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Moscheekuppel im Inneren © Konevi @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Monat der guten Taten

Muslime vor dem Fastenmonat Ramadan

Am Dienstag beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nehmen Gläubige kein Essen und keine Getränke zu sich. Pandemiebedingt fallen die gemeinsamen Fastenbrechen auch dieses Jahr aus.

Montag, 12.04.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 16.04.2021, 10:30 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Für die Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr am 13. April und endet am 12. Mai. Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam. Der Monat Ramadan, der neunte im islamischen Mondjahr, wandert durch das Kalenderjahr. Der Ramadan beginnt und endet, wenn die Mondsichel nach Neumond erstmals wieder sichtbar ist. Der Beginn kann von Land zu Land unterschiedlich sein.

In Deutschland einigen sich die Islamverbände seit 2008 auf gemeinsame Daten. In Saudi-Arabien und vielen anderen arabischen Ländern wird auf die Sichtung der Mondsichel gewartet. Im Ramadan sind die Gläubigen aufgerufen, von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken oder Rauchen zu verzichten. Das Fastengebot gilt in gleicher Weise für Männer und Frauen. Befreit vom Fasten sind Alte und Kranke, Kinder, Schwangere und Reisende.

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Ramadan unter Pandemiebedingungen

Der Koordinationsrat der Muslime, Dachorganisation der großen islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland, dankt Muslimen und Moscheegemeinden für ihr vorbildliches Verhalten in Zeiten der Corona-Pandemie. „Weiter bitten wir alle, sich mit Sorgfalt an die Hygieneregeln und Verordnungen der Länder und Kommunen zu halten“, sagte der neue Sprecher des Koordinationsrates, Erol Pürlü, mit Blick auf den Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan in der kommenden Woche. „Wir wünschen allen viel Gesundheit und allen Muslimen einen gesegneten Ramadan.“

Ramadan sei für Muslime nicht nur Fastenzeit, erklärte Pürlü. „Er ist auch eine Zeit der Gemeinschaft, der Gastfreundschaft, der Hilfsbereitschaft und der Solidarität.“ Leider werde die Gemeinschaft und Gastfreundschaft durch die Pandemie sehr eingeschränkt. Gemeinschaftliche Iftar-Essen mit Nachbarn und Mitgliedern der Stadtgesellschaft fielen auch dieses Jahr aus. Doch der Schutz des Lebens stehe an höchster Stelle. „Gesundheit ist auch Voraussetzung für die Erfüllung religiöser Gebote.“

Monat der guten Taten

Der Ramadan ist auch der Monat der guten Taten und der Läuterung von Körper und Seele. Mitmenschlichkeit und Versöhnung stehen im Mittelpunkt, die Gläubigen entrichten die Armensteuer Zakat oder unterstützen Bedürftige. Höhepunkt ist im letzten Drittel des Fastenmonats die „Lailat al-Qadr“, die „Nacht der Bestimmung“, in der nach der Überlieferung dem Propheten Mohammed erstmals Verse des Korans offenbart wurden. Viele Muslime beten dann in der Nacht und hoffen auf Vergebung ihrer Sünden.

An den Ramadan schließt sich das Fest des Fastenbrechens an, das äußerlich dem christlichen Weihnachtsfest ähnelt. Die meisten Religionen kennen Fastenzeiten. Christen fasten etwa von Aschermittwoch bis Ostern. (epd/mig)

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