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Mittelmeer, Rettung von Geflüchteten aus Seenot © Twitter/SOS Méditerranée

Mittelmeer

„Ocean Viking“ rettet 58 Menschen aus Seenot

Seit Freitag ist das Rettungsschiff „Ocean Viking“ wieder vor der libyschen Küste unterwegs. Und schon hat es zwei Rettungseinsätzen zahlreiche Menschen an Bord genommen, darunter ein einjähriges Baby. Die Geretteten werden an Bord betreut.

Montag, 20.09.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19.09.2021, 17:19 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die „Ocean Viking“ hat am Wochenende bei zwei Einsätzen vor der libyschen Küste insgesamt 58 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Am Samstag nahm das Rettungsschiff 25 Menschen an Bord, am Sonntag 33, wie die Hilfsorganisation SOS Méditerranée, die das Schiff betreibt, auf Twitter mitteilte.

Bei den Geretteten handelt es sich um 32 Männer, 10 Frauen und 16 Kinder, darunter ein einjähriges Baby. In beiden Fällen waren die Menschen in Holzbooten unterwegs.

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Nun würden sie von der Crew und einem Team der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften an Bord betreut, hieß es. Nach der Rettungsaktion am Sonntag seien weitere Boote in Seenot gesichtet worden, die allerdings von der libyschen Küstenwache abgefangen worden seien.

Gefährliche Fluchtroute

Die „Ocean Viking“ war am Freitag im Einsatzgebiet vor der libyschen Küste eingetroffen. Bei ihrer vorangegangenen Rettungsfahrt Anfang August hatte die Crew des Schiffes rund 550 Menschen an Bord genommen. Nach tagelangem Warten konnte die „Ocean Viking“ den Hafen Pozzallo auf Sizilien anlaufen und die Flüchtlinge an Land lassen. Einige Gerettete waren schon zuvor aus gesundheitlichen Gründen von dem Schiff evakuiert worden.

Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge sind in diesem Jahr mindestens 1.353 Menschen ums Leben gekommen. Dennoch gibt es dort keine staatlich organisierte Seenotrettung für Menschen aus Afrika, die regelmäßig auf der gefährlichen Überfahrt nach Europa in Seenot geraten. Einzig private Organisationen halten mit verschiedeanen Schiffen Ausschau nach gefährdeten Menschen. (epd/mig)

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