei dort die Bevölkerung im Durchschnitt jünger als in den Flächenländern.

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Corona hat Einwanderung reduziert

Grund für den anteiligen Anstieg der Menschen im Rentenalter ist dem Statistikamt zufolge die Pandemie. Corona habe sowohl die Sterblichkeit als auch die Wanderungen beeinflusst. „Die Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie haben die Migration nach und aus Deutschland deutlich reduziert“, heißt es. Je nach Höhe des Wanderungssaldos würden im Jahr 2035 zwischen 41 bis 43 Personen ab 67 Jahren auf 100 Personen im Alter zwischen 20 und 66 Jahren kommen.

Im Jahr 2035 werden infolge dieser Entwicklungen in den westlichen Flächenländern zwischen 23 und 24 Prozent der Bevölkerung 67 Jahre und älter sein, wie es weiter hieß. In den östlichen Flächenländern werde dieser Anteil 28 bis 29 Prozent betragen. In den Stadtstaaten werden laut der ersten mittelfristigen Bevölkerungsvorausberechnung 2035 voraussichtlich 18 bis 19 Prozent der Bevölkerung in diesem Alter sein.

Weniger Menschen im Erwerbsalter

Gleichzeitig wird es den Statistikern zufolge bis 2035 deutlich weniger Menschen im Erwerbsalter geben. Der erwartete Rückgang sei darauf zurückzuführen, „dass die großen Baby-Boom-Jahrgänge in den 2020er-Jahren aus dem Erwerbsalter ausscheiden und viel schwächer besetzte jüngere Jahrgänge aufrücken werden“, erklärte Olga Pötzsch, Demografie-Expertin im Statistischen Bundesamt.

In den westlichen Flächenländern ist bis 2035 wie in Deutschland bei der Bevölkerung im Erwerbsalter (zwischen 20 und 66 Jahren) insgesamt mit einem Minus von sieben bis elf Prozent zu rechnen. In den östlichen Flächenländern könnte der Rückgang sogar 12 bis 15 Prozent betragen. Nur in den Stadtstaaten würde die Zahl der 20- bis 66-Jährigen demnach weitgehend stabil bleiben. (epd/mig)

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