Italien
Gericht hebt Blockade der „Sea-Watch 4“ auf
Ein italienisches Gericht hat die Blockade des Rettungsschiffs "Sea-Watch 4" aufgehoben. Italienische Behörden warfen den Seenotrettern vor, zu viele Rettungswesten an Bord zu haben. Der Europäische Gerichtshof soll entscheiden.
Mittwoch, 03.03.2021, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 02.03.2021, 17:15 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die „Sea-Watch 4“ kann den Hafen von Palermo nach sechs Monaten wieder verlassen. Das Verwaltungsgericht Palermo hob am Dienstag nach Angaben der Seenotrettungsorganisation die Blockade des Rettungsschiffs bis zu einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) auf. Der EuGH soll über die von Sea-Watch in Palermo eingelegten Rechtsmittel gegen die Festsetzungen ihrer Rettungsschiffe befinden.
Das Verwaltungsgericht Palermo hatte im Dezember angeordnet, die Sache an den Europäischen Gerichtshof zu verweisen. Damit bat das italienische Gericht den EuGH um Klärung. Die „Sea-Watch 4“ war im September von den italienischen Behörden festgesetzt worden, nachdem sie bei ihrem ersten Einsatz mehr als 350 Menschen aus Seenot gerettet hatte.
Zur Begründung gaben die italienischen Behörden angebliche Sicherheitsmängel an. Sie kritisierten, das Schiff habe zu viele Rettungswesten an Bord und sei im Flaggenstaat nicht als Rettungsschiff angemeldet. (epd/mig)
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Zivilgesellschaft unter Druck Deutschland rutscht bei Freiheitsrechten weiter ab
- Seenotrettung Nach Beschuss gerät „Sea-Watch 5“ in Italiens Visier
- Rechtskurs Vielleicht kopiert die Union die AfD ja gar nicht
- Gutachten Verdacht auf strukturelle Diskriminierung in…
- Regionalzug Pünktlichkeit vor Rassismus: Schaffnerin will…
- Ausgerechnet Osten Förderstopp bedroht Dutzende Demokratieprojekte

